Freie Medien und qualitativ hochwertiger Journalismus sind alles andere als selbstverständlich. Selbst in vielen westlichen Ländern gerät die Pressefreiheit zunehmend unter Druck. Der Begriff der “Fake News” ist bei Populisten aller Couleur äußerst beliebt, um das Vertrauen in die freie Presse systematisch zu untergraben. In Kriegs- und Konfliktregionen ist die Lage ungleich schwieriger. Doch gerade dort ist es wichtig, den Aufbau einer vielfältigen Presselandschaft zu unterstützen, um Raum für Versöhnung zu schaffen. Dies ist der Job von unserem Gast Klaas Glenewinkel und seiner Organisation Media in Cooperation and Transition (MiCT).

 

Wir haben mit Klaas über seinen ungewöhnlichen Lebenslauf gesprochen, der ihn bereits im Alter von 19 Jahren nach Japan geführt hat, wo er ohne Berufsausbildung zum Galeristen und bekannten Kulturschaffenden aufgestiegen ist. Zurück in Deutschland baute er in den 90er Jahren verschiedene Tech-Firmen auf, die alle ihrer Zeit voraus und daher wenig erfolgreich waren. 2004 besuchte Klaas kurz nach dem offiziellen Ende des 3. Irakkriegs einen Freund in Bagdad und beschloss im Anschluss, einen partizipativen Radiosender dort aufzubauen - die Geburtsstunde von MiCT. 

 

Klaas hat uns erzählt, wie er den UN im Irak seine Radio-Idee gepitcht hat und überrascht über deren positive Antwort gewesen ist. Wir haben gelernt, dass die “Scorpions” eine der beliebtestens Bands im Irak ist, dass die Nordkoreanische Regierung ihre Fußball-Kommentatoren bei Klaas schulen lässt und sich auch schon bei ihm gemeldet hat, um einen defekten Skilift reparieren zu lassen. Es war ein sehr aufschlussreiches und unterhaltsames Gespräch mit spannenden Einblicken in eine ziemlich vielseitige Tätigkeit.

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Hier eine kleine Auswahl: 

Spotify, Anchor.fm, Soundcloud, Itunes