Ansteigende CO2 Werte, die zu Dieselfahrverboten führen, Lärmbelästigung und knapper werdende Erdölreserven – eigentlich ist schon lange klar, dass der Verbrennungsmotor eine endliche Lebenszeit hat. Doch was kommt dann? Wenn uns in 50 Jahren die weltweiten Ölressourcen ausgehen werden, müssen wir bis dahin den E-Mobilitätssektor als einzig ernstzunehmende Alternative entsprechend ausgebaut haben.

Das Elektrofahrzeug fährt leise und emissionsarm – keine Frage! Aber Kritikpunkte wie geringere Reichweiten und lange Ladezeiten dürfen nicht übergangen werden, wenn wir die Energiewende im Verkehrssektor meistern wollen. Hinzu kommt das weit verbreitete Vorurteil, Deutschland habe den Technologiewandel verschlafen und hängt der internationalen Konkurrenz weit hinterher. Ja, wir hätten schon vor langer Zeit mehr Kapazitäten in eine E-Mobility-freundliche Infrastruktur investieren sollen! Und ja, Daimler-Chef Zetsche hätte 2015 lieber mal zum „Jahr des Elektroautos“ als zum „Jahr des SUVs“ ernennen sollen! Dennoch sprechen die Zahlen eine andere Sprache als viele Medien: jedes zweite E-Auto in Westeuropa stammt aus Deutschland und immerhin sehen zwei Drittel unserer Mitbürger*innen in E-Mobility die Zukunft.

Für eine erfolgreichen Wechsel in eine elektrische Zukunft braucht es viele kluge Köpfe, die sich den oben genannten Herausforderungen der CO2-freundlichen Alternative stellen, um auch das restliche Drittel von der E-Mobility-Branche zu überzeugen. Diese tangiert im Übrigen nicht nur das Auto als Fortbewegungsmittel, sondern auch öffentliche Verkehrsmittel und sogar Fahrräder.

Wir stellen euch acht innovative Companies vor, die mit ihren Konzepten den Wandel auf unseren Straßen auf ganz unterschiedliche Weise voranbringen und dabei noch reichlich Unterstützung im Team gebrauchen können!

has to be

Einmal das Rundumpaket bitte! Das gibt es tatsächlich bei has to be - dem Full Service Anbieter für Elektromobilität. Angefangen bei der strategischen Planung bis hin zum täglichen Betrieb der Ladestationen unterstützt das Unternehmen die gesamte Prozesskette in der E-Mobility-Branche. Für einen optimalen Verwaltungsablauf hat es die Software be.ENERGISED entwickelt und versorgt damit Kund*innen in 27 verschiedenen Ländern. An den drei Unternehmensstandorten Salzburg, Wien und München sorgen mehr als 40 Mitarbeiter*innen mit geballter Expertise für einen stetigen Fortschritt.

eeMobility

Elektroautos mit Kohlestrom sind auch dreckig! Wenn wir eine CO2-arme Mobilitätswende erfolgreich durchsetzen wollen, müssen wir auch die Stromproduktion miteinbeziehen. Das Münchner Start-up eeMobilty verknüpft die umweltfreundliche Energiebeschaffung mit einer digitalen Ladelösung für eine möglichst komfortable Nutzung von Elektrofahrzeugen. In seinem Mobilitätspaket bietet das Unternehmen eine Tankkarte, die es den Fahrer*innen ermöglicht, überall und jederzeit mit Ökostrom aufzuladen. Um die passenden Ladestationen unterwegs zu finden, gibt es die eeApp und für daheim wird eine spezielle Box installiert, die den Verbrauch unabhängig vom Hausstrom erfasst. Bei eeMobility arbeiten sieben Nationen unter 18 verschiedenen Fachrichtungen zusammen und die Mitarbeiterzahl wächst rapide. Herzlich willkommen sind neben bereits erfahrenen Fachkräften auch Werkstudent*innen, die sich auf eine intensive Einarbeitung in die spannenden Themen Elektromobilität und Strommärkte freuen dürfen.

VCD - Verkehrsclub Deutschland

Beim Thema Elektromobilität darf der VCD nicht fehlen. Denn auch wenn der politisch unabhängige Verkehrsclub Deutschland eine weitaus größere Palette an Themen bedient, zielen alle seine Aktivitäten auf eine umweltfreundliche und sozialverträgliche Mobilität ab. Als Vorantreiber der Verkehrswende, leistet der VCD vor allem Öffentlichkeitsarbeit, Informiert und betreibt Lobbyarbeit. In Bezug auf den E-Mobility-Sektor setzt sich der Verband neben E-Autos und deren Finanzierung auch für die elektrische Betreibung von öffentlichen Verkehrsmitteln ein. Für seine Zentrale in Berlin sucht der VCD immer wieder nach neuen Mitarbeiter*innen und lockt mit Nice-to-have Benefits wie flexible Arbeitszeiten und ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel. 

COUP Mobility

Lautlos mit einem lässigen Scooter durch die Großstadt flitzen und dabei keinen Stress wegen Stau oder Parkmöglichkeiten haben – dieses ultimative Italienfeeling verspricht COUP Mobility mit den wohl modernsten eScootern der Welt im Sharing-Modell. Ähnlich wie beim klassischen Car-Sharing kann der nächstliegende Roller ganz einfach per App geortet und gebucht werden. Das etwas zeitintensivere Aufladen mit Ökostrom wird dabei vom Unternehmen übernommen. Bis jetzt gibt es die umweltfreundlichen Roller nur in Berlin, Tübingen, Madrid und Paris, da der Markt für E-Roller aber gerade erst im Aufstieg ist, wird das Anbieternetz sicherlich noch ausgebaut. Das Start-up COUP ist ein Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH und profitiert dadurch von wertvollen Technologieressourcen. 

Sono Motors

Am Anfang stand die Überlegung eines zukunftsorientiertes Mobilitätskonzepts, das sowohl unabhängig von schwindenden Energieressourcen ist, aber dabei nicht die Komfortleistung eines Autos reduziert. Schnell kam die Einsicht, dass ein bloßer Austausch von Verbrennungsmotoren in Elektromotoren nicht die Lösung des Problems ist – Fahrzeuge müssen auch wesentlich effizienter genutzt werden. Daraus entstand Sono Motors - mit einer Vision, die auf zwei Säulen basiert. Zum einen entwickelt das junge Unternehmen innovative Elektroautos, die der breiten Masse zugänglich sein sollen. Um auch die Effizienz von Fahrzeugen maximal nutzen zu können, bietet Sono-Motors zusätzlich die Mobilitätsservices carSharing, rideSharing und powerSharing an. Das Ergebnis: das erste seriengefertigte Elektroauto Sion und eine App, um anderen Menschen Strom, eine Mitfahrgelegenheit oder ein Leihfahrzeug anzubieten. Aus den drei Gründer*innen entwickelte sich schnell ein Team mit knapp 100 Mitarbeiter*innen, die immer wieder auch der Suche nach neuen Kolleg*innen mit der gleichen Überzeugung und Commitment sind.

Urban Drivestyle

Ein E-Bike getarnt als cooles Moped im Vintage-Look: so könnte man das Fahrwerk von Urban Drivestyle am besten beschreiben. Zugegeben, mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit kommt man damit nicht auf schnellsten Wege durch die Großstadt, dafür erwartet einen ein individuell abgestimmtes Pedelec mit motorisierter Unterstützung bei Bedarf. Zusätzlich bietet das Angebotssortiment eine große Auswahl an Anhängern und sonstigem Zubehör für maximale Flexibilität. Mit der Grundidee, einen Kompromiss zwischen dem als Transportmittel eher ungeeignetem E-Bike und einem richtigen Moped zu schlagen, entwickelt und produziert das kleine Team von Urban Drivestyle seine komplette Produktreihe von Berlin aus.

Kumpan electric

Wem das E-Pedelec dann doch zu langsam ist, der erhält bei Kumpan electric die schnellere Variante in Form eines E-Rollers. Mit bis zu 100 Km/h und 120 km Reichweite bringt euch der Roller fast überall hin. Gegründet wurde Kumpan 2010 von drei Brüdern mit der Mission, den Benzinroller mit einer umweltfreundlichen Alternative vom Markt zu drängen. Inzwischen hat das Unternehmen schon einige Preise abräumen können und ein schnelles Wachstum hingelegt, dabei aber nie seinen Start-up Spirit verloren. Bei ihrem Team legen die Gründer einen großen Wert auf Vielfalt: hier arbeiten kreative Tüftler mit technikbegeisterten KFZ-Mechaniker*innen und berufserfahrenen Akademiker*innen zusammen.

FENECON

Für eine reichweitenstarke Nutzung von Elektroautos braucht es moderne Stromspeichersysteme. FENECON stellt intelligente Batteriesysteme her und integriert diese in eine bedarfssynchrones Versorgungssystem mit erneuerbarer Energie. Zu den Kunden gehören Installateure, Großhandel und Energieversorger. Zusätzlich zu den Produkten bietet das Unternehmen auch eine individuelle Beratung und Workshops an. Das mittelständische Unternehmen mit flachen Hierarchien bietet besonders viele Stellen im Bereich Elektrotechnik und Ingenieurswesen. Mit Sicherheit ein attraktiver Arbeitgeber, für alle Fans von innovativen Technologien!

Falls ihr Lust habt, Teil der elektrischen Revolution zu werden und eure Fähigkeiten – egal ob im Vertrieb, Marketing oder als Ingenieur*in – im Bereich der Elektromobilität einzusetzen, findet ihr hier unsere GoodJobs, in denen du die Mobilitätswende selbst vorantreiben kannst.