Es scheint fast so, als sei das eigene Start-up für viele Mittzwanziger so etwas wie der Auslandsaufenthalt nach der Schule: Jeder macht es, es ist so etwas wie eine Must-have-Erfahrung, um auf dem Arbeitsmarkt überhaupt irgendetwas wert zu sein. Und wer es nicht macht, wird entweder müde belächelt oder gar ungläubig angeschaut.

Dieser Gründungswahn mag mitunter kuriose Züge annehmen, grundsätzlich ist es aber natürlich keine schlechte Sache, wenn junge Menschen für eine Idee brennen und diese in die Praxis umsetzen wollen – vor allem, wenn diese Ideen einen Nutzen für die Gesellschaft bringen.

„Gründerplattform“ für drei Phasen eines Start-ups

Zwar hat sich auch hierzulande inzwischen die Haltung gegenüber dem  Scheitern deutlich entspannt. Dennoch schaffen es nur die wenigsten Neugründungen über die ersten Jahre. Dabei liegt es nicht einmal unbedingt an schlechten Ideen, sondern daran, dass die Gründer an Realitäten wie Businessplan oder Finanzierungen scheitern.

Doch zum Glück sind das Formalitäten, an denen man arbeiten kann. Und genau dafür haben sich das Bundeswirtschaftsministerium und die deutsche Förderbank KfW zusammengetan und eine Plattform für Gründer und alle, die es werden wollen, eingerichtet.

Newsletter

Erhalte unsere GoodJobs der Woche, spannende Artikel, Events & mehr rund um Nachhaltigkeit im Joballtag!

 

Die Website nennt sich schlicht „Gründerplattform“ (warum Frauen nicht gründen dürfen, ist noch eine andere Frage) und orientiert sich in ihrem Aufbau an drei Phasen der Gründung: Brainstorming, Planung sowie Finanzierung. Dabei soll es „in fünf Modulen zum eigenen Unternehmen“ gehen.

Professionelle Umsetzung, enge Verzahnung zu Partnern

Die Plattform hat damit tatsächlich für so ziemlich jede Phase der Gründung Tipps parat: Es gibt Hilfestellungen für alle, die noch stark am zweifeln sind, ob sie überhaupt das Zeug zum Gründer haben, genauso wie konkrete Anleitungen für einen bankfertigen Businessplan oder einen digitalen Assistenten, mit dem sich eine passende Finanzierungsmöglichkeit finden lässt. Die Website ermöglicht auch, Banken direkt eine Finanzierungsanfrage zu schicken.

Die Plattform besticht durch ihre professionelle Umsetzung, den niedrigschwelligen Zugang zu Material, für das man normalerweise extra Kurse besuchen muss und auch durch die enge Zusammenarbeit mit potenziellen Partnern wie Banken, Accelerator, Wettbewerben und öffentlichen Einrichtungen. Die „Gründerplattform“ hilft einem damit wirklich auf dem ganzen Weg einer Unternehmensgründung – und das sogar kostenlos. Für das komplette Programm ist lediglich eine Registrierung nötig.

 

Hat dir der Artikel gefallen? Worüber würdest du gerne mehr bei GoodJobs lesen? Schreib es uns, am besten in einer kurzen Mail. Wir freuen uns auf jedes Feedback!