Ein Coffee to go auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause ein schnelles Essen zum Mitnehmen und natürlich Getränke aus Plastikflaschen: Ohne es wirklich zu merken, produzieren wir im (Büro-)Alltag jede Menge Plastikmüll. Das ist nicht nur unnötig, sondern hat auch Konsequenzen für die Umwelt und unsere Gesundheit.

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Wie viel Plastikmüll allein in den Weltmeeren schwimmt, weiß heute niemand so genau. Doch sicher ist, er ist mittlerweile überall. Experten sprechen sogar davon, dass es fast unmöglich geworden ist, unsere Meere komplett vom Plastik zu befreien.

Plastiksünder Deutschland

Die Erkenntnis, dass wir endlich weniger Plastikmüll produzieren und auf umweltfreundlichere Alternativen umsteigen müssen, scheint sich weitestgehend durchgesetzt zu haben. Doch bisher ist es nur bei guten Vorsätzen geblieben. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln ist der Pro-Kopf-Plastikverbrauch in Deutschland zwischen 2005 und 2015 um fast 30 Prozent gestiegen.

Jeder Deutsche produziert demnach jährlich etwa 37 Kilogramm Plastikmüll – damit liegen wir sechs Kilogramm über dem EU-Durchschnitt. Doch es geht noch schlimmer. Die größten Plastiksünder Europas sind mit 60 Kilogramm pro Person nämlich die Iren.

Neue EU-Richtlinien

Mit der „Plastiktüten-Richtlinie“ hat die EU bereits 2016 den ersten Versuch gewagt, den Plastikverbrauch zu reduzieren. Demnach soll der Verbrauch von Plastiktüten bis zum Jahr 2025 auf 40 Stück pro Bürger gesenkt werden.

Der Haken an dieser Richtlinie ist allerdings, dass die Umsetzung komplett in den Händen der Mitgliedstaaten liegt und es daher keine einheitlichen Regelungen gibt. Zudem werden dicke und sehr dünne Plastiktüten (in denen Supermärkte häufig Obst oder Wurstwaren verpacken) nicht berücksichtigt und dürfen auch in Zukunft ohne Einschränkung verwendet werden. Wirklich konsequent klingt das nicht.

Doch jetzt scheint sich in Brüssel etwas zu bewegen. Die EU-Kommission plant ein europaweites Verbot von Einwegplastik, wie zum Beispiel Strohhalme oder Einwegbesteck. Zusätzlichen sollen auch die Hersteller von bestimmten Wegwerfartikel stärker in die Pflicht genommen werden, in dem sich an den Kosten für die Umweltsäuberung und Informationskampagnen beteiligen müssen.

Kleiner Input – große Wirkung

Die Verabschiedung und Umsetzung des Verbots dürfte allerdings noch Jahre dauern. Umso mehr liegt es an uns Verbrauchern endlich umzudenken. Das Ziel ist klar: Unnötigen Plastikmüll vermeiden.

Und das ist gar nicht so umständlich wie viele denken, denn es gibt auch für den (Büro-)Alltag plastikfreie und vor allem praktische Alternativen. Wir stellen dir unsere Favoriten vor.

1.    Wiederbefüllbare Trinkflaschen
BPA-frei (Bisphenoal A ist eine Chemikalie, die im Verdacht steht im Körper wie ein Hormon zu wirken und und für viele Plastikflaschen verwendet wird), langlebig und dabei noch super trendy! Die befüllbaren Trinkflaschen von Klean Kanteen und 24 Bottles sind praktischer als jede Plastikflasche. Die Flaschen sind nicht nur leicht und damit perfekt für Unterwegs, sondern lassen sich auch ganz unkompliziert in der Spülmaschine reinigen.

2.    Mehrweg-Kaffeebecher
Es gibt sie, die Alternative zum Einweg-Kaffeebecher! Der Coffee-to-go-Becher von Emsa ist einfach zu reinigen und lange verwendbar. Unser Favorit ist der Travel Mug. . Die Theromobecher halten Getränke nicht nur stundenlang warm oder kalt, sie sind auch absolut auslaufsicher. Der perfekte Begleiter für jeden Tag.

3.    Lunchbox
Brotboxen aus Kunststoff sind natürlich deutlich ökologischer als die klassische Einwegverpackung, doch es geht noch besser! Zum Beispiel mit den Edelstahldosen von Eco Brotbox. Die Boxen sind langlebig, schadstofffrei und kommen dabei komplett ohne Plastik aus. Außerdem setzt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit und achtet genau auf die Einhaltung sozialer Standards: Alle Produkte werden unter fairen Bedingungen in einem Familienbetrieb in Indien angefertigt. Die Arbeiter dort bekommen faire Löhne, Kinderarbeit ist ausgeschlossen.

 

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