Karriere

Mein GoodJob als Head of Customer Service bei WEtell

Erfolgreiche Bewerber*innen erzählen vom Weg zu ihrem GoodJob und was ihn ausmacht. Diesmal mit Karina Benz, die bei WEtell die Vision von nachhaltigem Mobilfunk vorantreibt.

Julia Dillan

23.02.2022

Portrait von Karina Benz, WEtell

Karina Benz

In dieser Reihe erzählen erfolgreiche Bewerber*innen vom Weg zu ihrem GoodJob und was ihn ausmacht. Diesmal mit Karina Benz, die sich den Customer Sevice Bereich beim Mobilfunkanbieter WEtell leitet. Ein bunter Lebenslauf voller Erfahrungen und Abzweigungen führten sie schließlich zu ihrem persönlichen GoodJob.

Karina, Stell dich und deinen Job bitte kurz einmal vor.

Ich bin „Head of Customer Service“ beim einzigen konsequent nachhaltigen Mobilfunkanbieter Deutschlands. Das Unternehmen ist noch jung, daher war es von Anfang an natürlich meine Hauptaufgabe, mit dem Team zusammen Prozesse festzulegen, sicherzustellen, dass der Wissensaustausch funktioniert, die Zusammenarbeit mit unserem Partner zu standardisieren und das Tagesgeschäft zusammen mit den Kolleg*innen zu stemmen.

Welche Ausbildung hast du durchlaufen?

Nach der Realschule habe ich eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen, um dann (während der Elternzeit) noch den Betriebswirt im Handwerk auf der Abendschule drauf zu setzen.

Wie bist du zu deinem Job gekommen? 

Über die Gemeinwohlökonomie, auf deren Seite ich oft stöbere, habe ich einen Link zu GoodJobs gefunden. Dort habe ich die bei WEtell ausgeschriebene Stelle gefunden und mich beworben. Die Authentizität der Gründer*innen hat mich dort einfach überzeugt – Die Begeisterung und der absolute Wille, etwas verändern zu wollen und das auch zu tun. Dass ich ein Teil davon bin, verleiht mir einen ungeheuren Motivations- und Energieschub.

Was hast du davor gemacht?

Ich war bereits als Vertriebsleiterin im Innendienst bei einem Automobilzulieferer tätig, danach habe ich mich um meine beiden Kinder gekümmert und zusammen mit meinem Partner seinen Handwerksbetrieb geführt. Mein Wiedereinstieg in den geregelten Berufsalltag fand tatsächlich erst mit 40 Jahren statt. Meine anfängliche Tätigkeit als Vertriebsassistentin in der Medizintechnikbranche führte mich aufgrund meiner Interessen schnell in die Bereiche Prozessmanagement und Softwarevalidierung. 

Wie sah deine persönliche Sinnsuche aus? 

In streng regulierten Unternehmen, wie zum Beispiel in Unternehmen der Medizintechnik, ist es schwierig bis unmöglich, Prozesse rasch zu optimieren und/oder auf menschliche Bedürfnisse und Wünsche anzupassen. Das war frustrierend und demotivierend für mich. Ich habe meinen Job gekündigt, ohne einen neuen in Aussicht zu haben und bin dann in mich gegangen.

Warum bist du in die Richtung Kundenservice gegangen? Was treibt dich an?

Während meiner freien Zeit, und auch bereits vorher, wurde klar, dass ich mir eine Tätigkeit wünsche, in welcher ich handlungsfähig bin, etwas schnell verändern kann und direkten menschlichen Kontakt habe. Sowohl die Kund*innen, als auch die Kolleg*innen sind für mich das Beste an meinem Job.

Wie sieht dein Joballtag aus? 

Ab 08.00 Uhr bearbeite ich Service-Mails und beantworte eingehende Anrufe unserer Kund*innen und Interessent*innen. Sobald meine Kolleg*innen erscheinen, beginnen wir damit, uns zu besonderen Fällen auszutauschen. Täglich um 9.00 findet dann unser sogenanntes „daily“ statt. Bei diesem treffen sich alle WEteller*innen online und es erzählt jeder*r wie es ihm*ihr gerade geht, welche Aufgaben am Vortag bearbeitet wurden und was für den aktuellen Tag auf dem Programm steht. Danach befasse ich mich entweder mit schwierigen Fällen aus dem Kund*innenalltag oder ich bearbeite SCRUM-Aufgaben. Diese haben meist Prozesshintergrund oder mit Neuerungen zu tun. Natürlich gibt es über den Tag verstreut auch Meetings, Feedbackgespräche, strategische Diskussionen oder Ähnliches.

Was ist die größte Veränderung für dich persönlich, seitdem du in diesem Job bist?

Mein inneres Tempo hat sich geändert. Meine persönliche Motivation ist so groß wie nie, die Wertschätzung, die ich sowohl von Kund*innen als auch von Kolleg*innen erhalte, beflügelt mich zusätzlich. In einem Start-up herrscht eine völlig andere Dynamik, diese passt perfekt zu meiner Persönlichkeit. Außerdem kann ich mich sowohl mit den Werten als auch mit den Abläufen bei WEtell zu 100 Prozent identifizieren, ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal glaubwürdig behaupten könnte.

Was bedeutet dir persönlich Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeitsbedürfnis ist ein Charakterzug. Wertschätzung für Dinge, nichts als selbstverständlich zu nehmen sondern als Geschenk. Mir selbst dankbar dafür zu sein, die Erde nicht aus Eigennutz zu schädigen. 

Dein wichtigster Tipp für die Jobsuche?

Glaubt niemandem der behauptet ihr wärt zu alt für einen Jobwechsel oder Quereinstieg!

Danke für das Gespräch Karina!


Du hast deinen persönlichen GoodJob noch nicht gefunden, weißt nicht, wie du deine Ausbildung in einem nachhaltigen Bereich anwenden kannst oder brauchst einfach einen Tapetenwechsel? Klick dich durch unsere Stellenausschreibungen oder schau mal in die Stellen von WEtell rein!

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