Was Gleichberechtigung angeht, sind die skandinavischen Länder seit Jahrzehnten führend und Vorbilder. Norwegen stellt das einmal mehr unter Beweis – besser gesagt der Norwegische Fußballverband NFF. Denn was dieser Anfang Oktober 2017 in einer recht trockenen Pressemitteilung verkündet hat, ist weltweit einmalig im Fußball.

Schlimm genug, denn eigentlich geht es nur um gleiches Geld für gleiche Arbeit. Der NFF hat sich mit Spielerverbänden nämlich darauf verständigt, dass die Fußball-A-Nationalmannschaft der Frauen künftig für ihre Einsätze im norwegischen Trikot genauso entschädigt werden wie ihre männlichen Kollegen.

Und als ob das nicht schon Vorbildcharakter genug hätte, verzichtet die A-Nationalmannschaft der Männer auf einen Teil ihrer Werbeeinnahmen, um die Angleichung der Gehälter zu ermöglichen. „Wir spielen nicht in der Nationalmannschaft des Geldes wegen“, so der norwegische Nationalspieler Stefan Johansen.

Dass aber noch nicht alle unsere nordischen Nachbarn so weit sind, zeigt das Beispiel Dänemark. Auch dort verlangen die Nationalspielerinnen – die immerhin Vize-Europameister sind – mehr Geld und die gleichen Rechte wie die Nationalmannschaft der Männer. Dort konnten sich Fußball- und Spielerverband allerdings nicht einigen. Die Folge: Nachdem sie bereits ein Freundschaftsspiel im September boykottiert hatten, traten die dänischen Spielerinnen auch beim WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden in den Streik.

 

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