Karriere

Neues Jahr, neuer Job? Warum jetzt die richtige Zeit für den Jobwechsel ist

Neujahrsvorsätze – mehr Sport machen, gesünder essen, vielleicht endlich den Job wechseln? Woran du erkennst, dass es Zeit dafür ist und warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist.

Julia Dillan

27.12.2021

Zwei Hände mit brennenden Wunderkerzen

Ian Schneider via Unsplash

Das Ende des Jahres ist für viele eine Zeit der Entspannung und der Reflexion. Wie lief dein Jahr 2021? Bist du glücklich mit dem, was du erlebt und geschafft hast? Was hast du sowohl im Privatleben als auch in deiner Karriere erreicht? 41 Prozent der Befragten haben im aktuellen XING Stimmungsbarometer angegeben, dass ihnen für 2022 ein Job wichtig ist, der sie glücklich macht. Jedes Jahr machen wir uns aufs Neue gute Jahresvorsätze – egal ob es eine gesündere Ernährung, mehr Sport oder eben eine Veränderung in der Karriere sein soll. Welche Anzeichen eindeutig für einen Jobwechsel sprechen und warum der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt ist, erfahrt ihr hier

Fünf Anzeichen, dass du über einen neuen Job nachdenken solltest

  1. Check-In Methoden zur Reflexion

Nehmen wir zum Beispiel den 5-Jahres-Check. Klar, du könntest auch eine beliebige andere Zeitspanne nehmen, aber es geht darum, dir dich selbst in der gleichen Tätigkeit wie gerade vorzustellen. Welche Gefühle kommen bei dem Gedanken daran auf, weitere fünf Jahre in deiner momentanen Position zu verbringen? Freust du dich oder kommen unangenehme Gefühle hoch? Welche Pläne hast du noch für dich – eine Weiterbildung, ein Studium oder eine Führungsposition? Ist das in deinem aktuellen Job realistisch? Falls nicht, könnte das ein Anzeichen sein, dass du dich auf die Suche begeben solltest.

Schau dir außerdem mal deinen aktuellen psychischen Zustand an. Denkst du dir bei deinem Job: “Geil, Montag!” oder hast du Probleme, morgens aus dem Bett zu kommen? Kannst du nach der Arbeit gut abschalten? Klar, auch ein GoodJob kann hin und wieder anstrengend sein, aber wenn du dauerhaft erschöpft und demotiviert bist, ist das langfristig keine gute Perspektive. 

  1. Du fühlst dich weder finanziell noch persönlich wertgeschätzt.

Redet mehr über Gehälter! Dieses Tabu müssen wir gemeinschaftlich unbedingt aus der Welt schaffen. Tausche dich mit Familie und Freund*innen über Geld, nicht-finanzielle Leistungen und anderweitige Wertschätzung aus. Kommst du mit deinem monatlichen Gehalt gut aus? Wie lang ist deine letzte Gehaltsanpassung oder -verhandlung her? Wie viel Geld du auch in einem Job mit Sinn verlangen kannst, liest du in diesem Artikel. Denn letztendlich musst du dir auch dein Leben und deinen Alltag finanzieren können. 

Das Gehalt stimmt zwar, aber es fühlt sich eher wie Schmerzensgeld an? Für die eigene Arbeit wertgeschätzt zu werden, durch regelmäßige Feedbackgespräche an sich und auch an der gemeinsamen Zusammenarbeit zu werkeln und gern mit den Kolleg*innen zusammenzuarbeiten sind relevante Aspekte für die Arbeit. Ist das nicht gegeben, solltest du vielleicht über eine Veränderung nachdenken.

  1. Die Bedingungen stimmen nicht mehr.

Durch die Corona-Pandemie haben sich viele Entwicklungen wie das Home Office, flexible Arbeitszeiten, die 4-Tage-Woche, Hygienerichtlinien und mobiles Arbeiten etabliert. Dennoch gibt es noch immer Arbeitgeber*innen, die sich nicht an den Wünschen und Vorstellungen der Mitarbeitenden orientieren. Du arbeitest gern den Großteil der Zeit im Home Office, weißt aber schon, dass du (je nach gesetzlichen Richtlinien) wieder zurück ins Großraumbüro musst? Dann begib dich doch auf die Suche nach einem Remote Job, beziehungsweise einem, bei dem Home Office gefördert wird!

  1. Du wünschst dir mehr Sinn im Job.

Die meisten Nutzer*innen, die auf unserer Plattform nach Stellen suchen, arbeiten noch nicht in einem GoodJob. Immer mehr Menschen wollen jedoch nicht nur privat, sondern auch beruflich der Gesellschaft und dem Planeten etwas zurückgeben. Unternehmen, die bei uns Stellen schalten, müssen bestimmte Kriterien, die an den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) orientiert sind, erfüllen. Sie werden, bevor wir sie auf unsere Plattform aufnehmen, durch unser “Company Discussion Team” geprüft, sind aber auch immer wieder offen für Feedback aus der Community. Du weißt, dass dein*e Arbeitgeber*in keine nachhaltigen Ziele unterstützt und möchtest das eigentlich nicht mit deiner Lebenszeit unterstützen? Dann wird es Zeit für etwas Neues.

  1. Ein neuer Job alle zwei Jahre?

Es gibt viele Theorien darüber, wie lange Arbeitnehmer*innen in ihrem Job bleiben sollten. Vier Jahre kein Aufstieg, keine Gehaltsanpassung, immer noch die gleichen Aufgaben? Expert*innen raten zum Jobwechsel. Wenn du deinen Job allerdings schon nach kurzer Zeit (weniger als 1,5 Jahre) wechselst, könnten neue Arbeitgeber*innen schlussfolgern, dass du die Probezeit nicht geschafft, oder deine Kompetenzen nicht unter Beweis stellen konntest. Naja, idealerweise findest du einen Job, in dem du glücklich und erfüllt bist und bleibst genau so lange dort, wie diese Aspekte gegeben sind. Wir nehmen bei unseren GoodCompanies wahr, dass die Kommunikation zählt. Es ist kein Problem, schon nach der Probezeit das Unternehmen zu wechseln, wenn es nicht gepasst hat, solange zukünftig keine schlechten Gefühle gegenüber einander gehegt werden. Begründe deinen Wunsch nach einem neuen Job also ehrlich und empathisch. 

Der Zeitpunkt ist jetzt perfekt!

Wir denken zwar nicht, dass es den einen optimalen Zeitpunkt gibt, um möglichst schnell einen neuen Job zu finden, da jede Zeit im Jahr ihr Für und Wider hat, allerdings gibt es doch einige Argumente, warum du dich gerade jetzt an deine Bewerbung setzen solltest.

Viele Firmen schreiben zum Jahresanfang neue Stellen aus. Das merken wir auch bei der Anzahl an Stellen, die auf unserer Plattform online sind. Der Januar ist keine ungewöhnliche Zeit für Jobwechsler*innen, und so herrscht am Jahresanfang eine größere Fluktuation als davor. Natürlich bedeutet das aber auch, dass es mehr Bewer*innen auf mehr Stellen gibt. Viele Mitarbeiter*innen haben in der ersten Woche noch Urlaub und so werden neue Projekte und Planungen wahrscheinlich erst Mitte Januar oder Anfang Februar angegangen. Perfekt also, im neuen Jahr die Augen offen zu halten. Wenn du außerdem diese Fluktuation kennst, kannst du den augenscheinlichen Nachteil für dich nutzen: Schicke zum Beispiel Initiativbewerbungen an deine favorisierten GoodCompanies, dann liegt deine Bewerbung direkt zum Jahresanfang und zum Planungsprozess vor. Damit könntest du Mitbewerber*innen vielleicht einen Schritt voraus sein.

Ende des Jahres ist außerdem die Zeit der Mitarbeitendengespräche. Dir wird gespiegelt, wie du im Unternehmen stehst, wie zufrieden beide Seiten mit der Zusammenarbeit und den Aufgaben sind und auch wie die gemeinsame Zukunft aussehen könnte. Wenn du mit den Ergebnissen dieses Gespräches nicht zufrieden bist und auch das Gefühl hast, dass vorerst alles gesagt ist, kannst du mit gutem Gefühl in die Jobsuche starten. 

 

Du machst dir schon längere Zeit Gedanken über einen Wechsel und hast auch die Reflexionsfragen in diese Richtung beantwortet? Na, dann bist du bereit: Nutze den guten Zeitpunkt, begib dich im neuen Jahr auf die Suche und finde einen Job, der dich glücklich macht!

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