In dieser Reihe erzählen erfolgreiche Bewerber*innen vom Weg zu ihrem persönlichen Job mit Sinn und was ihn ausmacht. Diesmal: Maja Löwedey, 25, Projektmanagerin Marketing und Sales bei Bracenet.

„Als ich an der Leuphana-Universität Digital Media und BWL studiert habe, war Nachhaltigkeit automatisch Thema, sie wird bei allen Studiengängen immer mitgedacht. Mir ist dabei erst richtig bewusst geworden, wie wichtig das Thema ist. Wie wenig es klassische Unternehmen ernst nehmen, merkte ich dann bei meinem Studentenjob hautnah. Ich war Werkstudentin bei einer Marketing Agentur, die klassische Konzerne betreut. Erst habe ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht. Dann geriet Nestlé in Kritik wegen Kinderarbeit und wir Werkstudierenden mussten das Krisenmanagement auf Twitter und Facebook übernehmen. Schrecklich. 

Ich entschied: So etwas mache ich nie wieder. Ich tue nur, wovon ich überzeugt bin und was mir Freude macht. Keine faulen Kompromisse. Bracenet war perfekt. Armbänder aus Fischernetzen, die Taucher*innen aus dem Meer bergen – welch coole Idee. Nachhaltigkeit und Fashion verbinden, das war mal was Neues. Ich hatte Glück. Bracenet-Gründerin Madeleine von Hohenthal ist die große Schwester einer guten Freundin, 2018 suchte sie Unterstützung. Ich war mit dem Studium fertig – und wurde ihre erste Mitarbeiterin. Ein klares Jobprofil gab es natürlich anfangs nicht, alles zu machen war bei einem jungen Start-up selbstverständlich. Päckchen packen, zur Post gehen genauso wie Mails beantworten. Gerade das fand ich spannend. Heute haben wir 35 Mitarbeiter*innen, das Geschäft boomt, vier Tonnen alte Netze haben wir bereits verarbeitet. Offiziell bin ich jetzt „Projektmanagerin Marketing & Sales”, betreue Website, Instagram und unseren Blog, kümmere mich um Facebook und Twitter oder organisiere Kooperationen. Zusammen mit Soulbottles haben wir jetzt zum Beispiel eine Trinkflasche mit einem Bracenet-Henkel gefertigt. In heißen Phasen helfe ich auch heute noch gelegentlich mit beim Verpacken oder Netzschneiden.

Den meisten Spaß macht das Team. Es gibt keine Hierarchien, die Arbeitsatmosphäre ist großartig. Es wird immer darauf geachtet, dass sich alle wohlfühlen und Freude an der Arbeit haben. Besser kann es nicht sein, oder?”

Dieser Beitrag stammt aus der neusten Ausgabe des enorm Magazins.