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Karriere

Mein GoodJob als On Purpose Associate

Sich nicht nur zu fragen, was man gut kann, sondern was eigentlich Energie zurückgibt, hat Sophie Läßle dabei geholfen, einen neuen Karriereweg zu gehen - als Associate bei On Purpose.

Sophie Läßle, Julia Dillan

13.08.2021

In dieser Reihe erzählen erfolgreiche Bewerber*innen vom Weg zu ihrem GoodJob und was ihn ausmacht. Diesmal mit Sophie Läßle, 32, Associate bei On Purpose. Um sich neu zu orientieren und ihren persönlichen Job mit Sinn zu finden, hat sie sich für das Weiterbildungsprogramm im Social Enterprise Sektor entschieden. Erfahrt mehr darüber, was dieses für sie so besonders macht.

Hi Sophie, stell dich und deinen Job doch bitte kurz einmal vor.

On Purpose unterstützt mit dem einjährigen Leadershipprogramm Menschen auf Sinnsuche dabei, sich mit Organisationen zu vernetzen und in verschiedenen Projekten neue Bereiche auszutesten. Dafür sind die Associates jeweils sechs Monate in einem Unternehmen - ich arbeite bis Ende September bei Greenpeace in der Personalabteilung und unterstütze sie dabei, die eigene Diversität voranzubringen. Ab Oktober wechsle ich dann zur globalen Beratungsfirma Systemiq. 

Was hast du davor gemacht?

Ich habe Kommunikationswissenschaften studiert und danach ein Volontariat im Fernsehbereich absolviert. Mein erster Umbruch fand 2018 statt, als ich mich nach einer Veränderung gesehnt habe und nach Berlin umzog. Obwohl ich auch da schon bei GoodJobs nach einer neuen Herausforderung gesucht habe, bin ich wieder beim Fernsehen gelandet, diesmal im Musikbereich. Auch all diese Erfahrungen waren super spannend und bereichernd, ich habe bei vielen Dokumentationen mitwirken dürfen und tolle Menschen kennengelernt. 2020 habe ich aber gemerkt: Irgendwie erfüllt mich das nicht mehr.

Also der Beginn deiner persönlichen Sinnsuche?

Beginn würde ich es nicht nennen, für mich hat das Thema Sinn schon länger einen immer wichtigeren Part in meinem Leben eingenommen. Auch während meiner Arbeit als Redakteurin beim Fernsehen konnte ich mich je nach Projekt mit wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit oder Diversity beschäftigen - aber das war eben nicht die Regel. Ich hatte schon das Gefühl, dass da noch mehr geht. Deshalb habe ich mir ein paar Monate Auszeit zur Orientierung geschenkt und bin zurück nach Hamburg gezogen. Dann habe ich die Ausschreibung von On Purpose gesehen und war Feuer und Flamme – Weiterbildung und Arbeit in nachhaltigen Organisationen zugleich, das hat mich direkt angesprochen.

Was ist das Besondere an dem Associate Programm? 

Ich lerne nicht nur diese zwei Unternehmen kennen, sondern habe jeden Freitag gemeinsam mit den anderen Programmteilnehmer*innen Trainings zu verschiedensten Themen: Stärken und Werte, agile Methoden oder Finanzen und Controlling. Vorherrschend ist der Community-Gedanke. Alle haben die Sinnhaftigkeit im Fokus und wir tauschen uns sehr viel untereinander aus. Außerdem bekommen wir ein persönliches Coaching und haben in den Orgasationen eine*n eigene*n Mentor*in. Ich kann mich durch das Programm in für mich ganz neue Bereiche einarbeiten, bei Greenpeace in den HR Bereich und bei Systemiq eher in die Kommunikation – das ist eine tolle Möglichkeit.

Was haben die Unternehmen davon und wie sieht dein aktueller Arbeitsalltag aus?

Durch das Leadershipprogramm erhalten sie Unterstützung von Menschen mit einem frischen Blick von außen und profitieren von dem, was die Associates an Erfahrungen aus anderen Bereichen und an Selbstständigkeit mitbringen. Das zieht sich auch durch meinen Arbeitsalltag. Bei Greenpeace arbeite ich circa einmal pro Woche im Büro, weil viele Ideen und Projekte eben auch von persönlichem Austausch leben. Dort haben wir dann ein Teammeeting und treffen uns in einem großen Konferenzraum, damit sich Teammitglieder auch via Zoom zuschalten können. Es gibt ein Update darüber, woran die anderen arbeiten und ich kann Einblicke in andere Bereiche erhalten. Den Rest der Zeit kümmere ich mich um meine eigenen Projekte und Themen. Zum Beispiel stelle ich momentan den Kontakt zu divers aufgestellten Initiativen und Vereinen her, die sich mit dem Klimawandel befassen, um zu schauen, was uns im Recruitingprozess fehlt und wie wir vielleicht gemeinsam daran arbeiten können. Das Ziel ist es, mehr Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven und Hintergründen zu Greenpeace zu holen.

Wie schaffst du dir Ausgleich?

Ich übe einen relativ außergewöhnlichen Sport aus - Roller Derby. Das ist ein Vollkontaktsport auf Rollschuhen. Während der Lockdowns durften wir zwar nicht viel trainieren, aber Rollschuhfahren funktioniert ja auch draußen und bereitet mir große Freude. Außerdem setze ich mich als Aktivensprecherin der deutschen Roller Derby Nationalmannschaften für mehr Diversity und Inklusion ein, diese Themen liegen mir einfach sehr am Herzen. 

Das klingt spannend! Was war deine größte Veränderung seitdem du bei OnPurpose bist? 

Dass Menschen mich für meine Leistungen und dafür, wer ich als Mensch bin, schätzen, ist die größte Bereicherung für mich. 

Danke für die Einblicke! Was möchtest du unseren Leser*innen und Sinnsuchenden noch mitgeben?

Mein augenöffnender Moment war, als ich mich nicht nur gefragt habe, was ich wirklich gut kann, sondern auch, was mir eigentlich Energie zurückgibt. Manchmal kann das bedeuten, in andere Bereiche zu gehen, wenn beispielsweise das, was du kannst, dir mehr Energie raubt als gibt. Diese Erkenntnis ist okay und wichtig! Außerdem wünsche ich mir, dass sich immer mehr Organisationen vielfältiger aufstellen, und dass wir uns alle soweit wie möglich dafür einsetzen.

 

Mehr Informationen über das On Purpose Leadership Programm und offene Stellen findest du hier.

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