Nachdem wir bei GoodJobs einen kleinen Etagenumzug hinter uns gebracht hatten, enstand das allgemeine Bedürfnis unser Office so richtig schön herzurichten und eine Wohlfühl-Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Und wie geht so etwas besser als mit Pflanzen und anderen grünen Sauerstoffspendern? Da wir auch eine wunderschöne – aber noch sehr karge – Dachterrasse zur Verfügung haben, kam schnell die Idee für ein eigenes kleines Office-Beet auf. Selbst angebautes Gemüse aus dem eigenen Garten klang für alle sehr verlockend. Außerdem sollen Pflanzen eine positive Wirkung auf Produktivität und das allgemeine Wohlbefinden haben.

Gemeinsames Ackern mit professioneller Unterstützung

Aber mit Gemeinschaftsbeeten ist das ja immer so eine Sache: man nimmt sich viel vor und am Ende fühlt sich niemand wirklich verantwortlich. Wir wollten unser Projekt deshalb direkt richtig angehen und haben uns fachkräftige Unterstützung von der „AckerPause“ geholt. Als Initiative des Ackerdemia-Vereins agiert das gemeinnützige Bildungsprogramm schon seit 5 Jahren an mittlerweile 450 Lernorten, um Schüler*innen bei gemeinsamen Gärtnerprojekten die Wertschätzung für Natur und Lebensmittel näher zu bringen. Neuerdings gibt es das Programm auch für Unternehmen und Organisationen. Gemäß dem Motto „Gemüse säen – Teamgeist ernten“ wird gemeinsam im Team erst geplant und dann gepflanzt. Auf lange Sicht erntet das Unternehmen dadurch nicht nur leckere Lebensmittel, sondern auch eine ausgewogene Work Plant Balance!

Vorbereitung ist das halbe Beet

Glücklicherweise mussten wir uns um nichts kümmern, denn das sympathische Team der „AckerPause“ reiste mit allen notwendigen Utensilien bei uns an. Unser einziger Vorabaufwand bestand darin, die gesamte Mannschaft beisammen zu trommeln und gemeinsam die Säcke mit Erde und Pflanzenkübel in den 5. Stock zu tragen. Wir hatten uns leider nicht den schönsten Tag ausgesucht und trafen zunächst alle etwas verfroren auf der Dachterrasse ein, aber durch die körperlich nicht zu unterschätzende Gartenarbeit sollte sich das bald ändern. Bevor wir wild drauf loslegen würden, zeigte uns Julia von der „AckerPause“ die Setzlinge und Samen und ließ uns erraten, was wir da eigentlich anbauen. Wer nicht gerade selber einen Garten zu Hause hat, sondern den fertigen Salatkopf im Supermarkt ersteht, wundert sich an dieser Stelle, wie schwer ein Kohlrabi Setzling von einem Beete Sprössling zu unterscheiden ist. Umso erfreulicher, dass bei dieser Warmup-Übung einige grüne Talente im GoodJobs-Team zum Vorschein kamen. 

Dann ging es ans Eingemachte! In mehreren Teams wurden unsere leeren Beete mit Erde und den Setzlingen befüllt. Die Experten der „AckerPause“ standen uns dabei mit Rat und Tat zur Seite. Für einen natürlichen und abbaubaren Wasserspeicher rollten wir Jutesäcke zusammen und vergruben sie in unseren Beeten. Julia verriet uns noch einen praktischen Garten-Hack: damit die Pflanzen von Anfang an lernen, ihre Flüssigkeit vom Boden aufzunehmen, empfiehlt es sich vor dem Einsetzen, eine kleine Kuhle zu graben und etwas Wasser darin versickern zu lassen. Erziehung ist schließlich alles! 

Viel Spaß hatten unsere kreativen Köpfe bei der Namensgebung unserer Pflanzen. Um im Zweifelsfall sicher gehen zu können, dass aus der schiefgewachsenen Pflanze noch ein Kohlrabi werden soll und rechtzeitig notwendige Lebensrettungsmaßnahmen einleiten zu können, bekam jeder Setzling einen eigenen Vor- und Nachnamen. Jetzt teilen sich „Karola Kohlrabi“ und „Michaela Mangold“ ein Beet, ohne Gefahr zu laufen wegen falscher Zuordnung nicht richtig umsorgt zu werden.

Mit Indoor-Beeten zum grünen Office

Nachdem wir unsere Terrasse in ein kleines Gartenparadies umgewandelt hatten, sollten auch unsere Büroräume durch ein Indoor-Beet grüner werden. Mit großer Sorgfalt setzten wir drei winzige Tomaten-Setzlinge in ein LED beleuchtetes Hochbeet aus Holz. Dank einer eingebauten Zeitschaltuhr müssen wir uns keine Gedanken um die Regelung der Lichtzufuhr machen – besonders praktisch, wenn am Wochenende niemand im Office ist. Es empfiehlt sich übrigens in Innenräumen, die Pflanzen ab und an mit Wasser einzusprühen, da sie sonst unter der trockenen Luft nicht optimal gedeihen können. 

Nach dem Ackern ist vor der Ernte

Alles eingepflanzt und das war’s? Von wegen! So ein Ackerbeet muss gehegt und gepflegt werden. Damit die Pflanzen nicht im Arbeitsalltag auf der Strecke bleiben, bekommen wir vom „AckerPause“ Team in regelmäßigen Abständen eine E-Mail als Reminder mit allen anstehenden Pflege To Dos. Zusätzlich gibt es darin Informationen und Bilder, wie unsere Pflanzen zum jeweiligen Zeitpunkt aussehen sollten. Im Gegenzug dürfen wir auch unsere eigenen Fortschritte in Form von Bildern dem „AckerPause“ Team zuschicken und bekommen dann Feedback und Tipps. Optional können sich Unternehmen auch für einen Ernährungsworkshop anmelden – für alle die sich über den Ackerrand hinaus für gesunde Lebensmittel interessieren. 

Wir sind gespannt, wie sich unsere liebevoll eingesetzten Pflanzen in den nächsten Monaten machen werden und freuen uns schon auf saftiges Obst und frisches Gemüse aus dem eigenen Garten!
 

Mehr Infos zu Ackerdemia findet ihr hier!