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Auf dem Weg zum GoodJob: Das perfekte Motivationsschreiben

Zur Bewerbung gehört nicht nur ein schicker Lebenslauf. Wie du deine Persönlichkeit auch in Textform vermittelst und GoodCompanies so richtig neugierig machst, erfährst du in diesem Artikel.

Julia Dillan

30.08.2021

Auf dem Weg zum GoodJob: Das perfekte Motivationsschreiben

© Green Chameleon via Unsplash

Zur Bewerbung gehört nicht nur ein schicker Lebenslauf. Klar, manchmal hast du Glück und deine Vita reicht aus. Ein Anschreiben kann aber eine tolle Chance sein, bestimmte Stationen in deinem Leben in Kontext zu setzen und genauer zu erklären, was du wo gelernt hast und wie du dein zukünftiges Unternehmen bereichern kannst. Wie du deine Persönlichkeit auch in Textform vermitteln kannst und GoodCompanies so richtig neugierig machst, erfährst du in diesem Artikel.

Motivations- oder Anschreiben? Der Unterschied

Wir sind der Meinung, dass bei Bewerbungen heutzutage das Motivationsschreiben das Anschreiben abgelöst hat. Zweiteres war früher eine recht formale Wiedergabe der im Lebenslauf angegebenen Stationen - nur in Textform. Das interessiert Personaler*innen mittlerweile weniger. Wenn der Lebenslauf interessant klingt, bekommen sie Lust, herauszufinden, was dich antreibt und mit welchen Ideen und persönlichen Zielen du das Unternehmen bereichern kannst. Ein Lebenslauf in Textform überzeugt also nicht unbedingt.

Mittlerweile ist das Anschreiben höchstens der kurze Text, den du in deiner Bewerbung per Mail schreibst. Das Motivationsschreiben kommt, genauso wie der Lebenslauf, in den Anhang. Beim Anschreiben kannst du dich kurz fassen. Sprich die gleiche Person (oder das Team) wie im Motivationsschreiben an, Schreibe ein paar prägnante Sätze, vielleicht wie du die Anzeige gefunden hast, was für dich herausgestochen hat, und welche Dokumente sich im Anhang befinden. Schließe damit ab, dass du dich über eine Rückmeldung freust und unterzeichne mit in der gleichen Form wie in den Bewerbungsdokumenten. Als Betreff kannst du “Bewerbung als …” schreiben.

Design und Layout deines Motivationsschreibens

Das Design ist nicht ganz so relevant wie beim Lebenslauf. Aber auch hier gibt es Vorlagen in Programmen wie Word oder Canva, mithilfe derer du dein Schreiben ansprechend gestalten kannst. ​​Versetze dich in den*die Personaler*in hinein: Du bewirbst dich auf eine kreative Stelle? Dann sollte dein Schreiben kein bloßes Worddokument sein. Bei einem Job in der Datenanalyse wird wahrscheinlich eher weniger Wert auf Design gelegt. Achte darauf, dass dein Motivationsschreiben zu deinem Lebenslauf passt. Beschränke dich auf eine A4 Seite. Nutze Schriftgröße 10 - 12 Punkt und einen Zeilenabstand von 1,2 - 1,5 Zeilen. 

Wie im klassischen Briefformat gehören die Absenderdaten (Name, Adresse, E-Mail, Telefonnummer) oben hin und die Empfängerdaten versetzt darunter auf die linke Seite des Dokuments. Schreibe auf die rechte Seite, abgetrennt von der Absenderadresse, das Datum. Auch eine fettgedruckte Betreffzeile gehört dazu. Lass das Wort “Betreff” in der Zeile weg. “Bewerbung als …” bietet sich an. 

Die Struktur des Anschreibens sieht ungefähr so aus: 2-3 einleitende Sätze, 3-5 kurze Absätze Hauptteil und 2-3 Sätze zum Abschluss. Versuche, einen roten Faden zu schaffen, vielleicht nimmst du auch am Ende Bezug auf deine Einleitung.

Wen spreche ich eigentlich an?

In der Ansprache ist es wichtig, die richtige Person zu wählen - wenn diese in der Stellenanzeige angegeben ist. Achte auf eine genderneutrale Formulierung. Wenn keine Ansprechperson angegeben ist, kannst du gegebenenfalls anrufen und nachfragen, wir bei GoodJobs bevorzugen die Adressierung an das Team. Ob du die Adressat*innen duzt oder siezt, liegt ein wenig an deiner eigenen Einschätzung, der Recherche zum Unternehmen und der Formulierung in der Stellenanzeige. Wenn du in der Anzeige geduzt wirst, kannst du auch das Team duzen. Wenn du dir trotz Recherche unsicher bist, bleibe beim ‘Sie’.

Die Einleitung - lieber kein 08/15

Der Standardsatz “Hiermit bewerbe ich mich als…” kommt nicht gut an. Personaler*innen lesen tagtäglich Bewerbungen und freuen sich, wenn Menschen herausstechen und sich Gedanken gemacht haben. Für den Einstieg bieten sich deine eigenen Werte (sofern sie natürlich zum Unternehmen passen), eine These oder eine persönliche Geschichte, die dich zur Bewerbung bei dem Unternehmen motiviert hat, an. Zeige, was dich am Unternehmen, der Unternehmensmission, dem Produkt oder der Dienstleistung besonders interessiert und dass dein Anschreiben keine Massenmail ist.

Der Hauptteil - es geht ans Eingemachte

Gib nicht stur den Lebenslauf wieder, gehe stattdessen konkret auf Fähigkeiten, Erfahrungen und Gelerntes ein. Genauso solltest du aufzeigen, inwiefern du den Anforderungen in der Stellenanzeige entsprichst - inklusive Belegen. Suche dir von deinen persönlichen Stärken die relevantesten heraus und konkretisiere, wie diese das Unternehmen bereichern. Freizeitliches Engagement ist ein guter Aufhänger, um relevante Kompetenzen zu verdeutlichen - werde konkret. 

Nimm Bezug auf die Stellenausschreibung und das Unternehmen. Schaue, dass du nicht zu ich-orientiert schreibst, du kannst z. B. die Sie’s/Du’s/Ihr’s zählen, um auf Ausgewogenheit zu achten. Du kannst dich auch am Ich-Sie-Wir Prinzip orientieren: Schreib einen Absatz über dich und wie du ins Unternehmen passt, einen Absatz darüber, was dich am Unternehmen begeistert und im letzten Absatz bringst du beide Aspekte zusammen und sprichst über die Zusammenarbeit. 

Insbesondere bei GoodCompanies zählt nicht nur die Arbeitserfahrung, Personaler*innen wollen Menschen, die ähnliche Werte wie das Unternehmen vertreten und Lust haben, nachhaltig etwas zu bewegen! Zeig ihnen also wofür du brennst - Motivation ist manchmal mehr Wert als das dritte Praktikum.

Ein runder Abschluss

Formuliere am Ende einen Wunsch nach einem Vorstellungsgespräch. Vermeide dabei den Konjunktiv - das wirkt selbstsicherer. Auch damit musst du dich natürlich wohlfühlen und ein gesundes Mittelmaß finden. Falls in der Stellenanzeige gefordert, beantworte unbedingt alle gestellten Fragen (z.B. nach Eintrittsdatum oder Gehaltsvorstellungen). Eine Möglichkeit ist es auch, einen Schnuppertag bzw. ein Probearbeiten anzubieten. Schließe mit einer Grußformel und deiner Unterschrift ab.

Im Anhang

Auf einer neuen Seite solltest du unbedingt gelöste Aufgaben anhängen, falls welche gestellt wurden. Wenn du Extragedanken hast, teile sie. Durch solche Informationen stichst du aus der Menge heraus und lieferst einen Aufhänger für das Vorstellungsgespräch. Das könnte ein Projekt sein, das du gestaltet hast, ein Grafikdesign oder ein veröffentlichter Text, falls du dich auf eine passende Stelle bewirbst. Letztendlich sind das Arbeitsproben und verhelfen den Lesenden zu einem runden Bild von dir.

 


Zeige, dass du dich mit dem Unternehmen und der Stelle beschäftigt hast, schicke nicht einfach die gleichen Unterlagen als Massenmail raus. Wenn du dir Zeit für eine Bewerbung nimmst und dir Mühe gibst, wird auch das Ergebnis besser. Lieber ein paar verschickte Bewerbungen weniger, dafür mehr Persönlichkeit und Aussagekraft.

Bevor du deine Bewerbung abschickst, solltest du die Bestandteile durch ein Rechtschreib- und Kommaprogramm jagen. Außerdem ist es ratsam, zwei bis drei andere Menschen über die Bewerbung lesen zu lassen - ist das Geschriebene schlüssig, macht Lust auf mehr? Feedback und Austausch ist das A und O für die wirklich perfekte Bewerbung!

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