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Click & Collect mal anders – Regionale Netzwerke gestalten die Ernährungswende

Eine Kombination aus Online-Shop und Popup-Bauernmarkt? Marktschwärmer hat eine nachhaltige Alternative zu Supermärkten geschaffen. Wie auch du Teil des Netzwerkes werden kannst.

Marktschwärmer

23.03.2022

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Person gibt auf einem Bauernmarkt frische Karotten an eine Familie – Marktschwärmer

Marktschwärmer

Marktschwärmer schafft mit einer Kombination aus Online-Shop und Popup-Bauernmarkt Netzwerke zwischen Erzeuger*innen und Kund*innen. Fast 200 Gastgeber*innen in ganz Deutschland organisieren die sogenannten „Schwärmereien“ dezentral. Das Ziel: Die Herstellung und den Handel von Lebensmitteln nachhaltiger und unter fairen Bedingungen zu gestalten. Mit Hilfe einer Online-Plattform entstehen so alternative Absatzmärkte, die den anonymen Supermarktketten echte Nachhaltigkeit entgegensetzen. Jede*r kann Teil dieser Gemeinschaft werden – ob als Kund*in, Erzeuger*in oder auch mit der Organisation der eigenen „Schwärmerei“ als Gastgeber*in. Wie das Konzept funktioniert und ihr selbst aktiv werden könnt, zeigen wir euch hier. 

Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie – Es gibt sehr viel zu tun

Das Thema Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie ist noch immer ein großes und ungelöstes Problem: Da sind die internationalen Lieferketten, die allein für rund ein Viertel der globalen CO2-Emissionen in diesem Bereich verantwortlich sind. Und da ist die Lebensmittelverschwendung, bei der über eine Milliarde Tonnen jährlich einfach weggeschmissen werden. Kleinere Betriebe und regionale Erzeuger*innen können nicht die Mengen liefern, die große Supermärkte oder selbst Wochenmärkte voraussetzen und haben keinen Zugang zu den Absatzmärkten. Schlimmer noch: Regionalität als Begriff ist nicht geschützt und so entsteht durch sogenanntes „Farmerwashing“ in der Werbung großer Konzerne der Eindruck, dass regionale Produkte gekauft werden. Dabei ist nur das Bild vom Bauern auf dem Feld zu sehen, die Produkte dahinter sind meist industriell hergestellt. 

„Fairer einkaufen, besser essen“ – Mit Marktschwärmer zu echter Regionalität 

„Zusammen mit unserem Netzwerk bauen wir direkte Verbindungen zwischen Verbraucher*innen und Erzeuger*innen einer Region auf mit dem Ziel, dass Menschen fairer einkaufen und besser essen“, fasst Laura Kozlowksi von Marktschwärmer die Idee zusammen. Das Konzept stammt ursprünglich aus Frankreich und wird seit 2014 auch in Deutschland umgesetzt. Über einen Online-Shop für ihre Region bestellen Verbraucher*innen die gewünschten Lebensmittel direkt bei den Erzeuger*innen vor. Einmal in der Woche holen sie ihren Einkauf dann in der sogenannten „Schwärmerei“ ab, die wie ein Popup-Markt funktioniert. Die Erzeuger*innen wissen immer genau, was geerntet werden muss, sodass ein Überangebot erst gar nicht entsteht.

Mit transparenten Netzwerken zu alternativen Absatzmärkten

„Wir möchten Verbindungen und Vertrauen schaffen, damit die Kund*innen sich über Produkte und Herstellung informieren können und sehen, dass mit der eigenen Kaufkraft gute Dinge nachhaltig unterstützt werden können“, sagt Laura Kozlowski. Daran schließt auch das Ziel an, echte Regionalität zu ermöglichen, indem Produkte dort gekauft und verbraucht werden, wo sie hergestellt werden. Über den einfachen und direkten Austausch zwischen Verbraucher*innen und Erzeugenden entsteht lokale Wertschöpfung. Für kleine Betriebe werden so alternative Absatzmärkte mit freier Preisgestaltung ermöglicht. „Der überwiegende Anteil des Verkaufspreises landet bei den Erzeuger*innen, die immer die Flexibilität haben, das wöchentliche Angebot auf ihre tatsächliche Ernte anzupassen. Wenn wetterbedingt mal etwas ausfällt, ist das kein Beinbruch, sondern die Realität“, erklärt Laura. Außerdem unterstützt saisonales Essen auch den Erhalt der lokalen Biodiversität.

Alles Schwärmereien – Wöchentliche Märkte organisieren und zur Ernährungswende beitragen 

Durch die dezentrale Organisation der „Schwärmereien“ treffen wöchentlich alle Beteiligten aufeinander, tauschen sich aus und füllen ihre regionalen Gemeinschaften mit Leben. Das Netzwerk umfasst mittlerweile fast 200 Gastgeber*innen in ganz Deutschland, bei denen alle Fäden zusammenlaufen. „Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen entscheiden sich einen eigenen Markt als Nebenjob aufzubauen – auf dem Land oder in der Stadt. Sie eint die Motivation, ihre Region besser und fairer zu gestalten. Viele haben auch den Wunsch sich unternehmerisches Know-How anzueignen und sogar die eigene Gründung vorzubereiten“, beschreibt Laura. 

Wie könnt ihr euch als Gastgeber*innen engagieren?

Um Gastgeber*in zu werden braucht es in erster Linie etwas Zeit – rund 10 Stunden pro Woche für das Gewinnen von Erzeuger*innen und Kund*innen, die Betreuung des Online-Shops sowie die Organisation der wöchentlichen Märkte mit Auf- und Abbau. Die Orte dafür können vielfältig sein: Schulen oder Gemeindesäle eignen sich gut, genau wie Restaurants, die für zwei bis drei Stunden pro Woche kostenfrei zur Verfügung stehen. „Gerade in Zeiten, in denen Themen wie Industrialisierung der Landwirtschaft, Überfischung der Meere, artgerechte Tierhaltung und Lebensmittelverschwendung uns täglich beschäftigen, ist ein direkter Austausch zwischen Erzeuger und Verbraucher wichtiger denn je.“ So beschreibt Katrin Heilig aus Ravensburg ihre Motivation als Gastgeber*in und Teil der Marktschwärmer-Gemeinschaft. Das Marktschwärmer-Team unterstützt mit Trainings und Workshops, bei der Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. 

Aktuell sind 14 Bundesländer Teil des Netzwerks, das weiter wachsen soll. Je mehr Schwärmereien es gibt, desto größer ist der alternative Absatzmarkt für Erzeuger*innen und ein übergreifender Wandel kann stattfinden.

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Marktschwärmer fördert regionale Wertschöpfung und eine nachhaltige Esskultur, und schafft als Gemeinschaft transparente Produktions- und Vermarktungsketten durch eine Kombination aus Online-Shop, Bestellgemeinschaft und Popup-Bauernmarkt. Das Marktschwärmer-Netzwerk steht für ein faires und nachhaltiges Ernährungs- und Landwirtschaftssystem. Erfahre mehr auf ihrer Webseite oder dem Instagram Kanal.

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