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Christine Braunschmidt
Verwaltung & Finanzen
Als Initiative setzt sich der gemeinnützige Mobile Retter e.V. seit Anfang 2014 für die Verbreitung der Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierung in Deutschland ein. Wir helfen Gebietskörperschaften (Kreise, Städte etc.) und den dort ansässigen Leitstellen bei der strukturierten Implementierung und dem nachhaltigen Regelbetrieb. Der Verein verfügt über tiefgreifende Erfahrungswerte und Kompetenzen in den Bereichen Projektmanagement, aktives Ehrenamtsmanagement sowie Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. Durch den künftigen Einsatz von Mobilen Helfern leistet der Verein zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH) einen Beitrag zur systematischen Einbindung der Bevölkerung in außerordentlichen Notlagen.
Mithilfe der Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierung werden medizinisch qualifizierte Ersthelfende, die sich in unmittelbarer Nähe zum Notfall befinden, nach Wahl des Notrufs 112 durch die Leitstelle über die GPS-Komponente ihrer Smartphones geortet und parallel zum Rettungsdienst alarmiert. Die Rettungskette wird somit durch die SbEA gestärkt, ohne eine Änderung an der bisherigen etablierten Struktur des Rettungsdienstes vorzunehmen.
Mobile Retter können allein durch die örtliche Nähe oft schneller als der Rettungsdienst am Notfallort sein und bis zu dessen Eintreffen bereits qualifizierte lebensrettende Maßnahmen einleiten, die gerade in den ersten Minuten oft entscheidend sind.
Mittlerweile sind die Mobilen Retter mit Unterstützung des Mobile Retter e.V. in über 40 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland aktiv. Weitere Regionen befinden sich im Aufbau. Die inzwischen über 22.000 aktiven Mobilen Retter konnten in mittlerweile über 40.000 Einsätzen mit einer durchschnittlichen Eintreffzeit in Höhe von 03:40 Minuten helfen, Menschenleben zu retten. Bereits über 8.600.000 Menschen in sieben Bundesländern können sich so ein bedeutendes Stück sicherer fühlen, bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zusätzliche qualifizierte Hilfe zu erhalten (Stand: April 2025; quartalsweise aktualisiert unter www.mobile-retter.org/einsatzstatistiken).
In außerordentlichen Notlagen und vergleichbaren Ausnahmesituationen sind der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft in Deutschland enorm. Nicht zuletzt in der Flutkatastrophe des Jahres 2021 in Regionen Nordrhein-Westfalens und Rheinland-Pfalz‘ haben wir erleben dürfen, wie spontan Hilfsbereitschaft entsteht und Hilfe angeboten wird. Insbesondere ungebundene Helfende – die in keine festen Strukturen wie Hilfsorganisationen oder die Feuerwehr eingebunden sind – spielen in diesen Situationen eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund fördert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit 2022 die Konzeption und Realisierung des Projektes Mobile Helfer durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH). In Zusammenarbeit mit dem Mobile Retter e.V. ist es das Hauptziel, das Engagement der Bevölkerung zu fördern, indem ungebundene Helfende systematisch gebündelt in Einsätze des Bevölkerungsschutzes integriert werden. Weitere Infos unter: www.mobile-helfer.org
Du möchtest dich gemeinsam mit uns den Herausforderungen zur systemischen Veränderung von Gesundheitswesen, Bevölkerungsschutz und Rettungsdienst in Deutschland stellen? Du möchtest den weiteren sozialunternehmerischen Ausbau der Mobile Retter-Initiative aktiv mitgestalten? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung.
Christine Braunschmidt
Verwaltung & Finanzen