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10 Wege, um ein bisschen mehr Ehrenamt in deinen Alltag zu integrieren

In Zeiten von Unwetterkatastrophen, Pandemie und deren Auswirkungen haben mehr Menschen für sich festgestellt, dass sie gern mehr für die Gesellschaft tun wollen. Wir stellen euch 10 Wege vor.

Julia Dillan

21.07.2021

In Zeiten von Unwetterkatastrophen, Pandemie und deren Auswirkungen haben immer mehr Menschen für sich festgestellt, dass sie mehr für die Gesellschaft tun wollen. Wir stellen euch zehn einfach zugängliche Wege vor, wie ihr (ehrenamtliches) Engagement in euren Alltag integrieren könnt, ohne viel Vorwissen. 

1. Blut oder Plasma spenden

Blut- und Plasmaspenden werden für Transfusionen und die Herstellung von Arzneimitteln gebraucht. Durch die verkürzte Lagermöglichkeit benötigt es regelmäßig neue Spenden - Blutspenden rund 14.000 pro Tag. Während der Coronapandemie waren viele Menschen jedoch vorsichtiger, auch was das Blutspenden betrifft. Es gibt ein paar Bedingungen, die du erfüllen solltest, um Blut spenden zu können. Ausgangsvoraussetzungen kannst du auf den Webseiten der jeweiligen Institutionen finden. Zudem musst du gesundheitliche Voraussetzung erfüllen, die von den Spendeärzt*innen untersucht werden. Je nach zeitlichem Aufwand und Einrichtung bekommst du auch eine Aufwandsentschädigung. 

2. Bei akuten Katastrophen helfen

Was momentan im Westen Deutschlands passiert und wie viele Menschen dort in Not sind ist unfassbar. Hilfe kommt von allen Seiten, aber mittlerweile muss auch diese besser koordiniert werden. Einfach nur Kleidung spenden ist nicht zwingend ratsam, teilweise sind die Lager in Orten überfüllt, in anderen fehlt es an Hilfsgütern. Versuche dich, über Social Media zu informieren, wo Hilfe benötigt wird. Im nächsten Punkt erzählen wir dir von einer super Möglichkeit, dich mit Nachbar*innen zu vernetzen und so herauszufinden, wo Hilfe gebraucht wird. Alternativ kannst du auch eine Organisation unterstützen.

3. Nachbarschaftshilfe im digitalen Zeitalter

Für Nachbar*innen einkaufen gehen oder bei der Haustierversorgung zu unterstützen war schon vor der Pandemie ein Renner. Allerdings fiel vor allem in der Großstadt die Kontaktaufnahme häufig schwer. Die Online-Plattform nebenan.de schafft Abhilfe und vernetzt Nachbar*innen miteinander.

4. Eigenes Fachwissen nutzen

Das Gute liegt manchmal so nah... Du arbeitest in der Kommunikation, Buchhaltung, Projektmanagement oder Übersetzung? Vielleicht brauchen kleine Vereine oder NPOs Unterstützung. Im eigenen Beruf gibt es auch immer wieder die Möglichkeit, Pro-Bono Aufträge zu übernehmen, also für eine sehr geringe oder gar keine Entschädigung.

5. Wertvolle Lebensmittel retten

Entlang der Lebensmittelversorgungskette werden jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland verschwendet. Du kannst dich an verschiedenen Instanzen einsetzen: bei Foodsharing kannst du beispielsweise Lebensmittel retten und verteilen oder dich bei der Tafel in verschiedenen Aufgabenbereichen engagieren. Aber auch privat kannst du ansetzen: Lerne gemeinsam mit Freund*innen oder Familie, wie du Dinge haltbar machen kannst, nutze öffentliche Kühlschränke (sogenannte “Fairteiler”) oder mache einen Ausflug zum Nachernten.

6. Müllsammelaktionen

Es wird wahnsinnig viel Müll illegal in der Umwelt entsorgt. Die statistische Ermittlung der Zahlen sind schwer zu ermitteln, im Jahr 2017 wurde allerdings vom Bundesland Rheinland-Pfalz laut Landesabfallbilanz über 4.000 Tonnen illegaler Müll erfasst. Eine super Möglichkeit, dem im Alltag entgegen zu wirken ist, Menschen darauf anzusprechen, wenn sie Müll in die Umwelt werfen oder regelmäßig eine Mülltüte dabei zu haben und selbst ein bisschen Müll zu aufzusammeln. Mittlerweile gibt es viele Aktionen, die das Ziel haben, die Umwelt etwas sauberer zurückzulassen. So kannst du dir z. B. bei der Hamburger NGO Green Kayak kostenlos ein Kayak ausleihen, wenn du beim Paddeln Müll aus dem Wasser fischst. Auch in vielen anderen Städten bilden sich Initiativen. Am 18. September findet der jährliche World Clean Up Day statt, bei dem du dich in diversen Aktionen engagieren, oder selbst eine anmelden kannst.

7. Ehrenamt in Sportvereinen

Eine sehr große Anzahl an Menschen in Deutschland engagiert sich freiwillig in Sportvereinen. Das kann sowohl in der Verwaltung, als auch in der Leitung der Sportkurse sein. Als Trainer*in benötigst du eine Lizenz, kannst dann aber Kindern deinen Lieblingssport näher bringen. Solche Stellen sind ziemlich leicht zu finden, ein Anruf bei einem Sportverein genügt meist. Allerdings sind die Einsätze oft regelmäßig und damit zeitaufwendig.

8. Bäume pflanzen fürs Klima!

Leider sind Aufforstungsprojekte mittlerweile oft eine Marketingstrategie und Greenwashing, statt echtem Klimaschutz, gefühlt jede zweite Firma pflanzt für den Verkauf ihres Produktes einen Baum. Dabei müssen viele Faktoren einbezogen werden, damit das Ökosystem rund um den Baum unterstützt wird und so auch aktiv wachsen und gedeihen kann. Die einfachste Methode, um Pflanzung von Setzlingen zu unterstützen ist, die Suchmaschine Ecosia zu nutzen, denn im Internet suchen wir alle sowieso. Online könnt ihr auch ihre Berichte und Dokumentationen der Projekte einsehen. Wenn ihr selbst mit anpacken wollt und etwas mehr Zeit mitbringt, könnt ihr z. B. bei dem Bergwaldprojekt in Deutschland mitpflanzen. Eine weitere Möglichkeit ist es, selbst ein Aufforstungsteam zu gründen, und mit Hilfe eures regionalen Forstamtes Bäume zu pflanzen. Das ist nur unter bestimmten Regularien möglich, die Flächen sind aber vorhanden. Ein umfangreicher Leitfaden, wie die Baumpflanzung in Deutschland regelkonform und tatsächlich klimafreundlich möglich ist, findet ihr hier.

9. Setz dich für dein gesellschaftliches Herzensthema ein!

Gesellschaftliche Probleme haben wir genug. Klimakrise, mangelnde Akzeptanz der LGBTQIA+ Community oder die Integration von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Politisches Engagement basiert (leider) fast ausschließlich auf freizeitlich aufgewendeter Zeit, die selten vergütet wird. Überlege dir, wofür du brennst, und suche nach Organisationen und Vereinen, die deine Werte teilen. Es finden regelmäßig Aktionen und Demonstrationen statt oder deine Hilfe wird hinter den Kulissen, beispielsweise auf Social Media benötigt. Schau auf die Webseiten unter dem Menüpunkt “Mitmachen” und du wirst definitiv fündig werden.

10. Immer noch unsicher? - Die Vermittlungsplattform für Ehrenämter!

Bei den bisherigen Ideen war nichts dabei? Schau doch mal bei vostel volunteering vorbei! Das Social Business vermittelt Ehrenämter sowohl für Privatpersonen, als auch für Unternehmen (also ehrenamtliche Teameinsätze sozusagen). Von Lebensmittelrettung bis Aufforstungsprojekten ist diverse Projekte dabei. Neben vostel gibt es auch andere Ehrenamtsagenturen für verschiedenste Ortschaften.

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