Social Impact

Bildung als Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft

Warum wir Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) brauchen, um eine zukunftsfähige Antwort auf die Frage zu entwickeln: Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?

Daniel Obst

07.04.2022

Bücherregal - SDG 4 Hochwertige Bildung

Alexandre Van Thuan via Unsplash

„Bildung ist ein Menschenrecht und der Schlüssel zu individueller und gesellschaftlicher Entwicklung.“ So heißt es bei der UNESCO und wohl niemand auf diesem Planeten dürfte dem widersprechen. Bildung lässt uns Zusammenhänge verstehen und eröffnet uns Raum für Gestaltung. Auch deshalb lautet eines der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die in 2015 von der Weltstaatengemeinschaft als Teil der ‚Agenda 2030‘ verabschiedet wurden: „Hochwertige Bildung“ (SDG 4).

Was unsere Bildung in den letzten Jahrzehnten prägte

Während der Club of Rome vor bereits 50 Jahren sehr klar ‚Die Grenzen des Wachstums‘ beschrieb, wurden ganze Generationen von Wirtschaftsdenker*innen und -lenker*innen geprägt durch die ökonomische Schule Milton Friedmans mit Aussagen wie „The business of business is business“. In unseren Bildungssystemen der letzten Jahrzehnte jedenfalls fanden sich die Erkenntnisse über die Grenzen des Wachstums unglücklicherweise kaum wieder – während die ökonomische Lehre an jeder Hochschule omnipräsent ist und die Art des Wirtschaftens unserer Zeit bis heute zu bestimmen scheint.

Vermutlich ist es auch deshalb nicht besonders verwunderlich, dass wir für unseren heutigen Lebensstil etwa 1,7 Erden an Ressourcen verbrauchen, obwohl wir nur die eine Erde haben. Denn so sehr wir die Grundlagen der Mathematik, der Naturwissenschaften und Sprachen oder der Betriebs- und Volkswirtschaftslehren gelehrt und verstanden haben – so wenig ist es uns bislang gelungen, die Grundlagen nachhaltigen Wirtschaftens und zukunftsfähiger Lebensstile wirklich zu verinnerlichen. Doch wer hat in der Schule schon das Fach „Nachhaltigkeit“ entdeckt? Auch wenn Studiengänge an Hochschulen zu diesem Thema endlich immer öfter zu finden sind, brauchen wir doch vor allem eines:

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Breite, in der Gesellschaft

Denn: „BNE versetzt Menschen in die Lage, ihr eigenes Handeln in globalen Zusammenhängen zu betrachten und verantwortungsvolle Entscheidungen für eine nachhaltige Gegenwart und Zukunft zu treffen.“ lautet die prägnante Formulierung der UNESCO. Dieser Aspekt findet sich übrigens auch ganz treffend in einem Wort wieder: Generationengerechtigkeit. Denn wir brauchen mehr denn je verantwortungsvolle Entscheidungen, um eine nachhaltige, enkelfähige Zukunft zu gestalten. Eine Zukunft, deren Basis nicht mehr die Ausbeutung der Natur oder anderer Menschen ist. Sondern die wieder zurück findet zu einem Handeln, dass den Ökosystemen der Erde nicht mehr entnimmt als tatsächlich nachwächst. Und zu einem weltweiten Verhalten, dass von Würde, Fairness und Partnerschaften zeugt.

Doch was ist die Basis für unsere Entscheidungen? Neben unseren persönlichen Erfahrungen ist dies vor allem unsere Bildung. Dass diese nicht nach Schule und Hochschule aufhört, wissen wir nicht zuletzt auch seit dem modernen Credo vom ‚lebenslangen Lernen‘.

Jason Goodman via Unsplash

Doch wie sieht BNE nun in der Praxis aus?

Ob wir an Kitas, Schulen oder an das Erwachsenenalter denken, die Antwort ist immer dieselbe: Altersgerechte Vermittlung der Bedeutung und Wirksamkeit der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele. Ob es sich um Ernährung, Gesundheit und Mobilität oder um Treibhausgasneutralität und Lieferkettensorgfalt dreht – Vorträge und Workshops helfen das individuelle Handeln und dessen Auswirkungen zu reflektieren, um nachhaltige Veränderungen zu initiieren. Besonders wichtig dafür sind Impulse zur Aktivierung der Menschen um Handlungsräume zu öffnen.

Wir brauchen letztlich nicht weniger als eine umfassende und ganzheitliche Bildungsoffensive zum Thema Nachhaltigkeit – angefangen bei Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule bis zu uns Erwachsenen in Unternehmen, Vereinen und der Zivilgesellschaft in Gänze.

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Über den Autor:

Daniel Obst gestaltet nach fast zwei Jahrzehnten Erfahrung im digitalen Wandel großer Konzerne nun die wirksame Transformation hin zu nachhaltigem Wirtschaften. Als Blogger für seine Beiträge ausgezeichnet, sind seine Vorträge als Speaker ebenfalls gefragt. Mit einem klaren Fokus auf Strategie, Kultur und Kommunikation berät er mit der Agentur 2020 Organisationen in Sachen Nachhaltigkeit. Bei goals connect e.V. engagiert sich Daniel als Dozent in Workshops für Bildung für nachhaltige Entwicklung – von der Grundschule bis zur Erwachsenenbildung.“

 

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