Die Lebensmittelverschwendung ist immens – 18 Mio Tonnen im Jahr alleine in Deutschland – und gleichzeitig müssen nach wie vor 700 Mio Menschen weltweit an Hunger leiden. Wie passt das zusammen? Die Ursachen liegen im System. Die industrielle Landwirtschaft und die nachgelagerten Branchen wie Lebensmittelindustrie, Handel und Gastronomie maximieren ihre Profite auf Kosten der Natur, des Tierwohls und der menschlichen Gesundheit. Unser Gast Franziska Lienert möchte mit ihrem Unternehmen Too Good to Go die Verschwendung von Lebensmitteln auf internationaler Ebene bekämpfen. 

Die Vernichtung von genießbaren Lebensmitteln ist nicht nur eine gigantische Geld- und Ressourcenverschwendung, sondern sie befeuert mit einem Anteil von 8% am globalen CO²-Ausstoß auch massiv den Klimawandel. Wir haben mit Franziska über ihren eigenen Kühlschrank zu Hause gesprochen, über gemeinsames Kochen im Büro und einen bewussten Umgang mit unserem Essen. Sie hat uns erläutert, wie aktuell eine Allianz von verschiedenen Unternehmen und Organisationen entsteht, um nicht nur die Konsument*innen von anderen Routinen zu überzeugen, sondern auch die Politik zu Gesetzesänderungen zu drängen. 

Während unsere Großeltern den Mangel noch höchstpersönlich miterlebt und aufgrund dieser Erfahrung ihr Leben lang meistens sehr sparsam und bewusst gelebt haben, ist den nachfolgenden Generationen der Sinn für unsere Nahrungsmittel völlig abhanden gekommen. Das Gemüse wächst quasi im Supermarkt, was davor oder danach passiert, interessiert uns nicht. Es wird Zeit, dass wir wieder lernen, genügsam zu sein.

 

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