Unsere sogenannte wirtschaftliche “Wertschöpfung” produziert aus natürlichen Ressourcen vor allem eins: gigantische Müllberge, verseuchte Gewässer, verpestete Luft und kontaminierte Böden. Das ist umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass die Natur gar keinen Müll kennt. Natürliche Kreisläufe sind tatsächlich das, was sie vorgeben zu sein: ein geschlossenes System, das sich stetig erneuert. Wir Menschen denken hingegen in linearen Wertschöpfungsketten und die dabei verwendeten Rohstoffe sind nach dem Gebrauch oftmals für immer verloren. Lässt sich daran etwas ändern?

Nora Griefahn arbeitet mit der von ihr mit gegründeten Cradle 2 Cradle NGO seit 2012 daran, dass unsere Wirtschaft endlich die schon lange propagierten eigenen Versprechen einhält. Eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen, die hält was sie verspricht. Produktdesigns und Geschäftsmodelle so zu verändern, dass alle Rohstoffe dauerhaft wiederverwendbar sind, ohne großen Aufwand und gänzlich ohne Abfall. Aber ist eine solche Wirtschaft überhaupt realistisch, wie ist der aktuelle Status quo und entbindet uns das im besten Fall von dem viel diskutierten Konsumverzicht?

Wir haben mit Nora über ihr Büro gesprochen, das komplett nach C2C-Standards eingerichtet worden ist, über die Vorteile von Cradle to Cradle und die nach wie vor großen Herausforderungen. Nora hat uns erzählt, wer die treibenden Kräfte beim Wandel sind, wie ihre NGO die Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und vielen Pionieren im ganzen Land ist und warum wir nicht nur neue Produkte brauchen, sondern auch eine neue Denkweise.

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