Karriere

Gesunde Mitarbeiter*innen – Erfolgreiches Unternehmen

Diese fünf Faktoren haben direkten Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens

Jana Malderle

15.12.2017

Gesunde Mitarbeiter*innen – Erfolgreiches Unternehmen

Foto: Luke Michael via Unsplash.com

Eigentlich ist der Gedanke „Gesunde Mitarbeiter*innen – erfolgreiches Unternehmen“ logisch und selbsterklärend und dieser Artikel müsste nie geschrieben werden; wären da nicht fünf strategische Faktoren, die nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter beeinflussen, sondern auch direkten Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens haben. Das wollen wir euch auf gar keinen Fall vorenthalten!

Wer kennt es nicht: Auf der Arbeit ist so viel zu tun, dass man sich selbst viel zu viele Aufgaben aufhalst und versucht, diese in einem viel zu kleinen Zeitfenster zu erledigen. Befinden wir uns dann auch noch in einer Grippesaison, so kann dies mit unserer Motivation korrelieren. Es kommt, wie es kommen muss, man wird krank und bekommt das wartende Arbeitspensum nicht mehr aus dem Kopf. Das schlechte Gewissen klopft an und dann gehen viele Arbeitnehmer trotz Krankheit zur Arbeit. Damit riskieren sie nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Kolleg*innen und somit auch den gemeinschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Natürlich wird jeder einmal krank, das ist auch ganz normal, aber damit uns die Arbeit nicht krank macht, rät Kerstin Reisinger, Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens GIB21, folgende fünf Punkte strategisch zu beachten.

Zielorientierung

Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM, dient nicht zum Selbstzweck des Unternehmens. Es ist vielmehr eine Antwort auf die Frage, wie wirtschaftliche Ziele bei bester Gesundheit aller Mitarbeiter*innen erreicht werden können.

Gemeinsame Werte

In einem Unternehmen sitzen im Grunde alle im selben Boot. Nicht nur Krankheit ist ansteckend, auch Unmut und Antriebslosigkeit können sich zwischen den Mitarbeiter*innen (und dem*der Chef*in) verbreiten wie ein Lauffeuer. Kein Grund, gleich den Kopf in den Sand zu stecken, denn gute Laune und Motivation sind genauso „ansteckend“. Das Arbeitsklima ist ein Schwergewicht in diesem „Kampf“, welches nur von ausgeruhten Arbeitnehmer*innen gestärkt werden kann. Doch zu viel Druck, zu wenig Pausen, zu wenig Zeit zum Ausruhen – das macht krank.

Führung und Netzwerkorientierung

Arbeitgeber*innen können durch ihr Verhalten viel zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen beitragen, wenn sie dabei das richtige Bewusstsein bewahren. Sobald ein*e Arbeitnehmer*in das gute Gefühl bekommt, unterstützt und geschätzt zu werden, wirkt sich dies wie ein Puffer auf Belastungen aus, was wiederum die Gesundheit stärkt und Beschwerden reduziert.

Verhaltens- und Verhältnisprävention

Es ist wie bei einem guten Rezept: Es kommt auf das Verhältnis (der Zutaten) an. Arbeitnehmer*innen dürfen gerne gefordert werden, doch eine lang anhaltende Überforderung ist pures Gift für die Leistungsfähigkeit. Kaum zu glauben, aber wahr: Das gleiche gilt für Unterforderung. Nur eine ausgewogene Aufgabenverteilung kann das Gleichgewicht zwischen Gesundheit/Leistungsfähigkeit und Krankheit/Ineffizienz halten.

Lernen im Sinne kontinuierlicher Verbesserung

Leider ist es mit einer einmalige Analyse und Strategieentwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements nicht getan. Ein Unternehmen und seine Mitarbeiter*innen leben und verändern sich, sei es durch wirtschaftliche Einflüsse oder interne Veränderungen. Aus diesem Grund muss die Strategie fortwährend angepasst werden. Dabei sollte immer der IST-Zustand analysiert werden, um gesundheitsfördernde Maßnahmen zu entwickeln und später zu prüfen.


Reisinger erinnert zum Schluss noch an einen weiteren wichtigen Punkt: „Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist ein wichtiges Werkzeug, um nicht nur das Arbeitsklima und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen zu verbessern, sondern unterm Strich auch Kosten zu sparen.“ Rückblickend betrachtet hat eine solche Strategie also viele Vorteile, sei es wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Natur, von der Arbeitnehmer*innen- und Arbeitgeber*innenseite profitieren. Aber so platt es klingt, gilt im Beruf wie im gesamten Leben: Gesundheit geht vor. Denn Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

 

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