“Warum für die Zukunft lernen, wenn Ihr sie zerstört?” steht auf vielen Fridays for Future Plakaten. Das denken sich aber nicht nur Schüler*innen, sondern auch immer mehr Studierende. Wir zeigen euch, wie ihr euer Studium mit sozialem und nachhaltigem Engagement verbindet und damit beim künftigen Arbeitgeber punktet.

Spätestens seit den Fridays for Future Demonstrationen ist das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus unseres Alltags gerückt und die meisten von uns bewegen sich nun in die richtige Richtung: Wir benutzen unsere Einkaufstüten mehrmals, verzichten auf Palmöl oder kaufen Second Hand. Doch nicht nur in unserer Freizeit können wir uns für unsere Umwelt und Gesellschaft einsetzen. Auch bei der Berufswahl spielt für viele Studierende und Absolvent*innen die Gehaltsfrage nicht mehr die entscheidende Rolle, sondern es geht immer mehr darum, durch den Beruf einen tieferen Sinn zu verfolgen. Soziale und nachhaltige Arbeit bietet die perfekte Möglichkeit, deinen Antrieb, die Welt zu verändern, mit dem Beruf zu vereinen – denn wirtschaftlicher Erfolg und Impact müssen keine Gegenspieler sein. 

Wir zeigen dir, wie du dich bereits während deines Studiums an den Sektor herantasten und somit deinen Weg zu einem erfüllenden Job finden kannst. 

Woher bekommst du das Know-How?

Jede*r hat die Möglichkeit, sich unabhängig von der Fachrichtung zum Thema Nachhaltigkeit weiterzubilden. Dies kann schon während des Studiums geschehen, zum Beispiel durch studienfachübergreifende Veranstaltungen. Die meisten Universitäten bieten hierfür freiwillige, öffentliche Kurse im Rahmen eines Studium Generales an. 

Darüber hinaus kann auch die Studienwahl für den Master entscheidend sein. So schaffen immer mehr Universitäten und Hochschulen maßgeschneiderte Studienprogramme, die die Wichtigkeit des Themas Impact unterstreichen. Auch ist der Sinneswandel hin zum bewussten Handeln mittlerweile in dem Curriculum der klassischen Studienfächer angekommen: Module wie Ethik und Nachhaltigkeit sind inzwischen feste Bestandteile vieler Studiengänge geworden. 

Eine weitere Möglichkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sind Konferenzen, die den Austausch mit Personen ähnlicher Interessen fördern. Dort stehen inspirierende Vorträge, praxisorientierte Workshops und Podiumsdiskussionen rund um das Thema Arbeit mit Sinn im Vordergrund. Veranstaltungen wie der Social Innovation Summit, die re:publica oder SensAbility begeistern Studierende, Unternehmer*innen und Berufseinsteiger*innen gleichermaßen.

Wie kannst du dich neben dem Studium engagieren?

Fast alle Hochschulen bieten thematisch passende Initiativen an. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist enactus, eine globale Non-Profit Organisation, im Namen derer sich in 37 Ländern jährlich mehr als 70.000 Studierende engagieren. Dabei werden Projekte ins Leben gerufen, welche die Sustainable Development Goals der UN als Grundlage nutzen, um bestehende Probleme zu lösen. Dadurch sammeln die Studierenden bereits erste Erfahrungen eines Sozialunternehmers und tragen gesellschaftliche Verantwortung.

Wie sieht das Ganze in der Berufswelt aus?

Gute Optionen, aktiv Teil der Social Business Szene zu werden, sind Praktika und Studentenjobs. Du bekommst nicht nur hautnah mit, wie es sich anfühlt, eine Karriere mit Sinn zu verfolgen, sondern kannst auch direkt durch deine Arbeit einen Impact leisten. Denn für Arbeit mit Impact kann man nicht nur zu NGOs gehen: Großunternehmen bauen ihre CSR-Abteilungen immer weiter aus und schaffen somit Möglichkeiten, durch die Tätigkeit im Konzern einen positiven Wandel anzuregen. Auch innerhalb der Start-up Szene setzen sich immer mehr Jungunternehmer mit der Frage auseinander, wie sie mit ihrem Business mehr als nur Gewinnmaximierung erreichen können. Erfahrungen durch Praktika oder Studentenjobs geben dir somit erste Ansätze, wie du deine Passion, die Welt zu verändern, mit deinem zukünftigen Job verknüpfen kannst. Des Weiteren erhältst du erste hilfreiche Kontakte in den Sektor, die auch nach deinem Studium hilfreich sein werden. 

Denn unsere Zukunft wird nicht nur in Vorlesungsräumen kreiert – wir verändern sie mit unserem ganzheitlichen Einsatz. Dabei geht es weniger um die Fachrichtung, die ihr studiert, sondern vor allem um Netzwerke, Neugier und Mindset. Oder wie Greta Thunberg sagt: “No one is too small to make a difference.”

 

„SensAbility - The WHU Impact Summit“ ist Europas größte studentisch organisierte Konferenz zum Thema Social and Sustainable Business. Unsere Vision ist es, Studierenden und Berufseinsteiger*innen konkrete Möglichkeiten aufzuzeigen, Arbeit mit Impact zu verbinden. Mehr Infos findest du auf www.sensability.de