„Ich habe schon sehr früh eine Liebe zu Afrika entwickelt. Mein Vater war Bildungsberater, dadurch haben wir viele Länder bereist und lange in Namibia gewohnt, wo ich meinen Schulabschluss gemacht habe. Bei meinem Studium im Bereich internationale Beziehungen habe ich dann meine Frau kennengelernt. Sie ist waschechte New Yorkerin und hat auch diesen amerikanischen Unternehmergeist. Als mein Vater ihr einmal von der Moringa-Pflanze erzählte, die vor allem in Afrika vorkommt und unglaublich nährstoffreich ist, meinte sie sofort: Das müssen wir in den USA auf den Markt bringen. Als ich dann meine Greencard bekam, gründeten wir wenige Monate später – im Herbst 2012 – africrops!. Kurz darauf folgte africrops! Berlin.

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Wir hatten zwar irgendwann eine halbe Tonne Moringa vor dem Haus stehen, die verkauft werden musste. In der Anfangszeit aber reichte das natürlich noch nicht, um damit den Lebensunterhalt zu verdienen – gerade in New York. Also habe ich nebenbei alle möglichen Jobs angenommen: Ich habe mal als Fahrradkurier gearbeitet, mal im Juwelierhandel oder als Aktienhändler. Darin habe ich nicht wirklich meinen Sinn gefunden, aber die Arbeit hat Spaß gemacht und ich habe dort Freunde gefunden. Und gerade was das Verkaufen angeht, habe ich natürlich vieles gelernt, was mir heute bei africrops! nützt. Außerdem konnte ich einige Börsenmakler bei uns im Büro von unseren Moringa-Produkten überzeugen.

Geschäftsbeziehungen mit Afrika auf Augenhöhe

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Was mich und das gesamte Team dabei antreibt, ist die Frage: Was hat Afrika, was die Welt braucht? Viele denken, es gibt dort keine Produkte, die für den westlichen Markt interessant sein könnten. Doch ich weiß, dass das nicht stimmt. Seitdem ich nicht mehr in Namibia lebe, vermisse ich nicht nur das Land und den Kontinent, sondern auch afrikanische Produkte.

Es gibt natürlich noch viele spannende Aufgaben, denen ich mich in Zukunft widmen will, aber wir haben unsere Ziele mit africrops! noch nicht erreicht, wir wollen wirklich eine Veränderung bewirken. Zwar haben wir es geschafft, dass in Namibia inzwischen Biolandbau als Ausbildung im dualen Bildungssystem angeboten wird. Aber wir wollen auch gerade im Westen zu einem Umdenken anregen, indem wir zeigen, dass Afrika Produkte hat, die die Welt braucht und dass der Kontinent erfolgreich und selbstständig am Welthandel teilnehmen kann. Dafür muss unsere Marke etabliert sein. Wir wollen keine Geber-Nehmer-Dynamik, sondern eine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe. Erst, wenn wir diesen Punkt erreicht haben, wird es für mich Zeit sein, mir über neue Dinge und Projekte Gedanken zu machen.“

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Dieser Artikel erschien zuerst beim enorm Magazin.