Mit den stetig sinkenden Corona-Infektionszahlen und den gleichzeitig steigenden Anzahlen täglicher Impfungen bekommen wir langsam wieder die Hoffnung, bald häufiger im Büro statt im Home Office arbeiten zu können. Zu Hause legen wir schon alles daran, so nachhaltig wie möglich zu sein, aber wie sieht es eigentlich mit dem Klimaschutz im Unternehmen aus? Wir geben euch im folgenden Artikel hilfreiche Tipps, wie ihr euer Unternehmen klimafreundlich(er) machen könnt!

Der Weg ist das Ziel

Hier fängt die ganze Reise an: der Weg zur Arbeit. Auch wenn das Thema nicht ganz das Unternehmen trifft, so ist es doch euer persönlicher Beitrag als Arbeitnehmer*in. Jetzt, wo der Sommer langsam aber sicher in greifbarer Nähe ist, macht es auch wieder richtig Spaß, mit dem Fahrrad zu fahren. Wer nicht in Rad-Distanz zum Büro wohnt (oder vielleicht auch einfach nicht gerne Fahrrad fährt) kann auch die Öffis nutzen. 

Papier sparen

Klar, der Tipp ist nicht ganz neu, trotzdem hilft es immer wieder, sich vor Augen zu halten, ob ein Dokument wirklich gedruckt werden muss, oder ob es nicht die digitale Version auch tut. Und wenn doch mal was gedruckt werden muss, dann lohnt es sich, dies auf recyceltem Papier zu tun. Noch einen Schritt weiter könnt ihr gehen, wenn ihr zum Beispiel darauf verzichtet, Whiteboards, Notizen oder Mind Maps schriftlich auf Papier anzufertigen – das geht nämlich auch super online! Evernote ist ein super Tool für Notizen und auf Padlet könnt ihr effektiv mit dem ganzen Team in allen erdenklichen Farben und Formen brainstormen.

Die Trennung macht’s

Wo wir schon beim Thema sind: auch im Büro ist es wichtig, Müll zu trennen! Hauptsächlich geht es darum, verschiedene Behälter bereitzustellen und diese auch regelmäßig korrekt zu leeren. Häufig fühlt sich irgendwie keine*r so richtig verantwortlich für den Müll – hierfür kann es helfen, sich ein System auszudenken. Entweder ganz klassisch, mit einer rotierenden Liste oder ein Bonus-System, sodass der*die ‘Müllbeauftragte’ von den anderen auf ein Eis eingeladen oder zum Beispiel vom Protokoll-Schreiben befreit wird. 

Nachhaltig suchen

Kennt ihr schon Ecosia, die nachhaltige Option für Suchmaschinen wie Google & Co? Mit jeder Suchanfrage, die ihr über Ecosia ausführt, neutralisiert ihr 1kg CO2. Die Einkünfte, die Ecosia erhält (z. B. durch Firmen, die Werbekampagnen anlegen, um bei Suchanfragen zuerst zu erscheinen) werden in das Anpflanzen von Bäumen in Gebieten mit hoher Deforestation investiert – mittlerweile sind das schon weit über 125 Millionen Bäume.

Mails löschen – nicht nur gut für die Übersicht 

Laut einer Berechnung von DataEconomy.com wird weltweit circa ⅕ des Stromverbrauches durch Serverzentren verursacht. Alle Mails, die wir schreiben werden auf Server übermitteln, um dann wiederum beim Empfänger anzukommen. Klar, auf das Schreiben von Mails können wir selten verzichten, dafür können wir aber regelmäßig unser Mail-Postfach leeren, um die Speicherkapazität auf den Server einzusparen und so weniger Energie zu verbrauchen. 

Ab und an kein Gesicht zeigen

In Zeiten in denen viele, wenn nicht sogar alle Kolleg*innen remote aus dem Home Office arbeiten kann es sehr gut tun, auch mal die Gesichter zu den Meetings sein und auch als Möglichkeit dienen, den Teamgeist und Bezug zueinander wieder herzustellen bzw. aufrecht zu erhalten. Im Sinne des Klimaschutzes jedoch sollten wir darauf achten, öfter kein Gesicht zu zeigen, denn so können wir CO2 einsparen. Laut heise.de kommt, wer rein rechnerisch 15 Meetings pro Woche mit eingeschaltetem Video hat, im Monat auf einen CO2-Ausstoß von 9,4kg – ohne eingeschaltetes Video sind das nur noch 377g!

Mittagessen in wiederverwendbaren Boxen

Für den Fall, dass ihr regelmäßig Mittagessen zu euch ins Büro bestellt oder bei demselben Restaurant abholt, können wiederverwendbare Lunchboxen wie z. B. die unserer GoodCompany reCIRCLE eine Idee sein. Diese Mehrwegboxen könnt ihr in euer Lieblingsrestaurant mitnehmen und die Mitarbeiter*innen dort bitten, euer Essen in die Boxen zu füllen – manche Restaurants arbeiten auch selbst schon mit Mehrwegboxen, die ihr mit jeder Bestellung ‘austauschen’ könnt.

Neue Produkte checken (lassen)

Auch bei größeren Anschaffungen fürs Unternehmen, wie z.B. IT Produkten, könnt ihr darauf achten, wie nachhaltig diese sind und wie groß ihr (negativer) Einfluss auf die Umwelt ist. Im ‘Kompass Nachhaltigkeit’ findet ihr umfangreiche Informationen zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung und könnt sogar nach einzelnen Produkten suchen, um eine möglichst nachhaltige Entscheidung bei der Anschaffung treffen zu können. Für kleinere Anschaffungen wie z. B. Handseife (oder Schokolade ;)) findet ihr auch eine große Auswahl bei unserer Schwester GoodBuy.

Ökostrom & grünes Webhosting

Nicht nur bei der Wahl des Stromanbieters im Office gibt es die Möglichkeit, sich für Ökostrom gewonnen aus umweltfreundlichen, erneuerbaren Energiequellen zu entscheiden, sondern auch bei der Wahl für das Webhosting, welches euer Unternehmen nutzt. Mittlerweile gibt es einige Unternehmen, die ihre Server durch alternative Energie betreiben und das auch klar angeben woher sie diese beziehen, z.B. Avalon Networks, greensta ökohosting oder BIOHOST.

Abschalten – nicht nur nach Feierabend

Klar, wenn wir nach getaner Arbeit wieder nach Hause gehen, achten wir darauf alle Lichter und natürlich auch die Heizung auszuschalten bzw. abzustellen. Mehrfachsteckdosen mit Kippschalter sind eine super Möglichkeit, um möglichst effektiv viele Geräte auf einmal abzuschalten und so zu verhindern, dass zum Beispiel der Rechner auf Stand-By weiterläuft. Noch ein Tipp: Mehrfachsteckdosen kann man super gebraucht über ebay Kleinanzeigen bekommen! Vor allem tagsüber macht es Sinn, sich regelmäßig zu fragen, ob alle Lampen eingeschaltet sein müssen. Manchmal gewöhnt sich das Auge so sehr an die Helligkeit drinnen und draußen, dass wir gar nicht mehr bemerken, dass es draußen auch so hell genug ist und wir keine extra Beleuchtung mehr benötigen – diese kann dann beherzt ausgeschalten werden.