Social Impact
Zukunftsbranche Pflegeberufe: Chancen und Herausforderungen des Berufszweiges
Sinnstiftend und systemrelevant, aber auch geprägt von niedrigen Löhnen und Sorgen um die Zukunft. Die Rede ist vom Pflegeberuf. Ein Reality Check.
In dieser Reihe erzählen erfolgreiche Bewerber*innen vom Weg zu ihrem GoodJob und was ihn ausmacht. Diesmal mit Dagmar Glatz, CSR Managerin bei dm. Mit ihrem Wissen über Kunststoffe und ihrer praktischen Erfahrung als Technikerin setzt sie sich für nachhaltige Verpackungen, Ressourcenschonung und Recycling ein.
Im Ressort Produktmanagement bei dm bin ich für unser Schwerpunktthema Nachhaltigkeit mitverantwortlich. Ich prüfe innovative Materialien auf ihre gesamtökologischen Aspekte, bevor sie in Verpackungen für die dm-Marken-Produkte eingesetzt werden. Dabei ist unser Ziel bestmöglichen Produktschutz bei optimaler Ressourceneffizienz und -schonung zu gewährleisten. Das Thema kreislauffähige Verpackungen bewegt mich besonders. Dahingehend berate ich die dm-Marken-Teams und unsere Partner bei der Verpackungsauslegung hinsichtlich der Recyclingfähigkeit.
Nach dem Gymnasium habe ich zufällig mehr über den Lotuseffekt erfahren, der damals ganz neu auf Waschbecken aufgebracht werden sollte, um Reinigungsmittel zu sparen. Das hat mich in die Welt der Kunststoffe geführt. Diese Welt habe ich mit dem Studium der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben genaustens erkundet. Als Frau wurde ich in diversen Praktika immer wieder an den Computer für Simulationsanalysen gesetzt und durfte kaum an Maschinen schrauben. Das wollte ich unbedingt nach dem Abschluss meines Studiums nachholen. Deshalb habe ich die Gelegenheit ergriffen, als Inbetriebnahmetechnikerin im Sondermaschinenbau für Kabelextrusionsmaschinen zu starten. Im Blaumann war ich einige Zeit von USA bis Asien unterwegs und hab dabei sehr viel gelernt, technisch wie auch über unsere unterschiedlichen Lebensweisen. Um auch hier die Hintergründe besser greifen zu können, hat es mich in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung dieses Maschinenbauunternehmens gezogen. Ich konnte dort dann auch erstmals eine Teamführung annehmen. Danach bin ich in einen Fertigungsbetrieb gewechselt, in dem Teile für die Automobil- und Pharmazieindustrie gefertigt wurden. Hier habe ich diverse standardisierte Prozesse, andere Arbeitsweisen und vor allem viele Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, kulturell wie sozial, kennengelernt.
dm hat einen Verpackungstechniker für nachhaltigere Verpackungen ausgeschrieben. In dem geschilderten Berufsbild habe ich mich direkt wiedergefunden, denn es ging um Einsparungspotenzial und Ressourcenschonung. Dann ging alles ganz schnell: Zwei Gespräche und ich war on board.
Für mich ist es etwas Grundsätzliches mit unseren Ressourcen sparsam und gerecht umzugehen. Ich möchte mitwirken an der Stelle die Produkte und Prozesse neu und ressourcenschonender aufzusetzen, sodass sie von der großen Mehrheit angenommen werden können. Mir ist wichtig, dass wir erkennen, dass Reduktion und Nachhaltigkeit nicht spaßbefreit sein müssen. Gleichzeitig möchte ich mit meinem Wissen zur Aufklärung beitragen, damit wir keinen Mythen nachhängen. Diese gibt es leider in Bezug auf die Nachhaltigkeitsszene im Übermaß.
Auch privat bin ich stets auf der Suche nach Mitteln und Wegen einen nachhaltigen Lebensstil zu leben und andere dazu zu inspirieren. So bin ich seit Jahren auch im Vorstand einer Solawi (Solidarische Landwirtschaft), einem mittlerweile sehr wertvollen Projekt in meinem Leben.
Wenn ich in einen dm-Markt gehe, fühle ich mich wohl. Ich denke, so geht es vielen Menschen und genau diese Stimmung spiegelt die Arbeitswelt bei dm sehr gut wider. Hier wird der Mensch ganzheitlich gesehen und das verschafft dem Unternehmen eine Vorreiterrolle als Arbeitgeber wie auch als Händler. Wir versuchen uns dort einzubringen, wo es sinnvoll ist und wo wir mit unserem Expert*innenwissen einen guten Beitrag leisten können.
Tatsächlich dreht sich nur ein geringer Teil meiner Arbeitszeit um die direkte Beratung zu nachhaltigeren Verpackungen. Ich bin in einem ständigen Austausch mit allen Teilen des Wertstoffkreislaufes. Wir sehen große Hebel im verantwortungsvollen Rohstoff-Sourcing wie auch beim Zurückführen von Recycling-Materialien in die Verpackungen. Daher berate ich mich mit diversen Stakeholdern, wie wir diese Potenziale noch stärker ausschöpfen können. Nachhaltigkeitsthemen können nicht von einem allein bewegt werden, das schaffen wir nur alle gemeinsam.
Bei dm gibt es schon seit über 10 Jahren einen Arbeitskreis Nachhaltigkeit. Dort treffen sich regelmäßig Kolleg*innen aus allen Ressorts, um Aktivitäten zu koordinieren und neue Perspektiven aufzuzeigen. Kleinteiliger arbeiten wir noch in Arbeitsgruppen, die sich aus einem Projekt heraus entwickeln, bspw. zum Thema Erhöhung der Recyclingfähigkeit von Transportverpackung im Logistikbereich.
Für uns ist das kein Widerspruch. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern möchten immer im Sinne unserer Kund*innen handeln. Wir sehen unsere Aufgabe darin, Bestehendes weiterzuentwickeln und Neues zu wagen. Dafür erarbeiten wir Lösungen und übernehmen Verantwortung beispielsweise in sozialen und ökologischen Bereichen – auch um Veränderungen anzustoßen.
Durch dieses Handeln sind wir für Menschen sichtbar und relevant und dann als Konsequenz erfolgreich und zukunftsfähig als Unternehmen.
Ich lerne täglich Neues und lerne ständig neue Menschen kennen.
Am Abend den Computer abzuschalten. Es gibt so viele spannende Themenfelder, die nur auf Bearbeitung warten. Überall gibt es etwas zu entdecken. Das Wichtige ist, die “richtigen” Themen zu erkennen.
Ich wünsche mir, dass ich einen guten Beitrag leisten kann zu noch nachhaltigeren Produktverpackungen der dm-Eigenmarken, die weitmöglichst ressourcenschonend und kreislauffähig sind. Ich bin bei dm gerade erst angekommen – frisch ein Jahr dabei. Beruflich hoffe ich mein Netzwerk noch breiter und effizienter aufstellen zu können.
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