Die Erziehung der Kinder und die Arbeit im Haushalt, die sogenannte “Care Arbeit”, ist immer noch größtenteils Frauensache. Daran ändert auch das Elterngeld nichts, denn die meisten Väter nehmen lediglich die obligatorischen zwei Monate, um den Anspruch auf diese Geldleistung zu insgesamt verlängern. Gleichzeitig wünschen sich knapp 70% in Umfragen, möglichst lange Elternzeit zu nehmen. Warum tun sie es dann nicht? Volker Baisch, Gründer der Väter gGmbH, Ashoka Fellow und langjähriger Experte beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat uns viele spannende Antworten geliefert.

Volker hat selbst zwei Töchter und als er 2001 zum ersten Mal Vater wurde, war von Elterngeld oder Elternzeit noch keine Rede. Es gab keine Vorbilder, keine Beratung und keine finanzielle Unterstützung vom Staat oder den Arbeitgebern. Die Rollenverteilung war klar: Die Frau bleibt zu Hause, der Mann verdient das Geld. Fertig. Das ist nicht einmal 20 Jahre her. Volker und seine Frau wollten das nicht hinnehmen, teilten sich die Care Arbeit von Beginn an 50/50 auf und sammelten wertvolle Erfahrungen, die Volker anschließend in den Aufbau seines Sozialunternehmens fließen ließ.

Wir haben mit Volker über seine Arbeit gesprochen, über die Frage, wie er Väter dazu ermutigt, den Fokus mehr auf die Familie zu legen und die Entwicklung in Deutschland insgesamt ergründet. Er hat uns Einblicke in den Arbeitsalltag vieler Unternehmen gegeben, die vielen Hürden und Bedenken beleuchtet, die immer noch einer gleichberechtigten Arbeitsteilung im Weg stehen und uns erklärt, warum er sich nicht als Feministen bezeichnen würde. Es war erstaunlich zu sehen, welche positiven Auswirkungen eine familienfreundliche Unternehmenspolitik haben kann, auch für Menschen ohne Kinder.

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