Kaffee trinken und gleichzeitig etwas Gutes tun – das Münchner Start-up Bean United macht’s möglich. Sebastian hat über GoodJobs einen Arbeitsplatz bei dem jungen Kaffee-Unternehmen gefunden und erzählt uns, was hinter der Mission von Bean United steckt  – und natürlich auch, warum sein Job ein echter GoodJob ist.

Wir sprechen immer von „Jobs mit Sinn“ – aber was bedeutet das eigentlich für dich?
Jeder Mensch muss seinen eigenen, ganz persönlichen Sinn finden. Es gibt daher gar nicht den einen, allgemeingültigen Sinn. Für mich persönlich bedeutet ein „Job mit Sinn“ eine Arbeit, die mich einerseits ausfüllt und fordert. Gleichzeitig möchte ich aber auch etwas bewegen und möglichst große Veränderungen bewirken.

Bean United2© Bean United

Und das hast du bei Bean United gefunden? Was genau macht deinen Job zu einem GoodJob?
Schon allein meine Jobbezeichnung macht deutlich, dass mein Job auf jeden Fall ein GoodJob ist, ich bin nämlich offiziell „Happiness Manager“. Klingt komisch, ist bei uns aber eine offizielle Bezeichnung und zeigt, dass es bei Bean United ein bisschen anders zugeht. Als „Happiness Manager“ ist es meine Aufgabe, diese Werte, die Message und die Mission von Bean United an Unternehmen weiterzugeben – und sie natürlich möglichst schnell von uns zu überzeugen.

Was genau ist die Message von Bean United?
Unser Claim ist: Kaffee trinkend Gutes tun. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit jedem verkauften Kilo Kaffee sorgen wir dafür, dass ein hungerndes Kind eine Woche lang ernährt wird. Dabei setzen wir auf das 1:1-Prinzip. Das heißt, wir spenden pro verkauftem Kilo Kaffee 2,80 Euro direkt an das UN World Food Programme (WFP). Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir so schon über 7000 Tage ohne Hunger bewirkt. Und wir hoffen natürlich, dass noch viele dazu kommen.

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Wieso hast du dich für den Job bei Bean United entschieden?
Ich habe vorher ein Praktikum im Sportmarketing gemacht, wurde aber leider nicht übernommen und stand vor der Aufgabe, mir etwas Neues suchen zu müssen. Ich hatte schon häufiger mit dem Gedanken gespielt, mich einmal in einer ganz anderen Branche auszuprobieren. Die Idee und vor allem die Werte und Einstellungen, für die Bean United stehen, haben mich sofort überzeugt und bekräftigt, diesen neuen Schritt zu wagen. Ich habe hier nicht nur die Möglichkeit, ein junges Start-up mit aufzubauen. Der Job bietet mir vor allem die Möglichkeit, das Unternehmerische mit sozialen Aspekten zu verknüpfen. Außerdem macht mir die Arbeit auch einfach großen Spaß, das ist natürlich auch ein sehr wichtiger Aspekt.

„Ein dicker Gehaltsscheck am Ende des Monats reicht nicht aus“

Welchen Stellenwert nimmt die Arbeit in deinem Leben ein?
Der Job spielt in meinem Leben eine große Rolle, immerhin verbringe ich hier ja auch einen Großteil meiner Zeit. Daher ist es mir auch sehr wichtig, dass ich Aufgaben habe, die mich fordern und gleichzeitig Spaß machen. Es ist ja auch immer irgendwie so, dass man mit der Zeit selbst ein bisschen zu seinem Job wird – da sollte er natürlich Freude machen.

Glaubst du, dass das Thema  „Jobs mit Sinn“ in Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird?
Auf jeden Fall! Das merkt es doch schon jetzt, vor allem junge Arbeitnehmer wollen nicht mehr nur arbeiten, um Geld zu verdienen. Die meisten möchten sich mit ihrem Job identifizieren können – hinterfragen den Sinn ihrer Arbeit und Aufgaben. Hinzu kommt, dass die Digitalisierung unseren Arbeitsmarkt komplett verändert. Viele unangenehme Arbeiten müssen zukünftig nicht mehr von Menschen übernommen werden. Das gibt uns die Möglichkeit, Jobs zu suchen, die uns ausfüllen und hinter denen wir wirklich stehen. Darauf müssen sich zukünftig auch die Arbeitgeber einstellen – ein dicker Gehaltsscheck am Ende des Monats reicht als Anreiz nicht mehr aus, die sozialen und nachhaltigen Aspekte werden immer wichtiger.

Du hast deinen GoodJob schon gefunden. Hat sich dadurch auch etwas an deiner Einstellung verändert?
Früher hatte ich Vorurteile gegenüber Verkäufern und dem Sales-Bereich im Allgemeinen. Jetzt mache ich genau das – ich bin Verkäufer und das aus Überzeugung. Meine Einstellung hat sich dahingehend komplett verändert. Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass ich nicht nur ein Produkt verkaufe, sondern eine Einstellung und eine Mission, hinter der ich stehe. Das ist ein echt gutes Gefühl.

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