Wir wissen es ja schon lange – ein erfüllender Job macht einfach glücklicher! Dass diese Erkenntnis nun auch in ganz Deutschland angekommen ist, zeigt die frisch veröffentlichte Gehaltsstudie 2019 der Plattform Xing. Die Hälfte der befragten Arbeitnehmer*innen aus der DACH Region gab dabei an, für einen sinnstiftenden Job den Arbeitsplatz zu wechseln – und das sogar für ein geringeres Gehalt! Grund für diesen Wandel weg von hauptsächlich monetären Anreizen, sind vor allem veränderte Arbeitsbedingungen. Denn von den neuen Versprechen der Arbeitswelt, wie flexiblen Arbeitszeitmodellen und Home-Office, profitieren noch lange nicht alle Arbeitnehmer*innen. Stattdessen klagen vier von fünf Befragten über Überstunden – in fast 50 Prozent aller Fälle noch nicht einmal vergütet. Ihr Gehalt halten viele Deutsche ohnehin für zu niedrig, warum also nicht wenigstens anderen Menschen oder der Umwelt helfen?  

Über zu wenig Einkommen kann sich die Immobilienbranche nicht beschweren, denn sie führt mit einem attraktiven Jahresgehalt von durchschnittlich 88.040 Euro brutto die Liste der Spitzenverdiener*innen an. Die Medienbranche, insbesondere Marketing, PR und Journalisten verdienen bei der Gegenüberstellung der Gehälter nach Branche besonders schlecht. Leerer sind nur noch die Konten von Fachkräften in den Bereichen Erziehung, Bildung und Wissenschaft sowie Tourismus und Gastronomie. 

Gender Pay Gap noch aktuell

Neben den Ungleichheiten nach Branche, zeigt die Studie auch ganz deutlich strukturelle Ungerechtigkeit. Der umstrittenen Diskussion zum Gender Pay Gap zum Trotz, zeigt sich nämlich auch bei dieser Umfrage wieder: Frauen verdienen im Schnitt erheblich weniger als ihre männlichen Kollegen. So verdient eine Journalistin im Schnitt 41.700 Euro während ihr männliches Pendant sich über ein Jahresgehalt von immerhin 57.180 Euro freuen kann – ein fettes Plus von 27 Prozent! Auch die Einkommensunterschiede zwischen Ost und West bleiben weiter groß. Während das Bruttodurchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften im Westen bei 71.827 Euro liegt, sind es in den neuen Bundesländern gerade einmal 55.342 Euro, die Arbeitnehmer*innen jährlich für ihre Arbeit erhalten.

Zeit für‘s Umdenken der Unternehmen

Insgesamt lässt die Studie erahnen, dass sich vor allem Arbeitgeber*innen noch an das Zeitalter von New Work anpassen müssen. Das heißt nicht nur, dass sie ihren Mitarbeiter*innen in Sachen Einkommen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie mehr entgegenkommen müssen, sondern auch, dass Arbeitnehmer*innen bei der Jobwahl zunehmend auf die Sozial- und Umweltverträglichkeit ihrer Tätigkeit achten. Zeit also für Unternehmen umzudenken! 

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