Daten sind das neue Öl” - so lautet die gemeinhin verwendete Begründung für den Erfolg der GAFA-Ökonomie (Google, Apple, Facebook, Amazon). Dieser Vergleich ist sehr eindimensional und in vielerlei Hinsicht auch nicht zutreffend. Aber dass eine intelligente Nutzung von Daten eine sehr große Bedeutung hat im digitalen Zeitalter, steht außer Frage. Bisher haben davon in erster Linie private Unternehmen profitiert und gigantische Gewinn erwirtschaftet. Wie aber lassen sich Daten für das Gemeinwohl nutzen und welche Rolle spielt dabei der Datenschutz?

Julia Kloiber beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit den Schnittstellen zwischen Technologie und Gesellschaft. Sie hat zahlreiche Unternehmen und Projekte begleitet oder selbst gegründet und ist aktuell für Ashoka Deutschland tätig. Wir haben mit ihr die Frage diskutiert, warum eine digitale Zivilgesellschaft systemrelevant ist, welche Vorteile Open Source Software bietet und warum wir dringend eine digitale Aufklärung brauchen. Julia hat uns viele inspirierende Praxisbeispiele für eine offene und partizipative Softwareentwicklung erläutert und einen Ausblick zu den gesellschaftlichen Potenzialen gegeben.

Außerdem haben wir gelernt, welchen Datenschatz öffentliche Institutionen wie Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Universitäten Entsorgungs- oder Verkehrsbetriebe in ihren Aktenordnern horten und wie diese Daten zukünftig transparent dem Gemeinwohl dienen könnten. Natürlich gehen wir auch auf die möglichen Schattenseiten von Technologie ein, die sich aktuell zum Beispiel beim Thema Massenüberwachung in China zeigen. Im Outro wirst Du zudem Zeuge eines leidenschaftlichen Streitgesprächs zwischen Paul und Lasse über Corona-App und Mundschutz-Pflicht, wir sind gespannt auf deine Meinung.

Hört euch das Gespräch mit Julia an! Ihr könnt unsere Folgen auf allen gängigen Podcast-Plattformen hören und abonnieren.

Hier eine kleine Auswahl: 

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