Beschleunigung ist ein Fluch unserer Zeit. In möglichst kurzer Zeit wollen wir heute möglichst viel Arbeit schaffen und die Digitalisierung macht’s möglich: Während man früher auf ein Feedback erst einmal warten musste, bis die Post ein Stück Papier von A nach B und wieder zurück transportierte, ploppen Antworten heute im minutentakt im Postfach auf. Was viele Vorteile bringt, sorgt auch für jede Menge Stress und gesundheitliche Probleme. Push-up Nachrichten auf dem Smartphone zeigen uns unentwegt, wie wir noch besser und erfolgreicher werden können, damit unser Leben instagramable wird. Wer nicht aktiv gegen das ständige Hintergrundrauschen steuert, ist schnell in der Schnelllebigkeitsfalle gefangen. Wir zeigen dir, wie du Entschleunigung an deinen Arbeitsplatz bringst. 

Mach digital detox

Geh einfach mal bewusst offline. Es fällt schwer zu glauben, aber es gibt ein Leben nach dem Internet. Wenn du schon den ganzen Arbeitstag vor dem PC verbringst, solltest du zu Hause einfach mal abschalten – und zwar wortwörtlich. Deaktiviere die Push-Benachrichtigungen auf deinem Handy oder stell es direkt auf Flugmodus. Auch während der Arbeit kannst du digitale Ablenkungsmanöver umgehen. Öffne dein E-Mail Postfach nur alle zwei Stunden, blockiere Facebook in deinem Browser und pack dein Handy in die Tasche.

Stay focussed

Du lässt gerne deine Gedanken kreisen und schweifst bei der Internetrecherche regelmäßig zu anderen interessanten Artikeln ab? Versuche, dich bewusst auf die Gegenwart zu konzentrieren statt non-stop neue Multitasking-Rekorde zu brechen. Minimalismus kann dabei helfen, fokussiert zu bleiben. Der konsumbewusste Lebensstil, wirkt nicht nur befreiend auf überfüllte Regale und Schubladen, er macht auch deinen Kopf frei. Was viele schon in den eigenen vier Räumen umsetzen, kann auch ganz einfach mit an den Arbeitsplatz gebracht werden. Statt rund-um-die-Uhr Beschallung kannst du dich ganz auf deine Arbeit konzentrieren – und so schneller in deinen wohlverdienten Feierabend starten.

Bleibe achtsam

Heute läuft mal wieder alles wie geschmiert? Good News: Dieser Flow ist trainierbar! Um  dich von alten Gewohnheiten zu verabschieden und deinen Flow zu aktivieren, musst du zuallererst alles aus deinem Leben verbannen, was dich aus dem Takt bringt. Das erfordert eine gehörige Portion Achtsamkeit fürden eigenen Körper und – vor allem – die eigenen Gedanken. Nur wenige Minuten Meditation am Tag reichen aus, um deine geistige und körperliche Gesundheit zu verbessern und einem Burn-Out vorzubeugen. Mit gezielten Achtsamkeitsübungen lernst du, deinen inneren Autopiloten auszuschalten und dein Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen. Dass das wirklich funktioniert, ist wissenschaftlich erwiesen. Mit unseren 8 einfachen Achtsamkeitsübungen kannst du ohne Yogamatte oder sonstigen Schnickschnack im Büro zu mehr Gelassenheit kommen. 

Bring Gemütlichkeit ins Büro

Für das richtige Maß an Entschleunigung muss die Atmosphäre passen – das gilt auch fürs Büro. Egal ob Feng Shui oder Hygge: mit wenig Aufwand und ein bisschen Kreativität kannst du es deinem Kopf erleichtern, auch im Büro auf Entspannung zu schalten und dein Stresslevel zu senken. 

Schlaf gut

Nur wer nach Feierabend abschalten kann, wird auch gut schlafen können. Und das ist wichtig! Mindestens sieben Stunden pro Tag sollten es schon sein, damit dein Körper und Geist sich wieder regenerieren können. Nur mit ausreichend Schlaf kann dein Gehirn am nächsten Arbeitstag wieder auf Hochtouren arbeiten – diese “Slow Down” Zeit ist also keinesfalls vergeudet!

Bleib in Bewegung

Deutschland sitzt zu viel! Auch wenn Sitzen sich nach dem Inbegriff von Entschleunigung anhört, Bewegung ist das A und O, um die Gehirnzellen am Laufen zu halten. Mit Sport durchflutest du dein Hirn mit Sauerstoff und machst es so startklar für den nächsten Arbeitstag. Zeitgleich baust du durch die körperliche Anstrengung Stress ab und katapultierst deinen Körper direkt in eine gesunde mentale wie physische Ruhephase. Mit welchen Sportarten du dein Leben entschleunigst, bleibt dabei ganz dir überlassen: Ob Yoga, Joggen, Kickboxen oder Tennis – solange du mit Spaß dabei bist, ist die Sportart deiner Wahl genau die richtige. Aber Vorsicht: Sobald Sport nur ein weiteres To-Do auf deiner Selbstoptimierungsliste wird, schalte lieber einen Gang zurück. Dreimal pro Woche 30 Minuten Sport reichen bereits aus! 

Frucht essen statt Frustessen

Jede*r geht mit Stress unterschiedlich um. Die einen schaufeln haufenweise Schokolade und Chips in sich hinein, die anderen bekommen keinen Bissen herunter. Achte darauf, dich auch in stressigen Phasen gesund und ausgewogen zu ernähren. Lass keine Mahlzeiten ausfallen, nur weil du (gefühlt) keine Zeit dafür hast, und nimm dir einen Moment um etwas Leckeres, Frisches zuzubereiten. Beobachte außerdem deinen Wasserhaushalt: Du solltest bei hoher nervlicher Belastung mindestens 2 Liter am Tag trinken und – so schwer es auch fällt – am besten gar keinen Kaffee zu dir nehmen. Das Koffein sorgt genauso wie Zucker, Alkohol und ungesättigte Fettsäuren dazu, dass deine Konzentrationsfähigkeit abnimmt. 

Zur Zeit nicht erreichbar

Für die Generation unserer Eltern unvorstellbar, heute trauriger Alltag: Nach ohnehin viel zu vielen Überstunden im Büro, bleiben immer mehr Angestellte auch abends und am Wochenende noch für ihre Kolleg*innen erreichbar. Schluss damit, denn Feierabend ist wichtig! Trau dich, auch mal freundlich nein zu sagen, wenn deine Kolleg*innen dich um Unterstützung bitten oder dich zu einem Meeting einladen, das dir so gar nicht in den Zeitplan passt. Damit du auch richtig abschalten und deinem Hirn die nötigen Ruhephasen gönnen kannst, ist es unabdingbar, dein Diensthandy nach Feierabend einfach auszuschalten. Lass auch dein E-Mail Postfach ungeöffnet. Denk immer dran: Solange es nicht um Leben und Tod geht, reicht Montag völlig aus!! 

Arbeit neu denken

Stress und Belastbarkeit werden heutzutage im Büro vorgeführt, wie seinerzeit der Ferrarri vorm 5-Sterne-Restaurant. Je höher die Arbeitsbelastung, desto höher das Ansehen, so scheint es. Hör auf, den direkten Weg in den Burn-Out zu glorifizieren. Es ist nichts Gutes, seine besten Lebensjahre zu verpulvern und später mit chronischen Krankheiten auf ein Leben voller Arbeit zurückblicken. Besinn dich stattdessen auf die wichtigen Dinge des Lebens und überlege dir, wie du mit deiner Arbeit etwas Gutes erreichen kannst, ohne dich selbst dabei kaputtzumachen. 

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