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Hybride Teams: 5 Gründe, warum sie mehr erreichen können

Das ganze Team im Büro zu treffen, wird eine Seltenheit bleiben. Die Zukunft der Zusammenarbeit ist hybrid! Das bringt jede Menge Herausforderungen, aber auch Chancen mit sich.

Gesine Engelage-Meyer

16.06.2022

Hybrides Arbeiten, Bildschirm mit Videocall, daneben ein Buch

Dylan Ferreira via Unsplash

Früher liefen alle Fäden eines Teams im Büro zusammen. Zukünftig wird es immer seltener vorkommen, dass alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind. Hybride Teamarbeit bedeutet entsprechend, dass ein Team kommunikativ und technisch so aufgestellt ist, dass es unabhängig von Ort und Zeit gut zusammenarbeiten kann. Egal ob im Büro, im Home-Office oder am Badesee.

Das stellt Teams nicht nur vor große Herausforderungen, sondern bietet auch neue Chancen, um gemeinsam mehr zu erreichen.

Hybride Teams gestalten die Art und Weise der Zusammenarbeit viel bewusster

Bewusst gestaltete Kommunikation und der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge übernehmen mehr und mehr die Funktionen, die früher (vielfach unbewusst) das Büro innehatte.  Zum Beispiel in Meetings. Wenn es früher gut lief, hatten Meetings im Büro ein Thema und im Kalender aller Eingeladenen stand ein Termin. Der Rest ergab sich dann (hoffentlich) durch das bloße Zusammensitzen. Das sorgte selten für zufriedenstellende Meetings, aber der Leidensdruck war auch nicht groß genug, um an der eingefahrenen Meetingkultur zu rütteln. 

Ein Hybridmeeting (die Teilnehmenden sind an verschiedenen Orten, mindestens zwei nehmen vom gleichen Ort aus teil) braucht hingegen deutlich mehr Gestaltung, um gute Ergebnisse hervorzubringen. Die Moderation zum Beispiel gelingt besser mit verteilten Rollen, und statt der freien Rede sorgen konkrete Interaktionsmethoden, wie das Aufrufen oder ein Silent Brainstorming dafür, dass sich alle gleichberechtigt beteiligen können.

Hybride Teams entwickeln sich durch kontinuierliches Feedback stetig weiter

Hybride Teams haben weniger beiläufige Kommunikation, zum Beispiel an der Kaffeemaschine oder beim Mittagessen. Genau in diesen Situationen lassen sich sonst aber kleine Missverständnisse ausräumen und das gegenseitige Verständnis wächst.  Hybride Teams sind daher gefragt, sich regelmäßig und selbstverständlich Feedback zu geben und nicht darauf zu warten, bis sich eine Gelegenheit ergibt. Da Feedback wiederum der Motor schlechthin für Weiterentwicklung ist, findet sie in hybriden Teams kontinuierlicher statt als in klassischen Teams.

Eine bessere Balance aus individueller Freiheit und gemeinsamen Strukturen sorgt für mehr Arbeitszufriedenheit

Während der Pandemie haben viele die Erfahrung gemacht, dass sich Leben und Arbeit von zuhause oftmals leichter vereinen lassen. Gleichzeitig fehlten den meisten die einst etablierten gemeinsamen Strukturen und Rituale. Das gemeinsame Präsenz-Jour Fixe am Dienstag. Der ritualisierte Wochenabschluss am Freitag. Das Kuchenessen anlässlich eines Geburtstages. Hybride Teams können zukünftig ein „Sowohl als auch" etablieren und einen neuen gemeinsamen Nenner aus individuellen Freiheiten und verbindenden Strukturen und Ritualen finden. 

Hybride Teams können die Chancen der Digitalisierung gezielter nutzen

Digitale, zentrale Werkzeuge können die Qualität der Zusammenarbeit enorm verbessern. Tools zur Kollaboration wie Microsoft Teams oder Google Workspace sorgen dafür, dass Informationen zentral zugänglich und gemeinsam bearbeitbar sind. Steht die E-Mail inzwischen für ineffiziente, dezentrale Kommunikation, sind Taskboards und digitale Whiteboards Beispiele für zentrale, digitale Werkzeuge, die sowohl die Reaktionsgeschwindigkeit als auch die gleichberechtigte Teilhabe am Teamaustausch auf ein neues Level katapultieren. 

Asynchrone Zusammenarbeit kann hybride Teams effizienter machen

Die 3 Räume hybrider Teamarbeit (Bildrechte: Sonja Hanau und Gesine Engelage-Meyer)

Meetings kosten viel Zeit und Energie. Vor allem, wenn ihnen ein klares Ziel fehlt und es mehr Monolog als Dialog gibt. Hybride Teams können bewusster auswählen, zu welchen Themen sie sich am besten synchron an welchem Ort treffen. Zusätzlich geben ihnen die digitalen Werkzeuge die Chance, auch asynchron (also zeitunabhängig) an gemeinsamen Themen zu arbeiten. Einfache Abstimmungen von Terminen, das Teilen von Informationen, das Klären von Erwartungen an ein Meeting – all das lässt sich gut asynchron erledigen. Zum Beispiel über ein Taskboard oder ein digitales Whiteboard. Die Synchronzeit dient dann immer mehr dem wertvollen Austausch und der persönlichen Begegnung. Das macht die Zusammenarbeit nicht nur erfreulicher, sondern auch noch wesentlich effizienter. 

Damit die erwähnten Chancen greifen, ist natürlich zunächst einiges zu gestalten und zu vereinbaren. Die Investition in diese zukunftsfähige Form der Zusammenarbeit wird sich jedoch schnell auszahlen.

 

 

Gesine Engelage-Meyer hat mit Sonja Hanau das Buch „Mit hybriden Teams mehr erreichen“ herausgebracht – ein Praxisleitfaden mit Werkzeugen, Methoden und Praktiken für gelungene hybride Zusammenarbeit. Gesine unterstützt als Geschäftsführerin von teamElephant Führungskräfte und Teams dabei, auch in herausfordernden Zeiten vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

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