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Ausbildung mit Sinn: Dein Guide für den richtigen Ausbildungsplatz und deine Bewerbung

Du suchst nach einer Ausbildung, die dich mit Sinn erfüllt? Entdecke in unserem Guide, wie du deine Karriere startest - mit praktischen Tipps, Berufseinblicken und hilfreichen Bewerbungshinweisen. Jetzt lesen und inspirieren lassen!

Karina Quentin

04.07.2024

Ausbildung mit Sinn: Dein Guide für den richtigen Ausbildungsplatz und deine Bewerbung

© RDNE stock project

Wie finde ich die richtige Ausbildung? Und wie kann ich meine Arbeit mit Sinn erfüllen? In Zeiten zahlreicher Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten kommen dir diese Fragen vielleicht bekannt vor. Und das Beantworten dieser Fragen gestaltet sich gar nicht mal so einfach. Denn neben der Work-Life-Balance und einer fairen Bezahlung spielt für viele Schulabgänger*innen auch das soziale oder nachhaltige Engagement von potentiellen Arbeitgeber*innen eine immer größere Rolle.

Aber wie findest du eine Ausbildung, die nicht nur Spaß bereitet, sondern auch einen positiven Impact schafft? Keine Sorge, we got you! In diesem Guide findest du alle Infos, die dir dabei helfen, eine Ausbildung zu finden, die idealerweise all deine Erwartungen an einen sinnerfüllten Arbeitsweg entspricht.

 

Was ist eine Ausbildung? 

Eine Ausbildung ist eine standardisierte Bildungsform, die dir die Chance bietet, so früh wie möglich ins Berufsleben einzusteigen. Durch praxisnahe Anteile lernst du während der Ausbildung den beruflichen Alltag aus ersten Hand kennen. Darüber hinaus vermitteln schulische Anteile die notwendigen theoretischen Fachkenntnisse.

 

Unterschied: Duale und schulische Ausbildung

In Deutschland haben sich hauptsächlich zwei Ausbildungssysteme etabliert: Die duale und die schulische Ausbildung. Dabei entscheiden sich laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung rund die Hälfte aller Schulabgänger*innen für erstere.

Duale Ausbildung: Bei der dualen Berufsausbildung sammelst du sowohl praktische Erfahrungen direkt im Betrieb als auch theoretisches Wissen in der Berufsschule. Mit der gesetzlichen Verankerung eines Ausbildungssystems, was Theorie und Praxis derart kombiniert, schaffte Deutschland in den sechziger Jahren ein Vorbild, an dem sich heute viele andere Länder mit ähnlichen Ausbildungssystemen orientieren.

Schulische Ausbildung: Hingegen vermittelt die schulische Ausbildungen die Fachkompetenz hauptsächlich in Berufsfachschulen. Dabei ergänzen integrierte Praktika den schulischen Ausbildungsweg um den wichtigen Praxisbezug.

 

Weitere Ausbildungsformen

Neben der dualen und der schulischen Ausbildung gibt weitere Ausbildungssysteme. Zum Beispiel bieten immer mehr Ausbildungsbetriebe eigene, individuelle Programme an. Außerdem bietet das Konzept des Dualen Studiums die Chance, Bachelor-Studium und Ausbildung zu vereinen.

 

Good to know

In Deutschland gibt es heutzutage rund 327 anerkannte Ausbildungsberufe, von denen jeder seine eigenen spannenden Herausforderungen und Chancen bietet. Von medizinischen Fachkräften zu technischen Experten bis hin zu handwerklich-künstlerischen Tätigkeiten kannst du dich bei der Ausbildungswahl frei entfalten.

Zulassungsvoraussetzungen: Schulabschluss, häufig mindestens 18 Jahre alt

Gehalt: ca. 350€ - 1100€ (bei dualen Ausbildungen im ersten Lehrjahr)

Dauer: zwischen zwei bis dreieinhalb Jahre

 

Ausbildung vs. Studium: Was passt zu dir? 

Damit du dir einen schnellen Überblick verschaffen kannst, welches Bildungskonzept besser zu dir passt, findest du hier die Vorteile und Nachteile einer Ausbildung im Vergleich zum klassischen Studium.

Vorteile einer Ausbildung:

➕ Praxisnähe: Du lernst direkt im Job und sammelst wertvolle Berufserfahrung.

➕ Gehalt: Schon während der Ausbildung verdienst du dein eigenes Geld.

➕ Karrierechancen: Viele Ausbildungsberufe bieten breite Aufstiegsmöglichkeiten.

Nachteile einer Ausbildung:

➖ Limitierung: Du legst dich früh auf einen Berufszweig fest.

➖ Weniger theoretisches Fachwissen: Du erlernst weniger tiefgreifende Fachkenntnisse.

 

Vorteile eines Studiums:

➕ Flexibilität: Du kannst dich in viele Richtungen entwickeln.

➕ Spezialisierung: Tieferes Wissen in speziellen Fachgebieten.

➕ Gehalt: Mit einem erfolgreiche Studienabschluss kannst du häufig ein höheres Einstiegsgehalt verhandeln.

Nachteile eines Studiums:

➖ Kosten: Studiengebühren und Lebenshaltungskosten können hoch sein.

➖ Fehlende Praxis: Du sammelst wenig bis keine praktischen Berufserfahrungen.

 

Nachhaltigkeit und sozialer Impact in der Ausbildung

Gleich vorweg: Ja, auch in einer Ausbildung kannst du einen nachhaltigen und sozialen Unterschied machen! Es gibt viele Berufe und Unternehmen, die sich für Umweltschutz und gesellschaftlichen Fortschritt einsetzen und dir die Chance zum Mitwirken ermöglichen. Im Folgenden haben wir dir einige Beispiele aufgeführt. Aber sei dir bewusst, dass es daneben noch viele weitere Ausbildungsplätze gibt, die deinen Erwartungen ebenso entsprechen können.

Umweltschutztechniker*in:

Was du machst: In der Ausbildung zum/zur Umweltschutztechniker*in lernst du, wie du Umweltschäden durch technische Maßnahmen verhinderst und Lösungen für bestehende Umweltprobleme entwickelst. Dabei sammelst du wichtiges Wissen aus unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel Abfallwirtschaft, Wasserreinhaltung und Energieeinsparung.

Wo du arbeitest: Umweltschutztechniker*innen arbeiten oft in Behörden, Unternehmen oder Umweltorganisationen. Schau bei Firmen wie naturstrom AG oder Greenplanet Energy (ehemals Greenpeace Energy) vorbei.

 

Generalistische Pflegefachkraft:

Was du machst: Während deiner Ausbildung zur Generalistischen Pflegefachkraft lernst du, Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, zu pflegen. Darunter fallen sowohl Kinder, Kranke und Senior*innen. Dabei sind deine Aufgaben vielfältig und reichen von der medizinischen Betreuung bis zur Beratung von Patient*innen und ihren Angehörigen.

Wo du arbeitest: Deine Einsatzmöglichkeiten sind breit gefächert. Denn in vielen medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste oder Kinderkliniken suchen sie händeringend nach ausgebildeten Pflegefachkräften.

💡 Tipp! Erfahre hier direkt von einer Auszubildenden, was die Ausbildung zur Generalistischen Pflegefachkraft ausmacht und was du dabei lernen kannst.

 

Elektroniker*in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik:

Was du machst: In deiner Ausbildung zum/ zur Elektroniker*in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik erwirbst du wichtige Kenntnisse, um elektrische Anlagen der Energieversorgung und Infrastruktur zu planen und zu installieren - wie beispielsweise Solaranlagen und energieeffiziente Heizsysteme. Nebenbei erlernst du die Wartung elektrischer Systeme bis hin zur Fehlerbehebung und Energieoptimierung.

Wo du arbeitest: Als Elektroniker*in hast du die Möglichkeit für ganz unterschiedliche Unternehmen zu arbeiten. Sei es bei einem Energieversorger, bei einem Installationsbetrieb für erneuerbare Energien wie Windenergieanlagen oder auch in Krankenhäusern oder im Baugewerbe.

 

Kaufmann/-frau in diversen Fachrichtungen bei von Goodjobs ausgezeichneten „GoodCompanies“:

Was du machst: Zugegebenermaßen, sich als Kaufmann oder Kauffrau ausbilden zu lassen, schafft per se keinen sozialen Impact. Aber wenn du dich für eine Ausbildung in einem Unternehmen entscheidest, welches mit seinem Geschäftsmodell nachhaltige Ziele verfolgt, setzt du deine Arbeitskraft eben für genau diese Ziele ein.

Wo du arbeitest: Immer mehr Unternehmen nehmen die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen ernst und etablieren nachhaltige und soziale Geschäftsmodelle. Bei Voelkel kannst du zum Beispiel Kaufmann bzw. Kauffrau für Digitalisierungsmanagement werden.

 

💡 Good to know Good Companies 

„GoodCompanies“ haben das erkennbare Unternehmensziel, die Umwelt und die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Um bei uns als GoodCompany aufgeführt zu werden, dürfen sie gegen kein Ausschlusskriterium verstoßen und müssen ihr Unternehmenskonzept nachweislich nachhaltig oder sozial ausrichten. Hier findest du eine Übersicht unserer Companies.

 


©Canva Studio via Pexels

 

Wie finde ich die richtige Ausbildung und den/die passende*n Arbeitgeber*in? 

Wenn du noch keine Vorstellung hast, wie deine Ausbildung aussehen könnte, geben wir dir nachfolgend gerne ein paar Tipps an die Hand.

Recherchiere online: Stellenanzeigen findest du im Internet unzählige. Bekannte Suchportale sind zum Beispiel ausbildung.de oder die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Wenn dir der soziale Impact bei deiner Ausbildung wichtig ist, schau am besten in unserem Jobportal vorbei und entdecke unter unseren GoodCompanies deine*n nächste*n Arbeitgeber*in!

Vernetze dich: Wer kann dir mehr über deinen Wunschberuf verraten, als diejenigen, die darin arbeiten. Sprich mit Leuten in dem Berufsfeld deiner Wahl, besuche Messen oder vernetze dich über Social Media, um mehr über verschiedene Ausbildungen und ihre Pros und Cons zu erfahren.

Sammle praktische Erfahrungen: Mach ein Praktikum, ein freiwilliges Soziales Jahr oder absolviere einen Bundesfreiwilligendienst. Hierbei kannst du spannende Einblicke sammeln und ein Gefühl für verschiedene Berufe und Unternehmen bekommen, die dir bei der Wahl deines Ausbildungsplatzes helfen können.

 

Worauf kommt es bei der Ausbildungs-Bewerbung an?

Du hast eine Ausbildung gefunden, die dir zusagt. Aber wie geht es jetzt weiter? Unsere Checkliste hilft dir dabei, mit deiner Bewerbung die Chancen auf deinen Wunschausbildungsplatz zu erhöhen.

1. Dein Lebenslauf:

Dein Lebenslauf ist quasi dein erstes digitales Händeschütteln. Er enthält alle Informationen, die dein*e potentielle*r Arbeitgeber*in über dich wissen sollte.

Struktur: Achte darauf, dass dein Lebenslauf gut strukturiert ist. Entgegen der allgemein verbreiteten Meinung darf er auch gerne auf zwei Seiten aufgeteilt sein, solange alle Informationen übersichtlich und klar dargestellt sind.

Deine bisherigen Erfahrungen: Hast du schon mal ein Praktikum absolviert? Oder in den Ferien gearbeitet? Schreibe deine praktischen Erfahrungen auf jeden Fall mit in deinen Lebenslauf.

Persönlich: Zeige, wer du bist – Hobbys und Interessen sind wichtig und geben deinem/deiner potentiellen Arbeitgeber*in einen Eindruck, ob ihr zusammenpasst. Aber beachte dabei, dass deine Hobbys entweder einen Bezug zu deinem Ausbildungsplatz herstellen oder von Engagement zeugen. „Zocken“ als Hobby solltest du zum Beispiel nicht aufführen - außer, du bewirbst dich bei einem/ einer*r Spiele-Entwickler*in.

 

2. Dein Anschreiben:

Das Anschreiben ist der Kern deiner Bewerbung. Hier fasst du in einem Absatz zusammen, warum du dich für die Ausbildungsstelle bewirbst.

Korrekt: Nichts ist unangenehmer als die falsche Anrede oder verkehrte Informationen zum Unternehmen. Achte also darauf, dass die richtige Person ansprichst und alles korrekt wiedergegeben ist.

Tipp! Wenn du nicht weißt, wen du adressieren kannst, kannst du auch bei dem Unternehmen anrufen und nach dem Namen des Ansprechpartners/ der Ansprechpartnerin für die Ausbildungsplätze fragen. Dabei zeigst du direkt, dass du bemüht bist, alles richtig zu machen.

Individuell: Standardtexte sind ein No-Go. Demonstriere, dass du dich mit dem Unternehmen und dem Beruf auseinandergesetzt hast.

Motivation: Mache deutlich, warum du genau diesen Beruf und dieses Unternehmen gewählt hast. Begründe deine Motivation mit deinen bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen.

 

3. Das Bewerbungsgespräch:

Den meisten Bewerber*innen graut es vor dem Bewerbungsgespräch. Wir sagen: zu Unrecht. In erster Linie soll das Bewerbungsgespräch beide Parteien gleichermaßen mit dem Gegenüber vertraut machen. Denk immer daran: Genauso wie du dich im Gespräch verkaufst, so verkauft sich auch dein*e potentielle*r Arbeitgeber*in. Schließlich konkurriert er/sie auch mit anderen Ausbildungsstätten um qualifizierte Arbeitskräfte. Außerdem bietet es dir die Chance, wichtige Fragen direkt zu klären und deinen Fit fürs Unternehmen deutlich zu machen.

Vorbereitung: Eine gute Vorbereitung ist das A und O. Was sind die Ziele des Unternehmens, bei dem du dich bewirbst? Was ist ihr Geschäftsmodell? Je mehr du über das Unternehmen weißt, desto wohler wirst du dich bei dem Bewerbungsgespräch und eventuellen Fragen fühlen.

Fragen stellen: Erkundige dich - sei es zu deinen zukünftigen Aufgabenbereichen, Prozesse im Unternehmen oder potentiellen Aufstiegschancen. Dies zeugt von ernsthaftem Interesse und hilft dir dabei, einen besseren Eindruck der Ausbildungsstelle zu bekommen.💡 Neun mögliche Rückfragen haben wir für dich gesammelt. 

 

Fazit: Deine Zukunft in einer Ausbildung mit Sinn

Sich für einen Karriereweg - sei es eine Ausbildung oder ein Studium - zu entscheiden, erscheint auf den ersten Blick für jede*n herausfordernd. Schließlich legst du hier den Grundstein für deine mögliche berufliche Zukunft. Aber: Mit der richtigen Vorbereitung und einer Prise Neugier kannst du den Weg finden, der dir am meisten zusagt und dich hoffentlich auch auf langer Sicht glücklich macht. Und das Schöne dabei: Wenn du dir eine Ausbildung mit Sinn suchst, zum Beispiel bei einer unserer GoodCompanies, startest du nicht nur in eine spannende Karriere, sondern nimmst auch noch positiven Einfluss auf unsere Welt. Also, worauf wartest du noch? Mach dich auf den Weg und Finde deine Ausbildung mit Sinn bei GoodJobs!

 

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