Die Krise scheint ausweglos. Was gestern noch ein florierendes Unternehmen war, steht heute vor dem Aus. Wie geht es weiter? Wenn die alten Wege nicht mehr tragen, müssen wir neue gehen. In diesem Artikel erklären wir dir, wie dir das Mindset von Design Thinking in der Krise helfen kann.  

Wir sind kreativ!

Kreativität ist eine Eigenschaft, die oft eher Kindern zugerechnet wird. Erwachsene können nicht malen, sie können sich keinen blauen Elefanten mit Flügeln vorstellen, der plötzlich zur Haustür hereinkommt. Kinder können sich das vorstellen. Beschränken wir uns damit nicht selbst? Können wir uns wirklich keinen blauen Elefanten mit Flügeln vorstellen?
Studien besagen, dass die Kreativität unter Erwachsenen nicht abnimmt – sie kann sogar zunehmen und gelernt werden. Was brauchen wir also, um innovativ zu sein?

Das Mindset von Design Thinking 

Im Design Thinking geht es darum, bestehende Probleme zu erkennen und im Team kreative Lösungen dafür zu entwickeln. Dazu braucht es gemeinsame Kreativität. Das ist in Home Office Zeiten schwierig geworden. Was wir dennoch anwenden können ist das Mindset von Design-Thinking: Davon können wir lernen, aktuelle Probleme und Herausforderungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Anhand des Ablaufs eines Design Thinking Sprints möchten wir das verdeutlichen.

1. Neugierig Probleme analysieren


Der Schlüssel liegt darin, Probleme richtig zu begreifen Ein Beispiel: Home Office. Seitdem du und dein Team im jede*r für sich zuhause sitzen läuft gar nichts mehr? Demotivation und Kommunikationsschwierigkeiten prägen den Arbeitsalltag? Was hier gefordert ist, ist aufmerksam sein, gut zuzuhören und neue Details wahrzunehmen: Wie spricht mein*e Kolleg*in? Was ist das tieferliegende Bedürfnis dahinter?

Unsere fehlende Kreativität rührt auch oft daher, dass wir meinen schon alles verstanden zu haben und vorschnell urteilen. Was wir brauchen, ist eine gehörige Portion Neugier und die Fähigkeit, unvoreingenommen scheinbar Bekanntes als Unbekanntes zu sehen. Auch in der größten Banalität kann man noch Neues entdecken. Also hör das nächstes Mal genau zu!

2. Freude an verrückten Ideen haben


So löst du das Problem: Vielleicht fehlt deinen Kolleg*innen der soziale Austausch, der Teamgeist oder ein Überblick über aktuelle Aufgaben. Es geht nicht um Detaillösungen, sondern ein kreatives Brainstorming ist sinnvoller. Du schreibst alles auf, was dir in den Sinn kommt. Es dürfen die verrücktesten, unrealisierbarsten, lächerlichsten Ideen sein: Ein blauer Elefant mit Flügeln – jenseits der Schranken denken ist angesagt! Es geht darum, die kindliche Neugier wieder zu entdecken. Jeglicher Perfektionismus ist dabei hinderlich! 

3. Die Bastlerleidenschaft entdecken


Jetzt stehst du vor einem Meer von Ideen. Jetzt muss eine konkretisiert werden: Die, bei der dein Herz am höchsten schlägt. Wir müssen jetzt den/die Bastler*in in uns wecken! Schere, Holz und Wasserfarben. Dir sind keine materiellen Grenzen gesetzt, um einen ersten Prototypen zu entwickeln. Wichtig ist, dass du Freude dabei hast und ein visuell-haptisches Erlebnis schaffst. So kommt die Idee auf eine neue Realisationseben und wir für andere betracht- und beurteilbar. 

4. Down to Earth mit dem Elefanten


Bei dem nächsten Teammeeting stellst du deinen Prototypen vor. Die anderen werden Kritik üben: Einfache Modelle sind gut kritisierbar. Genau dadurch wird aber unser Prototyp verbessert. Die anderen werden eingebunden und angeregt die Idee weiterzuentwickeln. Die kollektive Intelligenz wird genutzt. Ein außergewöhnlicher Lösungsvorschlag jenseits des Alltagstrotts schafft Aufwind: Ganz egal, ob und wie er umgesetzt wird. Vielleicht ist schon der gemeinsame Lacher über die absurde Idee es wert gewesen diesen Weg zu gehen. Denn letztendlich steigert genau das unsere Innovationsfähigkeit.

Wir müssen uns trauen den blauen Elefanten mit Flügeln wahrzunehmen. Vielleicht kann er uns auf etwas hinweisen. Vielleicht zeigt er uns, wie wir selbst fliegen lernen können. Die Krise muss keine Last sein: Sie kann die Chance unseres Lebens werden.

 

Dieser Gastartikel wurde von Sarah Mewes und Hannah Strobel von ZOE erstellt. ZOE ist ein junges Team, das Unternehmen und Organisationen dabei unterstützt Nachwuchskräfte zu begeistern und Nachhaltigkeit umzusetzen. Unser Ansatz verbindet Nachhaltigkeit und New Work Methoden.