Karriere
Hochsensibel und Karriere machen? Was es dafür braucht
Etwa 20 Prozent der Menschen sind hochsensibel. Wir haben mit Coach Nina Brach über Herausforderungen und Lösungsansätze für Hochsensibilität im Arbeitsalltag gesprochen – Teil 2.
Du konntest mit deinem Motivationsschreiben punkten? Glückwunsch – die erste Hürde ist gemeistert. Jetzt gilt es nochmal alles zu geben, um im Vorstellungsgespräch deine/n Interviewpartner*in auch Face-to-Face zu überzeugen. Wir haben Jessica Bartneck, die Personalreferentin der Allos Hofmanufaktur, nach Vorbereitungstipps und den besten Antworten gefragt.
1. Ich gebe dem Bewerber 10 Minuten Zeit, mir zu erzählen wer er ist. Ohne Rückfragen, ohne Gegenfragen.
2. Wieviel Prozent Ihres Lebens glauben Sie zu bestimmen?
1. Wenn der/die Bewerber*in sich nicht in Details seines Lebenslaufes verirrt, sondern mir anhand von wichtigen Meilensteinen in seinem/ihren Leben einen Einblick in seine Persönlichkeit gewährt.
2. Ich möchte mit dieser Frage erfahren, wie der/die Bewerber*in über seine/ihre Umwelt denkt. Was kann und will er/sie verändern? Oder nimmt er/sie sein/ihr Schicksal einfach hin.
Wir möchten die Bewerber*innen als Menschen kennenlernen und etwas über ihre Persönlichkeit erfahren. Uns ist dabei wichtig, so natürlich und authentisch wie möglich zu sein. Sich bewusst zu sein, wer man ist und was man möchte und das authentisch rüber zu bringen ist die Vorbereitung, die ich erwarte.
„Bio ist ja so ein wachsender Markt, da möchte ich mitgehen.“
„Ich bin ein richtiger Teamplayer.“
Im ersten Schritt führe ich in der Regel kurze Telefoninterviews von ca. 30-60 Minuten. Aus diesen Interviews gehen wir in die ersten persönlichen Gespräche, für die wir im Schnitt 1,5 Stunden einplanen; bei Bedarf auch länger. Im Vorfeld findet natürlich eine Abstimmung mit dem/der verantwortlichen Vorgesetzen statt: Welche Schlüsselqualifikationen oder Skills sind uns wichtig? Möchten wir einen Business Case einbauen oder nicht?
Im Interview direkt, ist es mir wichtig, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, die es den Bewerber*innen ermöglicht, sich zu öffnen und damit die Grundlage für ein gutes Gespräch zu schaffen.
Natürlich sind fachliche Kompetenzen und Erfahrungen wichtig und werden von uns auch hinterfragt. Letztendlich muss aber die Mischung aus fachlicher Erfahrung, Können und einer Persönlichkeit, die zu uns passt, stimmen. Jemand, der gar keine Affinität zu Bio-Lebensmitteln hat und sich mit unseren Werten nicht identifizieren kann, sollte etwas anderes tun.
Wir suchen Menschen, die ihre Leidenschaft für unser Marken und Produkte in den Arbeitsalltag mitnehmen. Als mittelständisches Unternehmen wünschen wir uns, dass unsere Mitarbeiter*innen den Antrieb haben, initiativ und eigenverantwortlich zu Handeln und eine Hands-on Mentalität mitbringen.
In dem ich sie frage, was passieren müsste, damit sie den Schritt zu Allos bereuen.
In dem wir wissen, wie unsere Teams aufgebaut sind, welche Persönlichkeiten, Stärken und Schwächen da zusammenkommen. Wenn man das weiß, weiß man auch welche Eigenschaften das Team ergänzen würden oder vielleicht auch mal aus ihrer Reserve locken.
Nein haben wir nicht. Das kommt dann doch schon sehr auf den Bereich an. Mir persönlich ist dann eher wichtig, wie lernfähig, interessiert und motiviert die Bewerber*innen sind.
Als Quereinsteiger*in bedarf es einer starken Eigenmotivation, etwas verändern zu wollen, ggf. nochmal neu anzufangen und diese Eigenmotivation möchte ich als Interviewerin spüren und nachvollziehen können.
Ich möchte wissen, welche Werte dem Unternehmen wichtig sind und wie diese gelebt werden. Ich würde meine/n Interviewpartner*in fragen, warum er oder sie bei dem Unternehmen arbeitet. Außerdem möchte ich wissen, welchen aktuellen Herausforderungen sich das Unternehmen zu stellen hat.
Sei du selbst!
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