Wir kümmern uns um so viele Dinge, die uns wichtig sind: das äußere Erscheinungsbild, das Auto, die Wohnung, das Haus, die Arbeit, Familie und Freunde. Aber wie oft kümmern wir uns um unseren Geist? Besonders auf der Arbeit schweifen unsere Gedanken von einem Extrem ins nächste, ohne dass wir dies wissentlich wahrnehmen – und unser Bewusstsein verschmilzt mit dem Unbewussten. Doch eine tägliche, zehnminütige Auszeit kann für unser Denken einen Neustart bewirken und unser Leben auf lange Sicht grundsätzlich verändern!

Warum Gedanken unglücklich machen

Das sogenannte „mind-wandering“, also das Schweifenlassen von Gedanken, passiert uns häufiger als vermutet. Tatsächlich 47 Prozent unserer Lebenszeit verlieren wir uns selbst in Gedanken. Das sagt zumindest eine Harvard Studie aus dem Jahr 2010, für die über 2000 Menschen in ihrem Alltag anhand der speziell entwickelten App „Track Your Happiness“ befragt wurden. Die eigentlich erschreckende Erkenntnis ist, dass „mind-wandering“ unglücklich macht, ganz gleich ob man an positive oder negative Dinge denkt. Und wer möchte schon sein halbes Leben unglücklich sein? 

Andy Puddicombe stellt in seinem Ted-Talk eine Übung vor, die uns helfen soll, achtsamer zu werden; sowohl was unsere Art und Weise zu leben betrifft, als auch unsere Gedanken. Wie wäre es, wenn du deine Gedankengänge neutral betrachten könntest, ohne diese automatisch zu bewerten? 

Mit einem freien Geist und klaren Gedanken hättest du nicht nur mehr Energie zum Arbeiten und Leben, du würdest deine innere Einstellung elementar verändern und deine Gedanken besser verstehen. Dies würde nicht nur deine Konzentrationsfähigkeiten verbessern, sondern auch eine positive Veränderung für dein alltägliches Leben bewirken.

So funktioniert die Meditationsübung

Was du dafür tun musst, hat nichts mit Atemübungen im Schneidersitz zu tun. Es geht vielmehr darum, von deinen eigenen Gedanken „ein paar Schritte“ zurückzutreten und diese mit einem entspannten und fokussierten Kopf zu beobachten, als wärst du selbst Zuschauer einer Handlung. 

Lässt du deinen Gedanken freien Lauf, denkst du vielleicht an den Feierabend, den nächsten Einkauf, die Aufgaben, die du heute noch erledigen musst oder auch an das letzte Treffen mit guten Freunden. Es ist ein Wirrwarr aus Gedankenfetzen, die sich gegenseitig unterbrechen und ablösen. Doch wenn du sie dir jetzt in kleinen Gedankenblasen vorstellst und sie mit Abstand beobachtest, so erschaffst du eine gewisse Distanz und Reflektion.

Um uns die Methode bildlich zu veranschaulichen, jongliert Puddicombe drei kleine Bälle, als würde er seine Gedanken jonglieren und spricht währenddessen weiter. Das Jonglieren veranschaulicht, wie wir mit unseren Gedanken umgehen. Würde er sich zu sehr auf das Jonglieren konzentrieren, würde seine Rede darunter leiden, andersherum würde das Jonglieren darunter leiden. Das Ziel dieser Meditationsübung – nicht die des Jonglierens – ist, ein Gleichgewicht zwischen dem beobachtenden Ich und deinen Gedanken aufzubauen. 

Auch das Silicon Valley erkennt den Nutzen der Meditation

Auch Steve Jobs nutzte die Meditation, um ein besseres Gespür für die Wünsche seiner Kunden zu entwickeln. Doch auch Google, Twitter und Facebook lassen ihre Mitarbeiter eine meditative Pause einlegen. Denn die kreativen Köpfe des Silicon Valley sind sich bewusst, dass ausgeglichene Mitarbeiter fähig sind, Außerordentliches zu vollbringen. Zweifellos wird sich auch das GoodJobs-Team der Kontemplation widmen. Vielleicht ist es auch in deinem Büro an der Zeit, sich von der fernöstlichen Tradition inspirieren zu lassen.

 

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