In einer Stadt wie Berlin mehr als fünf Jahre ohne Geld zu leben, ist eine ziemliche Herausforderung. Miete, Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs oder ein Abend im Club - ohne Geld geht nichts. Oder? Raphael Fellmer hat fünfeinhalb Jahre ohne Geld gelebt, um auf den gigantischen materiellen Überfluss in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen. Besonders krass drückt sich dieser Überfluss im Supermarkt aus: knapp 50% unserer Lebensmittel landen im Müll, 18 Mio Tonnen pro Jahr alleine nur in Deutschland. Das entspricht einem vollen LKW pro Minute, obwohl das meiste noch genießbar wäre! Um dieser Verschwendung etwas entgegen zu setzen, hat er zunächst die Foodsharing-Plattform mit aufgebaut und im Anschluss SirPlus gegründet. Dort lassen sich einfach und günstig Lebensmittel kaufen, die woanders nicht mehr angeboten werden.

Wir haben mit Raphael darüber gesprochen, warum Waldorfschulen unternehmerisches Denken fördern, auf welchen Wegen er ohne Geld und Flug von Holland bis nach Mexiko gereist ist und wie aus einem kleinen Feldversuch ein mehr als fünfjähriger Geldstreik geworden ist. Raphael hat uns die unglaublichen Dimensionen der Lebensmittelverschwendung offenbart, die daraus resultierenden negativen Folgen für Mensch und Umwelt skizziert und mit viel Begeisterung über seinen erfolgreichen Kampf gegen diese Missstände berichtet.

Dies ist eine ganz besondere Folge, denn allein Raphaels Erfahrung aus seinem Geldstreik bietet genug Gesprächsstoff für einen Podcast. Unser Gespräch mit ihm hat uns nachdenken lassen über unseren Lebensstil und die Frage, was wir eigentlich wirklich brauchen, um glücklich zu sein im Leben.

Hier eine kleine Auswahl: 

Spotify, Anchor.fm, Soundcloud, Itunes