“Ein kleines Gedankenexperiment:

Ein Mensch hat ein bestimmtes Problem zu lösen, und er kommt auf drei mögliche Lösungswege.

Wie viele verschiedene Ansätze würden wohl zehn Menschen finden, die genauso denken wie dieser eine Mensch?

Und wie viele Lösungsansätze würden dem- gegenüber zehn Menschen finden, die völlig unterschiedlich denken und unterschiedliche Perspektiven einbringen?

Ich setze auf Vielfalt.” 

Ana-Cristina Grohnert, Vorstandsvorsitzende Charta der Vielfalt e.V.

 

Nicht erst seit der diesjährigen #blacklivesmatter Bewegung ist Diversity (zu Deutsch: Diversität, Vielfalt) zweifelsohne ein wichtiger Punkt auf der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Agenda. Doch während in den USA vor allem Unternehmen schon lange ihre Stimme zu dem Thema erheben und sich zumindest öffentlich für Diversität am Arbeitsplatz aussprechen, sind deutsche Firmen in der Hinsicht noch viel zu still

Wie schaffen wir es als Unternehmen diverser zu werden?

Auch wir haben uns dem Thema – zumindest in aller Tiefe und Gänze – noch nicht genügend angenommen. Irgendwie waren da immer andere Baustellen, Themen und viel zu viele To Dos. Wie zum Beispiel unsere “Über Uns” Seite neu zu gestalten: Texte darüber, wofür wir stehen, schreiben, Fotos machen, hübsch designen. Fertig. Als wir unser Werk stolz betrachteten, traf es uns wie ein Schlag – denn wir hatten es bildlich und “in Farbe” vor Augen: Unser Team ist wenig bis kaum divers! Natürlich wollen wir das als Social Start-up, das die (Arbeits-)Welt zu einem besseren Ort machen möchte, am liebsten sofort ändern. Aber wie fangen wir damit am besten an? Wie wird man als Organisation diverser ohne es nur plakativ auf die Website zu schreiben? Wie lässt sich Diversität leben und umsetzen?

Der Kosmos um “Diversity” – Eine Begriffserklärung

Diversity bedeutet die Bestrebung, dass in einem sozialen System unterschiedliche Gruppenidentitäten vertreten sind. Die Verschiedenartigkeit kann sich auf das Geschlecht, das Alter, die sexuelle Orientierung, die Ethnizität, die Nationalität, Religion oder körperliche Beeinträchtigungen beziehen. In einigen Unternehmen – meist in den HR Abteilungen – ist “Diversity Management” ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Es ist kein Geheimnis mehr, dass ein bunt gemischtes Team mit Menschen, die unterschiedliche Perspektiven und Meinungen mitbringen, ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist. Vielfalt führt zur stärkeren Innovationskraft, größerer Resilienz und höherer Mitarbeiter*innenzufriedenheit. Und obwohl die meisten es wissen und zahlreiche Studien es beweisen, wird es in der Arbeitswelt leider noch viel zu wenig gelebt.

“Diversity is being invited to the party, Inclusion is being asked to dance.” – Verna Myers, Diversity-Aktivistin und Unternehmerin

Das Zauberwort, wenn es um gelebte Diversity geht ist: Inclusion. Und damit ist nicht Inklusion gemeint. Inklusion wird im Deutschen nämlich häufig immer noch auf die Eingliederung von Menschen mit Behinderung reduziert. Im Englischen bedeutet Inclusion allerdings noch viel mehr: Eine Unternehmenskultur, die alle Identitäten wertschätzt und aktiv einbezieht. 

Diversity ist nicht alles – #inclusionmatters 

Wir wollen uns – gemeinsam mit euch – auf den Weg machen und Diversity sowie Inclusion verstehen, umsetzen und leben. Wir wollen den Status Quo beschreiben, Misstände aufzeigen und natürlich Lösungen und Maßnahmen vorstellen. Deshalb starten wir die Aktion “Diversity ist nicht alles – #inclusionmatters”. Dabei sprechen wir mit Expert*innen, Aktivist*innen und Unternehmen, die ihre Erfahrungen und Wissen mit uns und euch teilen. Außerdem werden wir selbst aktiv und holen uns Unterstützung, um Diversity und Inclusion Maßnahmen in unserer Strategie zu verankern und umzusetzen. Wir nehmen euch auf unserem Weg hin zu einer inklusiveren Organisation mit und werden euch darüber ausführlich berichten! Seid gespannt!

Macht mit!

Habt ihr selbst Erfahrungen mit Diversity und Inclusion im positiven wie im negativen Sinne gemacht, arbeitet ihr in einer Organisation, die sich dafür einsetzt oder wollt ihr an der Diskussion teilnehmen? – Schreibt uns eine Mail an [email protected] mit dem Betreff “#inclusionmatters” oder nutzt in euren Social Media Posts den Hashtag #inclusionmatters, verlinkt uns darin und wir lassen euch über unsere Kanäle zu Wort kommen.