Karriere

9 Rückfragen, mit denen du im Vorstellungsgespräch punktest

“Hast du noch Fragen an uns?” Ja! Nutze deine Chance und beeindrucke Personaler*innen mit deinem Interesse.

Julia Dillan

12.10.2021

#becurious Schriftzug auf Ladenfenster

Gary Butterfield via Unsplash

Mit unseren Tipps zur Vorbereitung deines Vorstellungsgespräches und der potenziellen Interviewfragen von GoodCompanies bist du schon fast bereit, um dir deinen persönlichen GoodJob zu schnappen und Personaler*innen zu überzeugen. In diesem letzten Teil sammeln wir für dich noch den fast wichtigsten Part: deine Fragen! Denn nicht nur dein*e potenzielle*r Arbeitgeber*in soll ein gutes Bild von dir bekommen, auch du solltest abgleichen, ob du in dem Unternehmen arbeiten möchtest und ob eure Werte übereinstimmen.

“Hast du noch Fragen an uns?” Ein Nein wäre hier quasi ein Ausschlusskriterium! Lege dir in jedem Fall Rückfragen zurecht, die zeigen, dass du dich tatsächlich für die Stelle und das Unternehmen interessierst und dir Gedanken über die potenzielle Zusammenarbeit gemacht hast. Im Vorstellungsgespräch besser noch nicht nach zukünftigen Beförderungen oder dem ersten Urlaub fragen. Falls explizit schon etwas geplant ist, kann das im nächsten Schritt kommuniziert werden. Schaue ansonsten, welche Informationen du benötigst, um herauszufinden, ob du zur Stelle passt. Du fragst dich, wie viele Fragen du stellen solltest? Lieber zu viele als zu wenig, wir würden aber sagen, dass drei Fragen, die nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten sind, eine gute Basis darstellen.

Wie definiert ihr Erfolg für diese Stelle?

Ein guter Weg, um abzuklopfen, wie in dem Unternehmen gearbeitet wird. Gleichzeitig lernst du auch viel zur Arbeitsweise des Teams und was von dir erwartet wird. Bei GoodCompanies wird die Antwort wohl selten “möglichst viel Gewinn generieren” lauten, aber es ist dennoch wichtig, über die relevanten Ziele / Anforderungen Bescheid zu wissen. Wahrscheinlich wird auch hier auf Softskills eingegangen, die eventuell so noch nicht in der Ausschreibung standen. Die perfekte Möglichkeit, um abzugleichen, ob du dich in dem Team wohlfühlen wirst.

Wie sieht für euch ein typischer Arbeitstag aus?

Du kannst über die Arbeitsweise und die Aufgaben des Teams viel darüber herausfinden, wie sich dein potenzieller Arbeitsalltag gestalten wird. Wenn du nur im Gespräch mit der Personalabteilung und der Geschäftsführung bist, kannst du auch alternativ fragen, wie deine täglichen Aufgaben aussähen.

Wie laufen eure Arbeitsprozesse ab und welche Tools nutzt ihr? 

Ein Einblick in die Zusammenarbeit zu bekommen, ist Gold wert. Du bekommst ein erstes Bild darüber, wie der Arbeitsalltag aussehen wird und kannst abgleichen, welche Methoden und Programme du gegebenenfalls schon kennst. Wenn dem so ist, kommuniziere das! Damit hinterlässt du einen weiteren guten Eindruck.

Wie läuft bei euch die Einarbeitung ab?

Ein wichtiger Aspekt eines neuen Jobs: das Ankommen und Kennenlernen der Unternehmensstrukturen. Mit der Frage kannst du in Erfahrung bringen, ob es einen Einarbeitungsplan gibt, wer aus dem Team dich willkommen heißen wird oder ob du dir dein zukünftiges Gebiet selbst erarbeitest. Oft ist auch Not im Team und es beeindruckt zu merken, dass Bewerber*innen mitdenken und zu Bedenken geben, ob die Zeit zur Einarbeitung da ist.

Wie wird in eurem Unternehmen New Work gelebt?

Diese Frage hat uns im Kennenlerngespräch sehr beeindruckt. Da New Work eines unserer Fokusthemen ist, hat der*die Bewerber*in getestet, ob wir das auch selbst leben. Ganz nach dem Motto: practice what you preach. Die Frage kannst du natürlich auf jegliche andere Themen, für die sich GoodCompanies einsetzen, ummünzen: Nachhaltigkeit, Mobilitätswende oder Social Impact.

Wie arbeitet ihr in der aktuellen Zeit? Remote oder vor Ort? Und wie habt ihr während der Corona-Pandemie das Teamgefühl aufrecht erhalten?

Dieser Aspekt ist nicht nur wichtig für dich und deine Bedürfnisse, er zeigt eventuell auch, wie die Stelle zukünftig aussehen könnte. Wenn jetzt wieder 100 Prozent im Büro gearbeitet wird, könnte es beispielsweise schwierig werden, work from anywhere oder Workation zu vereinbaren. Auch lernst du mehr über die Teamkultur und ob die Positivität, die GoodCompanies in die Welt tragen wollen, auch intern gelebt wird. (Unter uns: Eine gute Teamkultur ist auch ein wichtiger Entscheidungsfaktor dafür, ob ein Unternehmen good ist oder nicht, wenn du das also suchst, bist du auf unserer Plattform richtig!)

Was sind aktuelle Herausforderungen in dem Bereich, für den ihr sucht?

Klar, ein Job hat nicht nur positive Seiten. Herausforderungen sind wichtig und sollten dir bestenfalls im Voraus bekannt sein. So kannst du erstens testen, ob du den Aufgaben gewachsen bist und zweitens zeigen, durch welche Ideen und Erfahrungen du das Team bei Problemlösungen unterstützen kannst.

Wie ist die Feedbackkultur bei euch?

Eine GoodCompany sollte wertschätzend und konstruktiv mit den Mitarbeitenden umgehen. Wir kennen keine Person, der dieser Aspekt bei dem Job mit Sinn nicht wichtig ist. Teste also schon im Voraus, wie wohl du dich mit der Feedbackkultur deines*r potenziellen*r Arbeitgeber*in fühlst.

Gibt es etwas in meiner Bewerbung, dass euch daran zweifeln lässt, dass ich die richtige Person für die Stelle bin?

Unausgesprochene Bedenken finden hier Raum, doch angesprochen und geklärt zu werden. Klar, die Frage bedarf Mut, wird aber belohnt! Dir mangelt es noch an relevantem Fachwissen? Vielleicht kannst du zeigen, dass du auch motiviert bist, vor dem Antreten der Stelle eine Weiterbildung zu absolvieren. Die Personaler*innen sind sich nicht sicher, ob deine Arbeitserfahrung für die alltäglichen Aufgaben ausreicht? Biete optional ein Probearbeitstag an! Mit guten Argumenten kannst du in dieser Frage die Interviewer*innen doch noch für dich gewinnen.

 

Mit unseren Tipps für Lebenslauf, Bewerbung und das Vorstellungsgespräch bist du nun optimal vorbereitet, um dir deinen GoodJob zu schnappen! Wenn du dich noch intensiver mit der Sinnsuche in deinem Arbeitsleben auseinandersetzen möchtest, kannst du dich gern durch unser Magazinressort ‘Karriere’ klicken. 

Der wichtigste Tipp zum Abschluss: Mach dich nicht verrückt! Jedes Vorstellungsgespräch bringt dich weiter, auch wenn du den Job am Ende nicht bekommst. Es liegt nicht automatisch an dir, manchmal liegt die Entscheidung zwischen nur guten Bewerber*innen. Wir bekommen regelmäßig das Feedback von unseren Companies, dass sie durchweg spannende, motivierte Bewerbungen bekommen. Wer Bammel vor dem Gespräch hat, profitiert kurz vorher vielleicht von einem Spaziergang an der frischen Luft, einer kurzen Meditation oder Atemübungen zur Nervenberuhigung - YouTube ist da dein bester Freund.

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