„Nachhaltigkeit“ wird inflationär als Modebegriff für viele Themen genutzt. Doch unterschätzen sollte man das Thema deswegen auf gar keinen Fall. Denn egal ob erneuerbare Energien, Mobilität, Ressourceneffizienz oder Ernährung: „Grüne“ Startups krempeln all diese Branchen um und zeigen, dass sie die ökonomische, technologische und gesellschaftliche Entwicklung nicht nur vorantreiben können, sondern durch ihre Innovationen und schlanken Geschäftsprozesse wortwörtlich nachhaltig verändern.

So liegt in Deutschland der Anteil an Gründungen aus den der „Green Economy“ zuzurechnenden Sektoren laut einer Erhebung des renommierten Borderstep Instituts bereits bei über 15 Prozent. Die Bandbreite grüner Start-ups ist groß und umfasst Kleinwindanlagen, Upcycling-Produkte, Crowdfunding-Plattformen oder nachhaltige Mode. Zudem nimmt die Vielfalt an Jobs in nachhaltigen Start Ups stark zu.
Wir haben elf solcher Erfolgsgeschichten zusammengetragen, bei denen ein fairer Handel und ein respektvoller Umgang mit den Ressourcen unserer Erde zu den Grundprinzipien gehören.

1. ZOLAR

Zolar LogoZOLAR ist ein schnell wachsender Online-Anbieter von Solaranlagen und Speichersystemen. Die Mission des Teams ist es, die Energiebranche fundamental zu verändern und dabei einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Produkte ermöglichen privaten Haushalten den Einstieg in die eigene grüne Energieversorgung. Sie sollen Menschen für saubere Energie begeistern und Ökostrom so zur Selbstverständlichkeit machen, um dadurch mehr Unabhängigkeit von großen Energieversorgern zu ermöglichen.

2. Ecosia

Ecosia LogoEcosia, die Suchmaschine die Bäume pflanzt, ist eines der führenden Social-Start-ups in Deutschland. 2014 errichtet das Unternehmen sogar eine eigene Solaranlage, um die Energie für jede Suche zur Verfügung zu stellen. Die Vision: eine ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltigere Welt zu schaffen. Dafür lässt Ecosia Bäume pflanzen, finanziert über die Gewinne aus den Suchanfragen. Dank der 7 Millionen Nutzer*innen sind es bis heute schon 20 Millionen. Doch das Team braucht alle Unterstützung, die es bekommen kann, denn das Ziel ist deutlich ambitionierter: eine Milliarde Bäume bis 2020.

3. Happy Cheeze

Happy Cheeze LogoEine Brotzeit ohne Käse? Klingt erst einmal nach Verzicht. Dass es das aber keinesfalls sein muss, will Happy Cheeze beweisen. Das junge Unternehmen aus Cuxhaven ist angetreten, auf der Basis von Cashewkernen vegane Alternativen zu verschiedenen Milchprodukten herzustellen. Von Streich-Alternativen über gereifte Kreationen, von Drinks über Cakes, bis hin zu Joghurt-Alternativen ist einfach alles dabei. Das Team entwickelt all das in der hauseigenen Manufaktur – und verwendet hierzu ausschließlich natürliche Rohstoffe in Bio-Qualität.

4. COUP

COUP LogoCOUP bietet einen der modernsten E-Scooter der Welt, exklusiv im Sharing-Modell. Über die App kann man jederzeit und überall einen Elektroroller ausleihen. So ist man nicht mehr auf den Fahrplan angewiesen, muss kein Vermögen für Taxifahrten ausgeben und ist in der Stadt beweglicher und vor allem unabhängiger. Mit ihrem Scooter-Sharing-Modell verfolgt Coup somit das Ziel, urbanes Leben neu zu vernetzen.

5. Sono Motors

Sono Motors LogoZum Schutz der Ressourcen und der Umwelt müssen weltweit dauerhaft wesentlich weniger Fahrzeuge pro Jahr produziert werden. Nur intelligente, alltagstaugliche und ressourcenschonende Mobilitätskonzepte werden die Umsetzung dieser Vision ermöglichen. Dafür hat sich Sono Motors das Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Jahren zum weltweiten Mobilitäts- und Energiedienstleister zu werden und einen signifikanten Beitrag zur Reduktion des globalen CO₂-Ausstoßes zu leisten. Der erste Schritt auf dem Weg dorthin entwickelt das Unternehmen ein Elektroauto, das sich auch über die eigene Karosserie auflädt.

6. Original Unverpackt

Original Unverpackt LogoSeit November 2012 arbeitet Original Unverpackt daran, den Traum vom plastikfreien und unverpackten Einkaufen wahr werden zu lassen. Dabei arbeiten große Teile des Teams selbst neben Job und Studium an Geschäftsplänen, Lieferantennetzwerken oder Crowdfunding-Kampagnen. Außer dem Supermarkt gehören zu Original Unverpackt auch ein Online-Shop und ein Online-Magazin, immer mit einem Ziel: die Welt müll- und plastikfreier zu gestalten.

7. Oatly

Oatly LogoOatly wurde in den 1990er-Jahren gegründet und basiert auf schwedischen Forschungen der Universität Lund. Die patentierte Enzymtechnologie des Unternehmens kopiert den natürlichen Prozess der Natur und verwandelt ballaststoffreichen Hafer in eine Milchalternative, die perfekt auf den Menschen abgestimmt ist. Das Ziel des Unternehmens besteht darin, es den Menschen leicht zu machen, das, was sie essen und trinken, in persönliche Momente der gesunden Freude umzuwandeln, ohne dabei die Ressourcen des Planeten rücksichtslos zu besteuern.

 

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8. ReCup

ReCup Logo Kaffee zum Mitnehmen gehört für viele zum Alltag – und damit auch Einwegbecher, die eine große Menge Ressourcen verbrauchen. Das muss nicht sein, wie ReCup mit seinem Mehrweg-Pfandsystem zeigt. Das Start-up bietet ein innovatives und nachhaltiges Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher an. Dabei ist es dem Team besonders wichtig, die To-go-Philosophie aufrecht zu erhalten und den Kaffeegenießern sowie den Anbietern gleichermaßen eine unkomplizierte und attraktive Alternative zum Einwegbecher bereitzustellen. Ihre Vision ist es, das Coffee-to-go-Geschäft zu revolutionieren und den Kaffee im Einwegbecher für immer von der Bildfläche verschwinden zu lassen.

9. Agrilution

Agrilution LogoInspiriert von Vertical Farming und mit der Vision, zukünftig Salate und Kräuter immer frisch in der eigenen Küche zu ernten – ohne Pestizide gewachsen, vollgepackt mit Nährstoffen und Vitaminen – wurde 2013 Agrilution gegründet. Das Zauberwort lautet Smart Gardening für zu Hause, anders gesagt: ganzjährig frische Kräuter und Salate in den eigenen vier Wänden anzubauen. Im plantCube kann man auf acht Feldern sogenannte Greens sprießen lassen, ganz ohne grünen Daumen! Und das Beste: Mit der myagrilution-App kann man jederzeit und von überall sehen, wie es den Pflanzen geht und sogar, wann man sie ernten kann.

10. Too Good to Go

Too Good to Go LogoToo Good To Go ist die App zur Lebensmittelrettung. Das Start-p dahinter setzt sich für eine Welt ein, in der produzierte Lebensmittel auch konsumiert werden. Global wird mehr als ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen, in Deutschland sind das 19 Millionen Tonnen pro Jahr. Um dieser sinnlosen Ressourcenverschwendung zu begegnen, hat sich das Team ein Konzept erarbeitet, das gastronomische Betriebe mit Kunden per App vernetzt. So können überproduzierte Lebensmittel zum reduzierten Preis vermittelt werden. Über Too Good To Go wurden so schon knapp fünf Millionen Mahlzeiten gerettet und dadurch 7500 Tonnen CO2 eingespart.

11. Eigensonne

Eigensonne LogoEIGENSONNE ist ein nachhaltiges Tech-Start-up aus Berlin, das saubere und smarte Sonnenenergie für private Haushalte realisiert. Die Vermarktung und Planung von Solaranlagen mit und ohne Speicher wurde hier komplett digitalisiert und automatisiert. Ziel ist es, den Online-Markt für private Fotovoltaik-Anlagen in den kommenden Jahren neu zu definieren. An der Seite des Teams steht ein großer deutscher Energieversorger, der die langfristige finanzielle und strategische Stabilität des Start-ups gewährleistet.

 

Das Spektrum an Start-ups, die sich dem Druck des Profits entgegenstellen und Fairness, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit an erste Stelle setzen, ist also groß. Passende GoodJobs findest du auf unserer Seite. Viel Erfolg beim Weltverbessern!

 

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