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Karriere

Mit LinkedIn zum Traumjob: 10 praktische Tipps

LinkedIn gezielt für die Jobsuche einsetzen? Das kann wertvolle Lebenszeit während der Suche nach dem Traumjob sparen. Insider Tipps einer Bewerbungs- und LinkedIn-Expertin.

Selma Kuyas

10.01.2022

Schriftzug auf Fenster "Welcome to Linkedin"

Greg Bulla via Unsplash

Die Zeit, die du in die Suche deines Traumjobs steckst, häuft sich immer weiter an? Oder du bist nicht zufrieden in deiner aktuellen Position, hast aber nicht die Kapazitäten, um regelmäßig nach Stellen zu suchen? Eine Möglichkeit ist es, dich für den wöchentlichen GoodJobs-Newsletter anzumelden. Noch sinnvoller ist es, auch das Social Media Zeitalter für dich zu nutzen – denn neben Stellenausschreibungen betreiben Unternehmen auch Active Sourcing, um neue Talente zu finden und dir könnten wertvolle Möglichkeiten durch die Finger gleiten!

LinkedIn ist die führende Social Media Plattform für Beruf und Karriere und ein mächtiges Werkzeug, damit du selbstbestimmt deine Karriere planen kannst. Das es wirklich leicht ist, mit LinkedIn den Traumjob zu finden, weiß unsere Gastautorin Selma aus Erfahrung als Bewerbungsexpertin und weil sie dieses Business Netzwerk als LinkedIn Top Voice besser kennt, als die eigene Westentasche. 

Die Digitalisierung macht vor nichts und niemandem Halt – auch nicht vor dem Workflow zur Vergabe von offenen Rollen oder Stellen. Wenn du lernst, wie du LinkedIn gezielt für deine Jobsuche einsetzen kannst, sparst du wertvolle Lebenszeit während der Suche nach dem beruflichen Glück.

In diesem Artikel bekommst du  zehn einfach umsetzbare Insider Tipps, wie du mit deinem LinkedIn Profil zielgerichtet genau den Job findest, den du dir wünschst.  

Vorneweg: Dein LinkedIn Profil ist keine digitale Version deines Lebenslaufs und auch keine digitale Visitenkarte. Dein LinkedIn Profil ist eine Willkommensseite für potenzielle Arbeitgeber*innen. Es macht also Sinn, hier den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen. Dein Traumjob ist nämlich nur ein Klick weit von dir entfernt.

1) Bleib bei Recruiter*innen im Gedächtnis

In der Marketingwelt gang und gäbe, aber bei vielen Bewerber*innen noch nicht angekommen: das Storytelling. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass wir uns Geschichten besser einprägen können, als eine Aufzählung von Fakten oder Tätigkeiten. Storytelling kannst du hervorragend mit deinem LinkedIn Profil umsetzen. Du hast zwei verschiedene Abschnitte im Profil, um dich mit (d)einer erinnerungswürdigen Geschichte bei dem*r Recruiter*in ins Gedächtnis einzubrennen: Der Infotext und die Berufserfahrung. Um diese zu bearbeiten, klicke im Header deines Profils auf “Abschnitt hinzufügen”.

Info Text

Schreib hier bitte nicht in der 3. Person über dich, das wirkt komisch für Leser*innen. Das hier ist deine Bühne. Sorge also dafür, dass Profilbesucher*innen verstehen, wie du die (Arbeits-)Welt verbesserst. Nimm der Person die Hürde, um mit dir in Kontakt zu treten. Ergänze das Ende deines Infotextes mit deiner E-Mail Adresse (optional Handynummer), damit dich interessierte Recruiter*innen unkompliziert kontaktieren können.

Berufserfahrung (Berufsstationen)

Zähle nicht nur deinen Aufgaben- oder Verantwortungsbereich auf. Hier darfst du über Erfolge sprechen und aufzeigen, welche Herausforderungen du wie lösen konntest. Achte darauf, genau die Schlüsselwörter (Keywords), Begriffe und Synonyme zu verwenden, für die du gefunden werden willst.  Daher ist wichtig, dass du deine angestrebte Jobfunktion in deinen Texten erwähnst. Insbesondere, wenn du einen Quereinstieg wagen möchtest. 

2) Richte den Fokus vorwärts, nicht zurück

Mit anderen Worten: richte dein Profil auf dein Karriereziel aus und nicht auf deine berufliche Biografie. Ganz klar, dass du deine Vergangenheit nicht leugnen sollst. Im Gegenteil – betone die Tätigkeiten und Erfolge, die dich zu dem*r Superheld*in gemacht haben, die du heute bist. Jetzt kommt das Aber: Nur solange diese Kompetenzen relevant für den Job sind, den du dir für deine Zukunft wünschst und dein künftiges Unternehmen auch davon profitieren kann.

3) Halte Dein Profil aktuell

Dein Profil ist nichts, was in Stein gemeißelt ist und du solltest immer wieder daran schleifen.  Schließlich hast du dir die ganze Mühe nicht umsonst gemacht. Hast du neue Keywords entdeckt, die noch fehlen? Hast du dich an Erfolge erinnert, die du vergessen hast zu erwähnen? Landen keine, oder viel zu wenige, Jobangebote von Recruiter*innen in deinem LinkedIn Postfach? Dann besteht Handlungsbedarf.

Eine weitere Möglichkeit, deinem LinkedIn Profil mehr Leben einzuhauchen besteht darin, Arbeitsproben zu liefern. Was meine ich damit? LinkedIn Artikel. Setz Dich hin und schreib (mindestens) einen LinkedIn Artikel. Ermögliche Besucher*innen deines Profils, deine Arbeitsweise oder Fachkompetenz kennenzulernen. Erzähle von einem erfolgreich umgesetzten Projekt oder einem anderen Meilenstein, den du während einer Anstellung setzen konntest.

4) Nutze visuelle Inhalte

Das LinkedIn Profilfoto, Hintergrundbild oder sonstiger visueller Content sind unglaublich wertvolles Kapital. Du hast außerdem die Möglichkeit, Diplome, Auszeichnungen oder andere optische Elemente wie zum Beispiel einen Onepager auf dein Profil hochzuladen. Das schafft Vertrauen und lädt Recruiter*innen dazu ein, länger auf deinem Profil zu verweilen und es genauer unter die Lupe zu nehmen.

5) Mach dich für Personaler*innen zugänglich

Mach es Leser*innen deines Profils einfach, dich zu kontaktieren. Nimm ihnen die Hürde und platziere deine Kontaktangaben prominent, sodass sie schnell auffindbar sind. Dazu kannst du am Ende deines Infotextes deine E-Mail Adresse nochmals erwähnen. Schreib sie nicht einfach hin, sondern ergänze, dass du dich über eine Nachricht freust oder du jederzeit kontaktiert werden darfst.

Wenn du noch schneller Jobangebote erhalten willst, kann es hilfreich sein, deine Handynummer anzugeben. Personaler*innen haben wenig Zeit und greifen bei der Suche nach geeigneten Kandidat*innen auch gern zum Telefonhörer.  

6) Suche proaktiv den Kontakt zu Entscheidungsträger*innen

Hab keine Angst den Erstkontakt zu Personaler*innen oder Recruiter*innen herzustellen, wenn du genau weisst, dass du alles mitbringst, was gesucht wird. Und auch wenn 10x ein "Nein danke" als Antwort kommt, braucht es nur ein einziges Ja, um deinen Traumjob zu landen.

7) LinkedIn ist für die Arbeitswelt, was Google fürs Internet ist

LinkedIn ist im Grunde genommen eine Suchmaschine mit dem primären Ziel: Die richtigen Personen miteinander zu verlinken. Egal, ob das nun für Geschäftszwecke oder Personalvermittlungen ist. Die Verlinkung kann aber nur erfolgreich sein, wenn die LinkedIn Maschine die richtigen Informationen hat. Du hast einen grossen Einfluss darauf, wie und wem LinkedIn deine Profil-Informationen ausspielt.  

Sichtbarkeit

LinkedIn ist nicht nur ein soziales Business Netzwerk, es besitzt auch einen intelligenten, kostenpflichtigen Service für Personalverantwortliche – Das Tool "LinkedIn Recruiter". Mit diesem Tool kann die HR-Abteilung Kandidat*innen identifizieren und ansprechen. Gesucht wird mittels Filterkriterien wie Job Beschreibung, Skills, Wohnort, Branche oder Berufserfahrung. Wer die meisten Kriterien erfüllt, wird bei den Suchergebnissen ausgespuckt. 

Kenntnisse und Fähigkeiten (Skills)

Active Sourcing bedeutet, dass Unternehmen selbst auf Kandidat*innensuche gehen, anstatt Stelleninserate zu publizieren oder Personalvermittler*innen einzusetzen. Im Abschnitt "Kenntnisse & Fähigkeiten" hast du 50 Möglichkeiten zu steuern, für welche Keywords du gefunden werden willst. Verwende unbedingt Synonyme, schließlich weißt du nicht, ob der*die Recruiter*in nach einem "Projekt Manager" oder nach dem englischen Begriff "Project Manager" sucht. Für die Maschine ist es nicht das Gleiche. Tipp: je mehr Kontakte deine Kenntnisse bestätigt haben, desto weiter nach oben rutscht dein Profil bei den Suchergebnissen der Recruiter*innen.

8) Open to work – ja oder nein?

Du hast die Möglichkeit, deinen Status als Stellensuchende*r für jede*n sichtbar zu machen. Der grüne "Open to work" Ring um dein Profilbild signalisiert schnell, dass du auf Jobsuche bist. Auch wenn von LinkedIn gut gemeint, rät Expertin Selma davon ab.. Hier findest Du noch weitere Gründe, weshalb sie das "Open to work" Emblem nicht empfiehlt.

Du hast trotzdem die Möglichkeit, deine Bereitschaft für Jobangebote in deinem Profil anzugeben, sodass sie nur für Recruiter*innen sichtbar ist, was Selma empfiehlt, um in der LinkedIn Recruiter-Suche angezeigt zu werden. 

9) Empfehlungen

LinkedIn Empfehlungen sind deine Chance, dich als vertrauenswürdig und professionell zu präsentieren. Stell dir ein Kopf-an-Kopf Rennen mit deinem*r Konkurrent*in vor: Dein*e Mitbewerber*in hat bei gleicher fachlicher Eignung keine LinkedIn Empfehlungen. Du im Gegensatz hast 10 aussagekräftige Empfehlungen von ehemaligen Vorgesetzten, Teamkolleg*innen oder Kund*innen. Was denkst du, wer das Jobangebot bekommt? Richtig – Du! 

10) Interaktion

Das Geschäftsmodell sozialer Plattformen baut auf der Verweildauer der User*innen auf. Je aktiver du dich auf LinkedIn bewegst,, desto besser kann der Algorithmus deine Inhalte und Interaktionen potenziellen Interessent*innen ausspielen. Lass dich nicht von der Denkfalle täuschen, Beiträge zu posten oder zu kommentieren sei Zeitverschwendung. Jede Zeile die du schreibst, jedes Bild, das du postest, stärkt deine Marke "Ich". 

Deine nächsten Schritte

Schritt 1: Falls du noch kein LinkedIn Profil hast, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, eines zu erstellen. Wenn Selma einen Blick in ihre Glaskugel wagt, sieht sie, dass LinkedIn für die Arbeitswelt ungeahnte Dimensionen annehmen wird. Bereits heute ist es möglich, sich mit einer One-Klick-Bewerbung bei Unternehmen zu bewerben. Der klassische Lebenslauf wird zum Auslaufmodell und digitale Profile der neue Standard. Das hier LinkedIn die Nase vorn hat, ist statistisch gesehen bewiesen.

Schritt 2: Starte heute damit, dein Netzwerk kontinuierlich auszubauen. Vernetze dich gezielt mit deinen Kolleg*innen und Kund*innen, poste Errungenschaften und Erfahrungen, die du in deinem Job machst, interagiere mit anderen Accounts – auch mit denjenigen, die in deinem Spezialgebiet viel Content teilen. 

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Selma Kuyas ist leidenschaftlicher Bewerbungscoach und ist auch als Bewerbungsqueen bekannt. Sie wurde 2020 aus 16 Millionen Mitgliedern zur LinkedIn Top Voice ausgezeichnet, weil sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Themen Bewerbung und Selbstmarketing rege mit der LinkedIn Community teilt und für viel Austausch sorgt. Vernetze dich mit ihr, um auf dem neuesten Stand in Bewerbungsthemen zu bleiben! Selma liefert mit ihrem Bewerbungskurs “Wunschkandidat” ambitionierten Fach-und Führungskräften ein erprobtes Rezept, damit Selbstbestimmung in der Karriereplanung kein Wunschtraum bleibt. Wenn sie nicht gerade am Arbeiten ist, mixt sie elektronische Beats an den Plattentellern ihres Musikstudios.

 

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