Gerade zu Jahresbeginn fragen sich viele Menschen, ob ihr Leben – so wie es momentan ist – sie glücklich macht. Vor allem unser Arbeitsleben frisst einen großen Teil der Lebenszeit und steht deshalb besonders oft auf dem Prüfstand. Laut unserer User*innenumfrage sind 63 Prozent unzufrieden mit ihrem aktuellen Job, 93 Prozent wünschen sich einen Job mit Sinn, mit dem sie etwas Positives bewirken können. Gehörst du auch zu denjenigen, die schon lange unglücklich in ihrem Beruf sind, aber traust dich nicht, deine Sicherheit aufzugeben? Ein Jobwechsel ist ein großer Schritt, wenn du ihn aber richtig vorbereitest, kannst du dir selbst die Angst davor nehmen.

Kein blinder Aktionismus

Immer mehr Menschen wünschen sich, mit ihrer Arbeitszeit etwas Sinnvolles zu tun. Aber auch ausbleibende Beförderungen, Langeweile, Überforderung oder schlechte Bezahlung können Gründe für einen beruflichen Tapetenwechsel sein. Es gibt viele Anlässe für eine Kündigung, aber die Entscheidung für den finalen Schritt fällt meist nicht leicht. Die berufliche Sicherheit aufzugeben und den Sprung ins Unbekannte zu wagen kann beängstigend sein. Daher solltest du nichts überstürzen und dir erst genau überlegen, ob du wirklich komplett aus deinem Unternehmen ausscheiden möchtest. Vielleicht gibt es in deiner Abteilung andere Aufgaben, die dich mehr interessieren und ein Gespräch mit deinem*r Chef*in reicht bereits aus, um die ersehnte Zufriedenheit im Job wieder zurückzugewinnen. 

Den perfekten Zeitpunkt abpassen 

Auch wenn du definitiv weißt, dass du nicht länger in deinem Job bleiben möchtest: Sofern es keine gravierenden Probleme wie etwa Mobbing oder eine*n cholerische*n Chef*in gibt, solltest du versuchen mindestens 18 Monate in einem Unternehmen durchzuhalten. Andernfalls könnten dir Personaler*innen die kurzen Abschnitte im CV als fehlendes Durchhaltevermögen oder Sprunghaftigkeit auslegen – keine guten Eigenschaften im Bewerber*innenprofil. Auf der anderen Seite empfehlen Expert*innen jedoch zumindest in der ersten Karrierehälfte des Lebens alle zwei bis vier Jahre das Unternehmen zu wechseln, um Flexibilität und eine möglichst weite Bandbreite an Erfahrungen zu sammeln. Der Jahreswechsel kann ein guter Zeitpunkt sein, um sich über den nächsten Karriereschritt Gedanken zu machen, so schreiben viele Unternehmen gerade zum Jahresanfang neue Stellen aus. Gleichzeitig sind Zeiten, in denen hohe Fluktuation am Arbeitsmarkt herrscht, vor allem für Quereinsteiger*innen eher ungünstig, da es viele andere Bewerber*innen auf dem Markt gibt, die unter Umständen formell besser für ausgeschriebene Stellen geeignet sein könnten.

Berufliche Selbst-Inventur 

Bevor du deine alte Sicherheit aufgibst, solltest du herausfinden, was dich in deiner aktuellen Position stört. Überlege dir dazu ganz genau, welche Aufgaben du in der Vergangenheit gut gemeistert hast, was dir besonders Spaß gemacht hat und welche Fähigkeiten du mitbringst. Lege dir hierfür am besten eine Liste an. Sie erinnert dich nicht nur immer daran, wonach du suchst, sie kann dir auch als Grundlage für deine künftigen Bewerbungen dienen. Eine berufliche Selbst-Inventur ist nicht nur eine hervorragende Entscheidungshilfe dafür, ob du kündigen sollst, sondern zeichnet auch ein genaues Bild davon, wo es im nächsten Job für dich hingehen soll. Welche konkreten Tätigkeiten reizen dich? Und welche Eigenschaften bringst du mit, um diese Aufgaben zu bewältigen? Sobald du diese Fragen für dich beantworten kannst, startest du mit ganz neuem Selbstbewusstsein in deinen nächsten Karriereschritt.

Ideale*r Bewerber*in werden

Nachdem du einige Zeit unglücklich in einem Job verbracht hast ist es kein Wunder, wenn einige deiner Fähigkeiten eingerostet sind. Schau daher genau, was du für deinen Traumjob mitbringen musst und welche Anforderungen du davon bereits erfüllst. Sicher gibt es ein paar Kenntnisse und Kompetenzen, die du auffrischen oder sogar ganz neu erlernen musst bevor du im Bewerbungsprozess eine Chance hast. Finde heraus, welche Eigenschaften das sind, bevor du mit dem Bewerben beginnst und nimm dir die Zeit, dir vorher so viel Knowhow wie möglich anzueignen – auch wenn das bedeutet, dass dein beruflicher Neustart noch ein Jahr warten muss. Bis dahin müssen es nicht immer teure Fortbildungen sein. Im Gegenteil: Praktische Erfahrung wird von vielen Personaler*innen als besonders hoch eingestuft. Du willst beispielsweise mehr Events organisieren? Häufig werden Ehrenamtliche gesucht, die bei gemeinnützigen Veranstaltungen aushelfen. Du brauchst bestimmte Sprachkenntnisse? Dann kombiniere deinen nächsten Urlaub im Ausland mit einem Sprachkurs, so dass du das benötigte Sprachniveau nachweisen kannst. Du musst WordPress oder andere CMS-Systeme beherrschen? Dann bau dir doch vorab eine eigene Bewerbungswebsite anhand derer du deine Fähigkeiten nicht nur erlernen kannst, sondern diese auch direkt präsentierst. 

Quereinstieg wagen 

Viele Menschen sind unzufrieden im Job, weil sie ihre Situation als ausweglos empfinden. Der häufige Vorwurf an sich selbst: “Du hast dir den völlig falschen Berufsweg ausgesucht”. Wenn du aber merkst, dass die berufliche Richtung, für die du dich einst entschieden hast, gar nicht zu dir passt, muss das nicht das Ende sein. Quereinsteiger*innen sind häufig begehrte Arbeitskräfte, da sie Fähigkeiten abseits des weit verbreiteten Fachidiotismus mitbringen, die Mitbewerber*innen fehlen. Solltest du dich für einen Karrierestart abseits bekannter beruflicher Gefilde entscheiden, ist Vorbereitung die halbe Miete. Eine gute Selbst-Inventur hilft dir dabei, dein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und dabei zu bleiben. Wenn du dich also gut auf deine neuen beruflichen Herausforderungen vorbereitest und die notwendigen Kenntnisse für dich erwerben konntest, hast du als Quereinsteiger*in unter Umständen sogar größere Chancen auf den Job deiner Begierde. 

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