Zu spät zum Termin, Deadline verpasst, Kund*in verärgert, Broschüren zum falschen Messegelände geschickt: Jede*r mal einen Fehler, auch bei der Arbeit. Doch wie geht man mit beruflichen Fehltritten um, damit aus einem kleinen Fauxpas keine Katastrophe wird? Wir zeigen es dir in unseren 5 Tipps. 

1. Einmal tief durchatmen, bitte!

Moment, hast du die E-Mail gerade wirklich an ALLE verschickt? Verfall jetzt bloß nicht in Panik. Denn überstürztes Handeln macht meist alles noch viel schlimmer. Atme erstmal tief durch und bewahre einen kühlen Kopf. Frage dich ganz sachlich was schief gelaufen ist und analysiere die Situation: Warum konnte der Fehler passieren? Welcher Schaden kann aus dem Missgeschick entstehen? Solltest du schnell mit einem Vorgesetzten darüber reden? Hast du dir einen Überblick verschafft, lege dir am besten eine Lösung zurecht, um deinen Fehler zu begrenzen oder sogar auszubügeln. Besprich deine Idee mit Freunden oder deinem*r Partner*in und schlaf wenn möglich eine Nacht darüber. Mit etwas Abstand kannst du am nächsten Tag viel besser entscheiden wie du reagierst, um aus einer Mücke keinen Elefanten zu machen. 

2. Leg dir ein dickes Fell zu

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Was dir im ersten Moment möglicherweise wie eine Katastrophe vorkommen mag, ist am nächsten Tag vielleicht schon wieder vergessen. Doch auch wenn du nichts überstürzen möchtest, solltest du deine Fehler möglichst früh ansprechen anstatt dich über Wochen mit Selbstvorwürfen zu plagen. So verpasst du keine Chance, dein Missgeschick auszubügeln und verstrickst dich nicht in Lügen und peinlichen Ausreden. Apropos Ausreden: Niemanden interessiert es, wie schlecht es dir an dem Tag ging oder wie laut der Kollege wieder telefoniert hat. Fehler macht niemand absichtlich, sie passieren. Daher solltest du offen und ehrlich zu deinem Missgeschick stehen, anstatt eine*n Schuldige*n zu finden. 

3. Offen mit Vorgesetzten sprechen

Jeder*m passiert mal ein Fauxpas. Meist ist er mit etwas Selbstironie, einer Entschuldigung oder schlichtweg etwas Zeit, die ins Land zieht, schnell wieder vergessen. Im Zweifelsfall oder bei einer größeren Schadensbegrenzung solltest du aber immer deine*n Vorgesetzte*n informieren. Er oder sie ist nämlich genau dafür da als Führungskraft die Verantwortung zu übernehmen und dir den Rücken zu stärken. Auch wenn du in einem ersten Anflug von Panik deinen Fehler gern vertuschen würdest, sei lieber offen und ziehe deine*n Chef*in ins Vertrauen. Gemeinsam könnt ihr mit seiner oder ihrer Erfahrung und Position eine adequate Lösungsstrategie erarbeiten. 

4. Aus Fehlern lernen 

Nur mit vernünftiger Selbstkritik schaffst du es, bereits begangene Fehler in Zukunft zu vermeiden. Auch wenn du das Schlimmste noch abwenden konntest, solltest du also nicht direkt einen Haken hinter deinen Fauxpas setzen. Frag dich vielmehr, was du nächstes Mal besser machen kannst und wie sich der Fehler in Zukunft vermeiden lässt. Stichwort: Hindsight Bias, oder auf Deutsch “Rückschaufehler”. Denn häufig beschönigen wir unsere Fehltritte im Rückblick und lassen so zu, dass sie beim nächsten Mal wieder passieren. Um das zu vermeiden, solltest du nach jedem Projekt eine Liste begangener Fehler anlegen, denn jeder Arbeitsprozess besteht aus einer Vielzahl kleinerer und größerer Missgeschicke. 

5. Mutig bleiben

Nur wer wagt, gewinnt. Das Sprichwort trifft im Job ganz besonders zu, denn hast du je von einem*r erfolgreichen Unternehmer*in gehört, der oder die zu feige für Innovation war und zur Sicherheit lieber nichts Neues ausprobiert wollte? Eben. Die erfolgreichsten Menschen der Welt mussten erst scheitern, um ihr Erfolgskonzept zu verwirklichen. Fehler sind unweigerlicher Bestandteil davon, zu lernen und so zu einem noch kompetenteren Menschen zu werden. Also lass dich von Fehlern nicht aus der Bahn werfen und behalte dir deinen Ehrgeiz und deine Neugier bei. Auch nach einem größeren Verschulden bringt es nichts, sich lange mit Selbstzweifeln niederzumachen. Im schlimmsten Fall verlernst du dadurch nur, Entscheidungen zu treffen, und die sind oft entscheidend für beruflichen Erfolg. Also reflektiere deine Fehler sachlich, zieh daraus Konsequenzen für die nächste ähnliche Situation und danach einen Schlussstrich. 

Ja, du hast Mist gebaut. Wenn du aber professionell mit deinem Fehltritt umgehst und daraus lernst, gehst du klüger aus der Misere heraus als du hineingeschlittert bist. Wir wünschen Dir Hals und Beinbruch!     

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