Für den morgendlichen Wettercheck, beim Hören unseres Lieblings-Podcast oder zum Tracken der sportlichen Fortschritte – Apps sind aus dem alltäglichen Leben gar nicht mehr wegzudenken. Angefangen von simplen Nachrichtendiensten, über diverse Shopping Kataloge bis hin zu Energieverbrauchs-Analysatoren gibt es wirklich für jeden und alles die passende App. Inzwischen nutzen sogar 75% aller Unternehmen spezielle Business-Apps für einen mobilen Zugriff auf interne Systeme.

Neben einem reichlichen Angebot an abgedrehten Fun-Apps wie z.B. dem virtuellen Handwärmer (der tatsächlich Wärme spendet, dafür aber den Prozessor des Smartphones entsprechend auslastet) gibt es tatsächlich auch jede Menge sinnvolle Apps
Wir stellen 8 Apps vor, die euch bei einem bewussten Lebensstil unterstützen, inspirieren und garantiert nachhaltiger sind, als der nächste Tinder-Swipe.

Good News – konstruktive Nachrichten, die Mut machen

Schlechte News verbreiten sich bekanntermaßen wie Lauffeuer. Kaum hat das Wort “Flüchtlingskrise” keinen signifikanten Bedrohungseffekt mehr, da haben die Medien schon ein neues Fressen gefunden: “Social Bots” lautet die (angeblich) neue Gefahr aus den sozialen Medien, die nicht einmal das Meer überqueren muss, um uns zu schaden. Man könnte meinen, das Leben in Europa ist so gefährlich und unvorhersehbar wie im tiefsten Regenwald Südamerikas. 
Dabei gibt es haufenweise positive Ereignisse und Menschen die in Fortschritt statt Panikmache investieren. Für alle, die morgens mit optimistischer Energie in den Tag starten oder Angst schürende Presse boykottieren wollen, gibt es Good News – die App mit den wichtigsten guten Nachrichten im Überblick. Lösungsorientierte Beiträge zeigen neue Perspektiven auf und inspirieren uns zu guten Taten. Außerdem bietet die App all denjenigen eine Plattform, die in unserer polarisierenden Medienlandschaft untergehen. Das fleißige Team von GoodNews recherchiert von Montag bis Freitag zu erfreulichen Geschehnissen und verlinkt lesenswerte Artikel dazu.

7Mind – in 7 Minuten zur Tiefenentspannung

Gerade an Arbeitstagen mit vollem Terminkalender braucht unser Körper kleine Pausen, in denen wir in uns gehen und Raum für Kreativität schaffen. Nicht ohne Grund schwören erfolgreiche Menschen wie Bill Gates und Barack Obama auf regelmäßige Meditationsübungen. Doch wie soll man zwischen Meetings und hohem Workload noch genügend Zeit dazu finden? Mit der 7Mind App müsst ihr nur 7 Minuten aufbringen (das sollte mindestens einmal am Tag drin sein) und erhaltet dafür eine individuell anpassbare Meditationspraxis. Ob Anfänger oder Guru – das Angebot reicht von einfachen Grundlagenkursen bis hin zu gezielten Kursen für spezifische Themen, wie z.B. “Schlaf” oder “Angst”. Das Team hinter 7Mind hat ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Meditationen gemacht. Während einigen schon der Yoga Kurs in Berlin zum Einstieg reichte, fuhren die hartgesottene Fans auch mal nach Indien. Alle verbindet aber die Überzeugung, dass regelmäßige Einkehr und Reflexion enorm wichtig sind. Für das notwendige Know How arbeitet das Unternehmen mit Wissenschaftler*innen und erfahrenen Lehrer*innen zusammen. Vielleicht habt ihr ja Interesse eure Fähigkeiten einzubringen? Das Team sucht immer wieder Verstärkung!

Too Good To Go – Lebensmittel retten und Geld sparen

Global werden mehr als ein Drittel aller Lebensmittel weggeworfen, in Deutschland sind das 19 Mio. Tonnen pro Jahr. Dabei verschwenden wir nicht nur Unemengen an noch genießbarem Essen, sondern auch jede Menge Ressourcen, die bei der Produktion aufgebraucht werden. Wenn ihr euch aktiv gegen diesen Missstand einsetzen wollt, solltet ihr euch unbedingt die Too Good To Go App herunterladen. Hier bekommt ihr täglich neue Angebote von Gastrobetrieben in eurer Nähe, die überschüssige Lebensmittel zu rabattierten Preisen verkaufen. Ihr schont euren Geldbeutel, den globalen Ressourcenhaushalt und verhelft den Betrieben zu weniger Verschwendung – eine Win-Win-Win Situation! Das erfolgreiche Unternehmen ist inzwischen in ganz Europa vertreten und bietet vielseitige Arbeitsplätze vom Sales Specialist bis hin zum Food Waste Campaigner.

Vanilla Bean – der individuelle Restaurantführer

Glutenfrei, laktosefrei, regional und vegan sowieso - wir werden immer anspruchsvoller, wenn es um’s Essen geht, sei es durch gesundheitliche Einschränkungen oder einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Vegetarische Restaurants lassen sich noch relativ einfach über Kartendienste orten, aber bei spezifischen Wünschen z.B. für Rohkostfans mit Vorliebe für Bio-Zutaten wird es schon schwieriger. Die Vanilla Bean App bietet eine handliche Übersicht an veganfreundlichen Restaurants, die je nach Bedarf gefiltert werden können. Eine wahre Goldgrube für alle Foodies, die unter einer Lebensmittelunverträglichkeit leiden. Das Regensburger Unternehmen setzt noch einen drauf und startet dieses Jahr einen nachhaltigen Lieferdienst mit wiederverwertbaren Boxen anstelle von Einwegverpackungen. Wir bei GoodJobs sind völlig begeistert von diesem Angebot, denn dadurch können wir ohne schlechtes Gewissen unseren Lunch liefern lassen und gleichzeitig alle Kolleg*innen dank des vielseitigen Angebots glücklich machen.

Replace Plastik – auf Knopfdruck Plastik reduzieren

Im Kampf gegen Plastik fühlen sich viele Bürger*innen überfordert, wenn es um den eigenen Konsum geht. Der Zero-Waste-Lifestyle ist sicherlich auch deswegen so ein beliebtes Thema bei Influencer*innen und Ratgeber*innen, weil es uns die Hersteller von Verpackungen gar nicht so einfach machen, komplett auf Plastik zu verzichten. Wo die Politik durch Nichthandeln versagt, müssen wir als Bürger*innen selbst tätig werden! Die Replace Plastik App bündelt die Stimmen einzelner Plastikgegner*innen, um einen effizienten Druck auf Unternehmen auszuüben, ihre Verpackungen umweltfreundlicher zu gestalten. Konsument*innen können die Barcodes von klimaschädlichen Produkten einscannen und per Knopfdruck eine vorformulierte Nachricht an die Hersteller schicken. Replace Plastik sammelt die Benachrichtigungen und schickt sie dann in einer Mail an den jeweiligen Hersteller mit Informationen über Änderungswünsche und Anzahl der “Protestierenden”. Die App entstand im Rahmen eines wissenschaftlichen Wettbewerbs und wurde vom Verein “Küste gegen Plastik” entwickelt. Besonders lobenswert: anstelle nur zu meckern, werden auf der Homepage auch Andersmacher präsentiert, also Unternehmen, die sich Verbraucherwünsche wirklich zu Herzen genommen und den Plastikanteil bei ihren Produkten reduziert haben. 

mySugr – make diabetes suck less

Diabetes erschwert den Alltag erheblich und gehört mit rund 6 Millionen Betroffenen zu den größten Volkskrankheiten in Deutschland. Wer nicht selbst unter der Stoffwechselkrankheit leidet, kennt den täglichen Kampf mit dem Blutzuckerwert meist von Angehörigen oder Freund*innen. Ständig muss gemessen, dokumentiert und akribisch auf alle Nahrungsmittel geachtet werden, wodurch das ohnehin schon schwere Schicksal als Diabetiker*in mit komplexem Managementanforderungen belastet wird. Die mySugr App kann die Krankheit zwar nicht heilen, sie aber immerhin ein kleines bisschen ertragbarer machen, indem sie zumindest die Organisation übernimmt. Als eine Art digitales Diabetestagebuch sammelt sie alle ermittelten Werte und erstellt dadurch tägliche Reports sowie Analyseberichte. Ein Reminder sorgt dafür, dass keine Blutzuckerkontrolle mehr vergessen wird und kleine Challenges motivieren zur Erreichung des individuellen Therapieziels. Für Betroffene ist der regelmäßige Gang zum Arzt eine erhebliche Belastung. Zusätzlich erschwert unser überlastetes Gesundheitssystem eine persönliche Betreuung, die aber gerade bei Diabetespatient*innen signifikante Einflüsse auf den Gesundheitszustand haben kann. 
Ergebnisse müssen analysiert und in sinnvolle Therapieschritte darauf aufbauen eingeleitet werden. Hinzu kommen noch Schockmomente bei rasant ansteigenden Werten. Da wäre es mehr als nützlich, eine*n persönlichen Betreuer*in an seiner Seite zu haben. mySugr wurde von Diabetiker*innen entwickelt, die solche Probleme nur zu gut kennen und mit digitalen Lösungsmöglichkeiten vermindern wollen. Dazu gehört ein persönlicher Diabetes-Coach, der über die App jederzeit angeschrieben werden kann und mit seinem fundierten Wissen eine professionelle Unterstützung liefert. Schluss mit langen Wartezeiten und aufwendiger Terminkoordination! Genauso flexible wie die App ist auch das Wiener Unternehmen dahinter: Home Office Möglichkeit, 5 Urlaubswochen und kostenlose Fitnessprogramme sind nur ein paar der vielen Benefits, die mySugr zu einem sehr attraktiven Arbeitgeber machen.

Fresh Energy – die Energiewende via Smartphone steuern

Wenn wir die Energiewende erfolgreich meistern wollen, kann ein Wechsel zu Ökostrom zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, reicht aber lange noch nicht aus. Denn wer noch mit einer uralten Ölheizung Wärme erzeugt, schadet nicht nur unserer Ökobilanz, sondern heizt das Geld wortwörtlich zum Fenster raus. Durch die große Anzahl an elektrischen Geräten in unserem modernen Haushalten fallen einzelne Stromfresser am Ende des Monats gar nicht mehr auf. Insbesondere für Bürger*innen, die bei komplizierten Jahresabrechnungen und plötzlichen Nachzahlungen keinen Durchblick mehr haben, bietet die Fresh Energy App eine simple Lösung. Der Stromzähler wird durch einen vernetzten Smart Meter ausgetauscht, damit Live-Daten über den aktuellen Verbrauch jederzeit erfasst und aufgezeichnet werden können. Mit Hilfe von cleveren Disaggregationsalgorithmen können sogar unterschiedliche Verbraucher im Haushalt, wie Kühlschrank oder Waschmaschine identifiziert werden. Dadurch erhalten die Nutzer*innen eine permanent aktualisierte Visualisierung des Energieverbrauchs und können hohe Stromverbraucher schnell ausfindig machen. Zusätzlich verhelfen die detaillierten Aufzeichnungen zu einem stromsparenden Verhalten.

Tomorrow Bank – die erste nachhaltige Smartphone-Bank

Die drei Hamburger Gründer drücken es so aus: “Wir kaufen Bio-Gemüse, haben grünen Strom, schielen immer häufiger Richtung Elektro-Auto. So weit, so gut. Aber wie nachhaltig ist unser Geld? Die Antwort ist ernüchternd. Während wir unseren fairen, laktosefreien Cappuccino im Mehrwegbecher spazieren tragen, liegt unser Geld auf der Bank und finanziert vielleicht gerade ein neues Kohlekraftwerk oder die Afrika-Expansion eines Genfood-Konzerns”. Und genau dieser Ironie gehen sie mit ihrer mobilen Bank-App “Tomorrow” an den Kragen. Zwar gibt es schon eine Handvoll nachhaltiger Banken, aber keine schaffte es bisher alle Einstellungen – von der Pin, bis hin zur Karte – über eine App abzuwickeln. Bei der Tomorrow App verbindet sich modernste Technologie mit echtem Impact. Das Unternehmen verspricht im Gesellschaftsvertrag seinen Kund*innen, dass kein Cent in Rüstung, Kohlekraft oder Gentechnik fließt, stattdessen werden nachhaltige Projekte finanziert. Während herkömmliche Banken mit Transparenz gerne geizen, präsentiert Tomorrow seinen Kriterienkatalog stolz auf der öffentlichen Website. Darin wird präzise aufgezählt, wo das Geld landet und welche Investitionsfelder auf jeden Fall leer ausgehen.
Die App trägt nicht nur zu einem besseren Image der verstaubten Bankenbranche bei, sondern macht auch Banking zum sozialen Beruf. Vielleicht hast du ja Lust, Teil einer spannenden Revolution im Finanzsektor zu sein?