Im Zuge unserer Aktion Diversity ist nicht alles – #inclusionmatters wollten wir nicht nur mit Expert*innen und Aktivist*innen aus dem Bereich sprechen, sondern uns auch mit unseren GoodCompanies austauschen, von ihnen lernen und ihre Strategien oder Ansätze erfahren. Wir haben sie gefragt: “Was bedeutet Inclusion für euch?”

Ihr Verständnis von Inclusion wollen wir nun zum Abschluss der Aktion gern mit euch teilen. Vielleicht entdeckt ihr dabei passende Arbeitgeber, denen diverse Teams und Vielfalt im Unternehmen ein wichtiges Anliegen sind. Oder ihr erfreut euch einfach an der Vielzahl von Organisationen, die sich bereits – auf unterschiedlichste Art und Weise – mit den Themen auseinandersetzen. 

Mogli Naturkost – Wenn Demeter und Diversität sich die Hand reichen

Das Ziel des Snack-Herstellers in Demeter- und Bio-Qualität ist es, natürliche und bio-dynamische Lebensmittel gesellschaftsfähig zu machen. Diversity und Inclusion wird bei ihnen ganzheitlich betrachtet: “Inklusion bedeutet für uns, nicht nur in den eigenen 4-Büro-Wänden die Vielfalt zu leben. Unsere internationalen Backgrounds lieben wir und machen sie uns zu Nutzen. Wir schauen aber auch weiter und betrachten die gesamte Lieferkette – auch unsere langjährigen Partner*innen gehen bewusst mit dem Thema Diversität um. Besonders in der Demeter Landwirtschaft ist dieser Gedanke stark verankert.”

GSUB – Meinungspluralität als positive Ressource

Die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH, kurz: GSUB, engagiert sich als Dienstleister für Fördermittelmanagement und Beratung in der Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpolitik und in den Bereichen Inklusion und Teilhabe: „Inklusion bedeutet für uns, dass Verschiedenheit als positive Ressource anerkannt wird. Dazu benötigen wir Herz, Haltung, Toleranz und Lust auf Meinungspluralität. Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich!“

Triodos Bank – Verschiedene Menschen, ein Ziel

Europas führende Nachhaltigkeitsbank setzt sich mit ihrer Arbeit für einen positiven Wandel in der Gesellschaft ein. Mit ihren Krediten finanzieren sie seit 1980 ausschließlich Unternehmen und Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Kultur. Diverse Teams sind dabei für sie ein absoluter Gewinn: "Inclusion bedeutet für uns ein gleichberechtigtes Zusammenarbeiten an unserem Ziel, nachhaltiges Banking voranzubringen. Wir teilen alle ein Ziel und sind individuell ganz unterschiedlich. Letzteres ist eine Bereicherung."

Sir Plus – Lebensmittel und Lebewesen in jeder Form und Vielfalt

Die Rettermärkte und der Online Shop von Sir Plus bringen überschüssigen aber bestens genießbare Lebensmittel in den Kreislauf zurück und wollen damit Lebensmittelretten zum Mainstream machen. Im Bereich Diversity und Inclusion legen sie dabei besonderen Wert auf gegenseitigen Support: “Inclusion bedeutet für uns soziale Verantwortung aktiv zu leben und sowohl unsere Mitmenschen als auch Mitarbeiter*innen in ihrer Verschiedenheit zu bestärken. Wir möchten jeder und jedem gleichermaßen den richtigen Support und das richtige Setting bieten, um gemeinsam zu wachsen. Denn nicht nur Lebensmittel, sondern auch Lebewesen schätzen wir in jeglicher Form und Vielfalt."

Stiftung Pfennigparade – Menschlich all-inclusive

Hier ist Diversity und Inclusion immer an der Tagesordnung: Die Stiftung Pfennigparade beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter*innen mit und ohne Körperbehinderung in ihren Kinderhäusern, Schulen, Wohnangeboten, Pflegediensten, medizinisch- therapeutischen Angeboten, Werkstätten sowie Inklusionsbetrieben. Deshalb spielt Inklusion und Teilhabe für sie eine ganz grundsätzliche Rolle: “Inclusion ist für uns eine Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung unkompliziert in allen Lebensbereichen zusammenleben und sich gegenseitig inspirieren können.” Ihre Teams sind deshalb vor allem menschlich mit aller Verschiedenartigkeit inklusive.

Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost – Gemeinsam viel bewegen

Im Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost engagieren sich Menschen für Menschen – in den Kirchengemeinden vor Ort und in vielfältigen Arbeitsbereichen. Er ist der größte Kirchenkreis in Deutschland und kann deshalb viel in Hamburg bewegen. Deshalb ist ihnen auch die Vielzahl an Fähigkeiten und Persönlichkeiten sowie deren Entfaltung wichtig: “Inclusion bedeutet für uns, wertzuschätzen wer da ist und vielseitig Chancen zu bieten. Die Vision von einer besseren, versöhnten Welt ist seit jeher unser Antrieb.“ 

Waldorfshop – Eine diverse Arbeitsgemeinschaft für kreative Wege im Einzelhandel

Der Waldorfshop wurde 2007 von dem damaligen Schüler, Armin Steuernagel gegründet, um Eltern zu unterstützen, auch im Kauf von Spielzeug und Schulmaterial, den Idealen der Waldorfpädagogik zu folgen. Seit 2017 ist er Mitglied der Purpose-Familie und gehört sich damit selbst. Unternehmerisch sich deshalb das Team dem Ideal der Selbstverwaltung. Das hat natürlich auch einen direkten Einfluss auf die Art der Zusammenarbeit sowie die Zusammenstellung des Teams: “Gemeinsam und selbstbestimmt an der Verwirklichung einer Idee zu arbeiten, das ist es, was Waldorfshop ausmacht. Jede*r Einzelne ist ein*e Mitarbeiter*in in diesem Sinne, jede*r Einzelne trägt seinen oder ihren ganz individuellen, einzigartigen Glanz dazu bei und lässt eine Arbeitsgemeinschaft entstehen, die im Wirtschaftsleben kreativ und lebendig neue Weg sucht und geht.”

Junglück – Startschuss für Inclusion nach innen und außen

Der Hersteller von natürlicher Kosmetik hat sich zum Ziel gemacht auf dem Kosmetikmarkt ein Umdenken im Hinblick auf Transparenz und Nachhaltigkeit anstoßen und den Plastikmüll zu reduzieren. Außerdem möchten sie als Unternehmen soziale Verantwortung übernehmen, weshalb sie sich ihrer Strahlkraft als “Stimme nach außen” und gleichzeitig die Wichtigkeit des Wirkens nach innen bewusst: "Inclusion bedeutet für uns, uns unserer Reichweite bewusst zu sein und Verantwortung zu übernehmen, Inclusion zu einem Normalzustand zu bewegen. Wir müssen gleichzeitig offen gestehen, dass wir da noch am Anfang stehen. Auch wir mussten bei eurer Anfrage feststellen, dass unser Social Media Auftritt und ebenso unser Team noch wenig divers ist. Das hat uns zum Nachdenken angeregt. Daher möchten wir diese Kampagne als Anstoßpunkt nehmen, uns mit der Thematik verstärkt auseinanderzusetzen.“

Deutsche Welle – Zuhören statt Recht haben

Die Deutsche Welle ist Mitglied der ARD und der Auslandssender Deutschlands. Sie verbreitet weltweit journalistische Angebote – multimedial und in 30 Sprachen. Darüber hinaus stärkt die DW Akademie das Menschenrecht auf Informations- und Meinungsfreiheit in 50 Entwicklungs- und Schwellenländern. Sie leben Diversity und Inclusion dadurch allein schon durch ihre vielen Angebote und Standorte. Was sie auszeichnet ist also der interkulturelle Austausch und das Streben nach gegenseitigem Zuhören: “Inclusion bedeutet für uns mal weniger recht haben und mehr teilhaben.”

AllBright Stiftung – Für mehr Frauen in der Führung

Die AllBright Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Stockholm und Berlin. Sie setzt sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft ein. Sie wollen zeigen, dass sich mit gemischten Führungsteams die Profitabilität und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigert. Das machen sie anhand von Studien und Fakten, die zum Handeln bewegen sollen. Sie legen ihren Fokus bei ihrer Arbeit also auf gleiche Karrierebedingungen für alle: “Inclusion bedeutet für uns, dass alle Menschen gleichermaßen gehört, wertgeschätzt und ernst genommen werden – die Voraussetzung für Chancengleichheit in der Arbeitswelt.”

SozDia Stiftung – Vielfalt, Demokratie und Nachhaltigkeit in der DNA

Bei der SozDia zu arbeiten bedeutet Teil eines großen, sich unterstützenden Teams zu sein. Sie machen sich mit ihren 550 Mitarbeiter*innen in über 50 Einrichtungen und acht Fachbereichen (Kita, Hilfen zur Erziehung, Gemeinwesenarbeit, Schule, Übergänge in Arbeit, Sozialpsychiatrische Assistenz, Wohnungslosennotfallhilfe und Kinder- und Jugendklubs) stark für die Werte Vielfalt, Demokratie und Nachhaltigkeit und leben diese innerhalb vieler Projekte und Aktionen. Für sie ist also Inclusion Teil der Organisations-DNA und bedeutet konkret “Teilhabe, in der alle Menschen mitgedacht werden, mitsamt ihren verschiedenen Lebenswelten.”

Soulbottles – Diskriminierungsfreie Kommunikation und Anti-Rassismus-Trainings

Das Eco-Start-up aus Berlin produziert und vertreibt 100% plastik- und weichmacherfreie Trinkflaschen fair und klimaneutral in Deutschland. Das selbstverantwortliche Arbeiten im Team basiert dabei auf dem Ansatz der Holocracy und mit GFK schaffen sie eine empathische Kommunikation in der Zusammenarbeit. Deshalb sind sie sehr darauf bedacht sich im Bereich Inclusion immer weiterzuentwickeln: “Inclusion bedeutet für uns, uns immer wieder selbst zu hinterfragen. Wir legen großen Wert auf einen diversen Arbeitsplatz und eine diskriminierungsfreie Kommunikation. Als ein mehrheitlich weiß sozialisiertes Team, haben wir aber gelernt, dass das noch lange nicht reicht. Deswegen hören wir zu, bilden uns fort, besuchen Anti-Rassismus-Workshops und haben eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit sämtlichen -ismen beschäftigt. Ziel ist es, ständig unsere Strukturen zu prüfen und zu erkennen, woran wir noch arbeiten müssen. Denn es liegt noch ein weiter Weg vor uns, den wir Schritt für Schritt gemeinsam gehen."

Bracenet – Ein vielseitiges Team braucht agile Möglichkeiten

Bracenet ist mehr als nur ein Armband. Das Start-up stellt Armbänder aus ehemaligen Geisternetzen her und möchte sich damit für den Meeresschutz einsetzen. Dabei zählen sie auch auf die Zusammenarbeit und -wirken mit Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Menschen, die unsere Mission tragen. Sie leben Inclusion in ihrem Team immer mit den Blick auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen: "Inclusion bedeutet für uns jeden Tag etwas anderes: Inclusion muss flexibel sein, denn es geht um die vielseitigen Menschen in unserem Team, nicht um ein starres Konzept.“

Schwarzkopf Stiftung – Unterschiedlichkeit mit gleichen Chancen

Die überparteiliche Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa wurde 1971 von Pauline Schwarzkopf in Hamburg gegründet. Die Vision der Stiftung ist ein Europa der Offenheit, Solidarität und Demokratie – als Spiegelbild einer toleranten, weltoffenen und pluralistischen europäischen Zivilgesellschaft. Es geht also vor allem um das Empowerment von jungen Menschen hin zu aktiven Bürger*innen Europas, die durch ihr Engagement sowohl zu einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft als auch zu einer friedlichen, von gegenseitigem Verständnis und Solidarität geprägten Zusammenarbeit in Europa beitragen. Das schaffen sie nur, wenn sie alle an einen Tisch holen: „Inklusion bedeutet für uns das Einstehen für Gleichheit in der Differenz. Das bedeutet konkret, dass marginalisierte Gruppen als Gleiche behandelt werden, wobei die Unterschiedlichkeit ihrer Lebenskontexte und Bedürfnisse anerkannt und berücksichtigt werden müssen.“

AfB gemeinnützige GmbH – Barrierefreiheit in einem nachhaltigen IT-Unternehmen

AfB ist Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen mit ökologischem und sozialem Anspruch. Durch die Aufbereitung gebrauchter Hardware leisten sie einen erheblichen ökologischen Beitrag: die Vermeidung von Elektroschrott. Alle Arbeitsschritte sind bei ihnen barrierefrei. An 20 Standorten in fünf Ländern arbeiten 450 Mitarbeiter*innen, davon 45% Menschen mit Behinderung. Für sie ist die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung der Schlüssel für eine bessere Arbeitswelt – und das leben sie voll und ganz: „Diversity bedeutet, ich darf mitmachen. Inklusion heißt, ich bin genauso viel wert.“

Teach for Austria – Inclusion als Schlüssel für gerechte Bildungschancen


Bei Teach for Austria dreht sich alles um gerechte Bildungschancen für alle. Mit  ihrem Fellowprogramm bringen sie besonders geeignete Hochschulabsolvent*innen an herausfordernde Mittelschulen, Polytechnische Schulen und Kindergärten. Als inspirierende Lehrkräfte und Pädagog*innen setzen sie sich für Kinder mit schwierigen Startbedingungen ein. Ihre Mission ist  “Weil Bildung kein Privileg sein soll” spiegelt sich in ihrer Definition von Inclusion wieder: “Inclusion bedeutet für uns gemeinsam einen Platz für alle zu kreieren - unabhängig von deren Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung, Herkunft, Sprache, Bildung oder Religion.”

 

 

Vielen Dank an alle GoodCompanies, die ihre Bedeutungen von Inclusion mit uns geteilt haben. Wir sind stolz mit so großartigen Organisationen zusammenzuarbeiten! Uns ist es am Ende noch wichtig zu betonen, dass bereits jeder noch so kleine Schritt im Unternehmen einen großen Unterschied machen kann. Das haben wir schon jetzt – am Anfang unserer Reise hin zu einem inklusiven Unternehmen – gemerkt. Auch wir haben lediglich den ersten Schritt gemacht, freuen uns aber darauf auch in Zukunft unsere Erfolge und Schritte mit euch zu teilen.